Liebe und Beziehung

Die thematische Einteilung meiner Gedichte ist im Gange. Hier finden Sie in Zukunft alle klassischen und unklassischen Liebesgedichte.

In the city & das siebenhundertneunundsiebzigste Gedicht

Königstraße Stuttgart

Zur Wellness gehören immer noch zwei

Kaufst du laufend haufenweise
SPA-Produkte für mich ein -
Lasse ich das grundlos Raufen,
Saufen und das Draufsein sein!

Himmelhochkratzend & das siebenhundertvierundsiebzigste Gedicht

Baum im Englischen Garten

Hochzeit bei Mathematikers

Berechne mich kraft dieses Rings so wie den Wert von Pi
Die Drei ganz vorn steht für die Treu' - auch diese endet nie

MUC-Skyline & das siebenhundertsechzigste Gedicht

Skyline München

Eine Vorschau auf ein weiteres 2018er-Projekt von mir - ein Liedtext zu Henry Purcells "But ere we this perform"

Streitarie

Du enervierst enorm
Hast jedes Maß verlor'n
Dein überheblich' Selbstgefall'n
Dein egomanes Fäusteball'n
Du hast mein Glück verdorb'n
Als Dank gilt dir mein Zorn

Verewigter Stenz & das siebenhunderteinundfünfzigste Gedicht

Monaco Franze an der Münchner Freiheit

Hochzeitsgedicht

Ja,

ich will mit dir welken
immer langsamer werden
statt Pferde nur noch Esel stehl'n
Auf Wellnessfarm'n mit 66
die uns verblieb'ne Knete zähl'n

Würd' sogar mit dir walken
an Nordischen Sticks
und sorgen dich Falten
ich seh' da doch nix!
Denn eh wir gänzlich gräulich sind
sind wir – zwar heuchelnd – farbenblind

Ich weiß zwar nicht, wie du das siehst
du rattenscharfes Bräutebiest
Doch dein Dekolleté ist mir ewig heilig
und wenn du mir erlaubst, verweil' ich
das mir verblieb'ne Ewigkeitchen
Wang' an Wang' an deinem Seitchen
bis ich tattergreisig im Rollator tapper'
mit innerlich fester, nur äußerlich schlapper
starrsinnsnaher Stetigkeit
Wir hab'n's ja eh nicht mehr so weit

Denn den besten Teil meiner Zeit gab ich dir schon
nun folgt noch die Treuepunkt-Paybackaktion
Doch gäb' man mir noch mal so'n Leb'n zu verschwenden
so schenkt' ich es dir mit fast gleichvollen Händen
und
würd' mit dir welken von heute bis morgen
für jeden Romantisch zwei Stühle besorgen
würd' Wellness und Willkür und Wolken ertragen
und tät's selbst in Kirche und Standesamt sagen:

Lasst den Mond doch mal Mond sein!
Wat will ick mit Sterne?
Ich mein' das ganz irdisch:
Ja, hab' ditt Girl gerne!
Sprech' den ZugeneigtseinsEid an sich:
Ick liebe dir /(Strich) liebe dich

Ich weiß zwar nicht, wie du das siehst
du rattenscharfes Bräutebiest
Nur, dass du jetzt vor Scham erglühst
nicht rot zu werden dich bemühst

Doch rot ist die Liebe, wie sich nun wieder zeigt
Auf dass ihre Röte um kein'n Deut erbleicht!

Virtualiösität & das siebenhundertneunundvierzigste Gedicht

U-Bahnhof Giselastraße

Der Jüngling und das Mädchen am Fenster

Heute bin ich displaytrunken
Tief in ihr Profil versunken
Spürt' ihr sternenklares Schimmern
Über meine Netzhaut flimmern

Über Netz und Netz verbunden
Schwelgte ich für fast zwei Stunden

Oh nähr', treuer Akku, du weiter dies Märchen
Und still' die im Stillen behausten Begehrchen

Wohin die Geschicke uns fortan auch treiben
Sie wird ewig
In der Chronik
Meines ersten Browsers bleiben

Tor 22 & das siebenhundertsechsunddreißigste Gedicht

Märchenwelt der Linzer Grottenbahn

Im Friedrichshainer Märchenbrunnen, restauriert

Hier, zu Hufen von vier Hirschen
im Rondell mit andren Tierschen
küssen sich d' Liebespärschen
und erzähl'n sich wieder Märschen
Turteln sich was zwischen niedlischen Putten
glauben sich das, zwitschern friedlisch vom gutten
Gefühl, das zwischen ihnen herrscht
Ob davon auch der Hirsch was merscht?

Da steht der drüber, liegend zwar
links, rechts – als je entzweites Paar
das keines Blickes würdigt sich
im Abgewandtsein brüderlich

Doch wer sieht auch die Hirsche? Man kommt ja hierher
um d' Putten zu gucken, zu rätseln, welch Mär-
chen sich hinter jedweder sandsteingefestigt
verbirgt und verbürgt, dass das Happy End mächtig
ist und techtelmechtig bleibt
Egal, was sie und ihn noch treibt

Nur: panta rhei – hier in Kaskaden
Wer alles will, der nimmt auch Schaden
Die Hirsche wird's nicht interessier'n
die musst' man auch nicht restaurier'n

Tor 3 & das siebenhundertsiebzehnte Gedicht

Weihnachten in der Karibik

Verweile doch!

In junger Schönheit blüht auf das Gefallen
Um dann als ans Kühnste gewöhnendes Wallen
In Wartesaaldünsten der Zeit zu verhallen

An der Weltzeituhr & das siebenhundertelfte Gedicht

An der Weltzeituhr

An der Weltzeituhr

Ja, es hieß: "Um sieben an der Weltzeituhr!"

Kurz vor acht hab ich mich dann auch zu ihr gesellt
vergrätzt gedacht: "Jetzt motzt sie nur
und hat doch alle Zeit der Welt!"

Tegernseeufer & das siebenhundertneunte Gedicht

Tegernseeufer

Nach dem Adieu

Nach dem Abschied bin ich hier geblieben
Kaum beeindruckt vom Wechsel der Orte

Du hast mir aus reicher Entfernung geschrieben
Zwei nicht nachvollziehbare Worte

Doch hinterm Verständnis erkenn' ich in Schemen
Die Bitte, mich doch mitzunehmen

Unterm Fernsehturm & das sechshundertneunzigste Gedicht

Unterm Berliner Fernsehturm

Ripostegedicht zu Ricarda Huchs an ihren Jugendschwarm und Cousin Richard gerichtetes "Liebesgedicht" (Geschwister sind sich alle schönen Dinge).

Never trust a Lovepoem

Cousiniert sind sich alle Dinge, die schön sind
Das verstimmte schon früh manch Instrument
Weil man sich für das Aneinandergewöhn'n, Kind
Schon vom Start weg zu gut kennt
Ein Notenblatt bewahrt sich nur seine Verheißung
Wenn dessen Lied bleibt ungespielt
Beschau Dir die Noten, doch bau keinen Scheiß, Jung
Wenn sich wer per Reim als Geheimnis empfiehlt

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