Herbst

Herbstgedichte!

FC Bayern & das eintausenddreihundertneunzehnte Gedicht

Maskottchen vom FC Bayern Alzenau

Späte Herbstahnung

"Wirtin, ich glaub', laubig wird's!"

"Gästchen, nächsten Samstag friert's!"

Victor-Hugo-Ufer & das eintausenddreihundertvierte Gedicht

Mast am Victor-Hugo-Ufer am Winterhafen Mainz

Herbstwehen

Die Helligkeit des Gelbs ist längst
Mit den Vögeln gen Süden gefloh'n.
'Die Kälte quält sich selber!', denkst
Du, weil's möglich wär, sich zu verschon'n.

Als gelt' es, schnell der Hässlichkeit
Und Müdigkeit Leben zu opfern,
Gellt's allher: " ... dass Ihr endlich seid!",
Werden Blätter zu Rinnsteinverstopfern.

Im ständig währ'nden Regenguss
Drängelt alles eh gen Schluss -
Und unbarmherzig bellt sein Biss,
Dass dies noch sehr, sehr lang so is' ...

Herbstzeitenglischer II & das eintausenddreihunderterste Gedicht

Englischer Garten

Das Verschlafen der besten Stunden

Novemberblues kommt heut nicht vor, denn
Die Sonne krault das Blätterkleid.
Ich grüße kurz den schönen Morgen -
Nur bin halt echt noch nicht so weit.

Herbstzeitenglischer & das eintausenddreihundertste Gedicht

Englischer Garten

Ripostegedicht auf Hermann Hesses "Im Nebel".

Mer Han Nässe: Im Regen

Balsam, im Regen zu wandern!

Gemeinsam vom Schirme behütet,

Wird durch die Hauchnäh' des jeweilig andern,

Das furchtbare Wetter vergütet.

Wenn's turtelt unterm Prasseldach,

So legt auch dies Gedicht nah,

Legt jeder noch in Nähe nach

Und scheint zu mehr verpflichtbar ...

Wahrlich, im Regen zu gehen,

Macht nur den Verwegenen Spaß,

Die überall Sinnenglück sehen;

Normale Leut' werden nur nass.

Balsam, im Regen zu wandern!

's würd feucht, tät man sich jetzt entzwei'n.

Man rückt lieber ran an den andern,

Mit Schirm entsteht Charme von allein.

Burgruine & das eintausendzweihundertfünfundneunzigste Gedicht

Gipfelkreuz der Ruine Hohenwaldeck am Schliersee

Herbstdefät

Wie noch Inspirierendes finden
In des Tages gespensterndem Grau?
Zäh zieh'n sich des Jahrs letzte Rinden,
Die ich mir zum Maulknebel kau'.

Das Blatt, das versprach, sich zu wenden,
Klebt verrottungsbereit auf Asphalt,
Da Radios Warnungen senden,
Draußen bliebe es fortan sehr kalt.

Moldauschleife & das eintausendzweihundertfünfzigste Gedicht

Blick auf Krumau an der Moldau

Im letzten Sommer

Die Wespen schwärmen hungrig aus
Und stehlen den Motten ihr Licht.
Selbst der kundigste Waidmann trägt nichts mehr nach Haus,
Er sieht sich nicht mal in der Pflicht.

Der Sommer schwenkt das Hungertuch,
Doch schon längst wird an Zähnen genagt.
Treuer Unmissverstand ziert des Jahreslaufs Fluch,
Der hatte im Schatten geparkt.

Du predigst stoisch Zuversicht,
Aber irgendein Jahr gilt zuletzt.
Wie der Frühling uns einwebt im einstfernen Licht,
Verschanzt sich der Zauber vorm Jetzt.

Du traust dem Kreislauf alles zu,
Doch ein Blatt fällt, das scheint überreizt.
All das Wespengeschwirr billigt mir keine Ruh.
Vor Herbst wird der Stammbaum verheizt.

Gartenausgang & das eintausendzweihundertsiebenundvierzigste Gedicht

Englischer Garten, Ausgang Schwabing

Summer's End

Es herbst schon wieder in die Welt -
Dieser Schlag lässt sich nicht mehr parieren.
Wie dünn sich heut der Tag erhellt!
Im Himmelhochblau zelten Schlieren.

Ein Abschied wiegt sich ins Gemüt,
Dessen Umfang wir noch nicht erkennen.

Wie stets ist es gefühlt verfrüht,
Sich jetzt von den Gärten zu trennen.

Eisbachufer & das eintausendachtundvierzigste Gedicht

Am Eisbachufer im Herbst

Im Verlauben

Auf laubbedecktem Rasen liegen
Derweil die weit'ren Blätter fliegen ...
Zu sagen: "Baum, bei bess'ren Wettern
Würd' ich mich hier auch entblättern!"

Luitpoldpark & das eintausendsiebenundvierzigste Gedicht

Luitpoldpark in Schwabing

Unherbst (Flammt ein Flämmchen)

Flammt ein Flämmchen alter Wärme
Um dein kaltes Haus
Sein Gemüt voll Wellnesstherme
Schrüht vor Saus und Braus

Dabei war bei uns Lethargie allseits beschlossen
Das Rücktrittsgedudel ward weidlich genossen

Was hadert das Gedärme?

Erst proklamiert sich neue Zeit
Nun schlampt sie mit der Gültigkeit
Und mogelt sich hinaus

Buchs & das eintausendsechsundvierzigste Gedicht

Im Schlosspark Nordkirchen

Die zwei Jahreszeiten

Die Sonne schwalbt durchs Schattgeäst
Und Laub wie Laub krönt Welten farben
Wie wallt sich auf zum Schatz der Rest!

Als würde noch geheim: Es starben
Die Prachten solcher Königtümer
Im angestammten Jahrestakt
Und üblich reisst's von ungestümer
Glorie Herzhaut, falben nackt

Für dich regt sich schon Auferstehung
Mit mir schimpft Herr St. Nimmerlein
Schwenkt längstens in die Unumgehung
Des baldigst Ganz-Gewesens ein

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