München

Fotos aus München, seit 2014 Stammsitz der Reimerei Klötgen. Unzählige Auftritte während der Tour 2016. Und danach quasi alleinige Dienststelle in Sachen meiner Poesie.

Kennst du das Land, wo & das fünfhundertvierzehnte Gedicht

Isarufer

Ein Text aus meiner Reihe Gefühlte Übersetzungen - der klanglich verwandte deutsche Text muss einfach fröhlich und silbengerecht auf eine Karaokeversion des Liedes "Lemon Tree" mitgesungen werden (auf YouTube sind diese in rauen Mengen zu finden, viel Spaß!).

Slammen Sie! (Foolsgarden - Lemon Tree)

Ich saß dereinst traurig im Stimmungstief
Ich kritzelte schon emsig an 'nem Abschiedsbrief
Sah mir mein Blatt an und dacht': "Mann,
Ich hab ja ganz vergessen, dass ich schreiben kann!"
Und jeder, der 'n Stift hat - kann auch slammen!

Heut' geb ich 'n Workshop - das kann ich, klar!
Weil ich erst letzten Monat selbst im Workshop war
Krieg' zweihundert Euro und sechs Facebook-Likes
Dafür lüg' ich euch an, dass ihr ganz großartig schreibt
Holt euch noch zur Vertiefung - meine Bücher!

Mal taktisch-deep - mal fröhlich-frei
Bald hab'n wir ein eigenes Format auf SKY
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se auch? Dann slammen Sie!

Nur schnell, bevor sich alle trau'n
Denn eig'ntlich will sich heute jeder selbst anschau'n
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se das? Dann slammen Sie!

Singt: Ei - nesTageswirstdualtseinBabe - wirstdusoschrecklichaltklugseinwie - deinTextschonist

Du wärst ja so gern mal im TieVie
Du bist dafür geschaffen, doch man fragt dich nie!
Selbst MDR wär dir egal
Jetzt steiger' mal die Klicks auf deinem YouTube-Kanal
Dann lädt dich Olli Welke
Auch nach Köln ein!

Auftragstexte - gibt's wie Sand am Meer!
Auftragstexte - bescher'n dir gleich zum Start, oh yeah, den ersten Tausender!
Zier dich nicht vorm Firmen-Slam
Fürs Pleasen der Entscheider musste dir nich schäm'
Denn sonst schreibt's Olli Welke - für die Hälfte!

Mal taktisch-deep - mal fröhlich-frei
Bald hab'n wir ein eigenes Format auf SKY
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se auch? Dann slammen Sie! ('n paar krieg'n wa noch unter!)

Nur schnell, bevor sich alle trau'n
Denn eig'ntlich will sich heute jeder selbst anschau'n
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se das? Dann slammen Sie! ('n paar krieg'n wa noch unter!)

Mal taktisch-deep - mal fröhlich-frei
Bald hab'n wir ein eigenes Format auf SKY
Erfolg durch Poesie? Nick - Nick!
Erfolg durch Poesie? Nick - Nick!
Erfolg durch Poesie! Woll'n Se auch? Dann slammen Sie!

Schillerdenkmal & das fünfhundertneunte Gedicht

Schillerdenkmal München

Endlich ein Gedicht mit prominentem Herz/Schmerz-Reim! Ich bremse für niemand.

Der Einarmige

Habe mich im Netz verfangen
Und zu weit von dir entfernt
Trübnis, die wir niederrangen
War da wieder schnell erlernt

Was an kleinen Toden das Leben bestichelt
Entspringt oft der eigenen Hand
Die, bis zur Schulter abgesichelt
Ich nachts im Keller fand

Wir geben oft mehr als wir müssten
Ersparen uns auch keinen Schmerz
Verschwenden die Zeit so, als wüssten
Wir nicht um das eigene Herz

Restepflege & das fünfhundertachte Gedicht

Vorsicht Rutschgefahr

Überdurchschnittlich

Für diese Frise, Herr Frisör
Beförd're i 'Se zum Fri-Sir!

Restschnee & das fünfhundertsechste Gedicht

Schneefall im Januar

Heute killt der Regen die sorgsam über Wochen angesammelten Schneeberge. Eine Erinnerung.

Der Burnouter zum Schnee

Schnee, du alles bedeckende Ruhe

Bleib mir weg von meine Schuhe!
Denkst du Held, mit weißen Rändern
Ließe sich die Welt verändern?!

