Axishirsch & das eintausendvierundsiebzigste Gedicht

Axis im Yalla Nationalpark

Der Hirsch als Kulturfolger

Ein Axis
In Uggs is'
Ein seltener Anblick!
Hier
Längst mit den Haxen
Der It-Girls verwachsen -
Sind Uggs für den Axis-
Hirsch
Irgendwann auch chic!

Flughunde & das eintausenddreiundsiebzigste Gedicht

Flughundebäume bei Thanamalwiwa

Und schließlich mein drittes Ripostegedicht zu Fontanes "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland"

Herr von Ribbeck junior im Havelland

Herr von Ribbeck junior im Havelland
Ein Birnbaum auf seinem Erbgrund stand
Und kam die goldene Herbsteszeit
Rief er: "Ihr lieben Bauernleut'

Ward schon als Kind nicht reich an Hirnen
Doch pflegtet ihr, die weichen Birnen
Euch cool und geschwind in die Mäuler zu drücken -
Nun sollt ihr dies Zeug für die Kühlhäuser pflücken!

Ihr nennt mich zwar den Knausersohn
Doch zahl ich euch den Mindestlohn!
Der reicht für euch (plus Family)
Für ein McDonald's-Sparmenü!

Ich weiß, dass es meinen Herrn Vater nicht störte
Dass das, was ihr aßet, euch gar nicht gehörte
Doch stillt ein Empfangen von mildtät'gen Gaben
Ja nicht das Verlangen nach Mehrung von Haben!

Wer immer alles gleich verzehrt
Wohl niemals seinen Reichtum mehrt!
Ich weise den Weg euch zu kostbarer Währung
Und fort von dem Joch bloßer Rohkosternährung!

Denn kommt die goldene Herbstzeit
Stell ich euch ein zur Lohnarbeit!

Wofür du deinen Lehnsherrn lobst
Ist nicht der Freibezug von Obst!
So hat euch mein Vater zufrieden gestellt
Aber ich öffne euch nun die Tore zur Welt!"

Bald wurd'n die Blagen ründlich breit
Im Havelland, zur Gründerzeit

Und gleich wurde vom Volk er erfolgreich genannt:
Der Herr von Ribbeck junior im Havelland

Minneriya & das eintausendzweiundsiebzigste Gedicht

Seerosen beim Minneriya Nationalpark

Zweites Ripostegedicht zu Fontanes "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland"

Von Birnen und Äppeln

Das Ladengeschäft namens Gravis im Tal
Führt Must-Have-Produkte (die mir recht egal)
Und kommt zur Ladenöffnungszeit
(denn zum iStore beim Rathaus ist's gar nicht so weit)
Am Laden vorbei so ein hipsternder Seppel
So flüstert's: "Kemmst eina? I geb dia'n Apple!"

Top of Sigiriya & das eintausendeinundsiebzigste Gedicht

Chinesiche Reisegruppe auf dem Sigiriya Felsen

Sri Lanka

Sri Lanka hat dem Elend die Zähne gezogen
Doch schleicht wie in Deckung vorm fehlenden Biss
Wankt stets, aller Sorglosigkeiten betrogen

Wer bewahrt Paradiese vorm nächsten Verriss?

Trockenfisch & das eintausendsiebzigste Gedicht

Fischmarkt in Negombo

Vom Fernreisen

... fliegen Eindruck und Eindruck unprägsam dahin ...
Nur wohin mit dem Neubekannten?
Ich weiß nur noch wo, nicht mehr, wo ich noch bin
Seh ständig Elefanten

Von Geschmäcker Witterungen
Werd ich stetig angesprungen
Notier mir nichts denn Namen

Mein Heim ertrinkt in Souvenirs
Der Überflüssigkeit. Nur mir‘s
Bekannt, weshalb sie kamen

Ella & das eintausendneunundsechzigste Gedicht

Ravana Falls in Ella

Abschließender Hinweis zum Gebrauch

All die spätentdeckten Nutzungsoptionen
Die dem Geräte innewohnen
Und von zweckingenierten Heurekas erzählen
Still eingepfercht in Wartesälen

All das, was ich ungenutzt dennoch besaß
Als Chance, mein Machen auszuweiten
Ein von Bedienmanuals gut gehüteter Spaß
Denn immerzu fehlten die Zeiten

Kandy & das eintausendachtundsechzigste Gedicht

Poya Parade in Kandy

Lea likes Airbnb

Nach dem Räumen der Räume von alten Geschichten
Ziehen neue Mieter ein
Auch die werden träumend, sich einrichtend, dichten
Und bald so alt wie alle sein

Sigiriya & das eintausendsiebenundsechzigste Gedicht

Blick vom Sigiriya Felsen

R.I.P. Eckbert vom Biereck (Messer, Gabel, Schere, Licht - sind auch für stark Betrunkne nicht)

Herr Eckbert vom Biereck ein Haferl fand -
Gefüllt mit Birnschnaps bis zum Rand!
Den steckte sodann - samt sich selber - in Brand:
Des Herrn Eckbert vom Biereck stark zitternde Hand.

Doha & das eintausendsechsundsechzigste Gedicht

Flughafen Doha

Katar

Dass Katar log, war völlig klar
Folgerte der Komischsar
Sodass Dohas Katharsis in U-Haft geschah
Des‘ „Oha!“ nahm Gott auch in Gotha noch wahr

Kruppwaldentree & das eintausendfünfundsechzigste Gedicht

Herbstlicher Kruppwald auf privatestem Privatbesitz

Deine Treue (Ein pragmatisches Liebesgedicht)

In einen wie mich könnt ich mich nicht verlieben!
Und find's pfundig mutig, dass du's dennoch warst ...
Nach all den Disputen, die uns schier zerrieben
Bin immer noch ich es, mit dem du dich paarst!

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Frank Klötgen - Post Poetry Slam - täglich frische Gedichte & Fotos RSS abonnieren