Obwohl das sein mag, alldieweil
Ich ahn' längst, dass das Gegenteil:
Schwarze Ränder unter Augen

Als Weltenveränd'rer gar nix taugen

Schneebälle am Stadtmuseum & das fünfhundertvierte Gedicht

Schneebälle am Münchner Stadtmuseum

Flüchtige Bekanntschaft 1: Am Buffet

"Riechen Sie mal! Hier - das riecht fast wie Käse?!
Doch es ist: ... mein Ohrenschmalz!"
Die Frau schreckt hoch und schaut sähr bäse

Kurz beeindruckt, jedenfalls

Biedersteiner Kanal & das fünfhundertdritte Gedicht

Eisstockschießen vorm Nymphenburger Schloss

Unterm Eise

Unter dem Eise
Blubberte leise
Eine Blase
In mein Ohr
Und im Gase
Hört ich Welten
Die die trübe Schicht erhellten
Unter der ich gern erfror ...
Meine Arme ausbreitend
Reglos gleitend
Auf der Reise
Unterm Eise

Straßencafés & das fünfhundertzweite Gedicht

Straßencafé im Winter

Luisa, die wartet

Luisa, die wartet

Du mieser entartet-
er Wicht, auf dich!

Hat diese Geschichte sich
Nicht schon zig mal wiederholt?!
Dir Gör gehört der Arsch versohlt!

"Komm zu mir, bleib bei mir!" litaneit es in ihr
Dass sie zu solch Herzleid bereit ist, scheint mir
Deiner Randint'ressantheit so unangemessen ...!
Ihr trauriger Blick irrt gebannt wie besessen
Vorm Ahnungsschlund "Er kommt nicht mehr"

Und niemals war ein Platz so leer

Und er entleert sich noch weiter mit jeder Sekunde
Die Zähheit des Hoffens brennt tief in die Wunde
Der Zurückgewiesenheit
Bis zum Tod der Möglichkeit
Einer Welt, die sie sich für euch beide erdacht

Blieb einmal nur, wie's ausgemacht ..!

Doch du ahnst nicht einmal
Dass du all dies gestartet
Und dir wär's auch egal
Wie Luisa, die wartet

Neustart in halblang & das fünfhunderterste Gedicht

Weihnachtsgeschenk

Nachdem 2016 hier in 500 Gedichten meine Poetry-Slam-Abschiedstour dokumentiert wurde, soll mindestens bis zum Erscheinen des Tourtagebuchs im Herbst 2017 weiter gedichtet werden. Über 5 Millionen Zugriffe auf die Gedichte im Jahr 2016 lassen ein lyrisches Bedürfnis im Netz vermuten, das ich gerne weiterhin bediene. Da aber der Roman zur Tour ebenfalls geschrieben sein will, heißt die Losung für 2017: Jetzt aber mal halblang!

Das soll sich keinesfalls auf die Länge der hier veröffentlichten Gedichte beziehen (die 500 Gedichte von 2016 hatten eine durchschnittliche Länge von gut zehn Zeilen) - sondern auf das avisierte Ziel von 250 Gedichten im neuen Jahr. Das scheint nach letztem Jahr beinahe wenig ...

Mein Drinnenleben

Flocken die fallen und Socken die schocken -
Zwei Gründe mehr, in der Wohnung zu hocken!

Dezembersonne & das vierhundertfünfzigste Gedicht

Isarauen

Die Milde der Dezembertage

Und ein Friedensangebot
Pupst sich aus dem Himmel
Lächelnd weicht der Kältetod
Weihnachtsmarktgebimmel

Fühl dich wie ein Lämmchen, dem
Nie ein Leid geschieht!
Wenn der Frost auch - trau, schau, wem!
Schon sein Messer zieht

Nicht-Karlsruhe & das vierhundertneunundvierzigste Gedicht

Isarufer

Nein, dies ist kein Foto von Karlsruhe - weil der Zug bereits um 2:11 Uhr fuhr und mich noch vor Tagesbeginn wieder nach München brachte. Wovon es natürlich eh schon etliche Fotos gab. Tja.

Der Nörgler

"Ach, nie - wirklich nie - werd' ich Karlsruhe seh'n
Weil wir immer gleich sofort fort von dort geh'n!"

"Na, dann kehr'n wir um und ich zeig's dir noch, Sohn!"

"Ne, Alter, kein Stück - nachher kenn' ich's doch schon ..."

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