Ruhpolding

- 18.04.2018 Ausflug
- 21.-22.04.2019 Osterausflug
- 30.03.2021 Ausflug
- 13.04.2022 Ausflug

Förchensee & das zweitausendvierundneunzigste Gedicht

Blick über den Förchensee bei Ruhpolding

Im Endspurt des Streunens

Nirgends zuhause
Und doch nichts vermissend.
Mir zeigt sich jed Bau
Fundamenteunwissend -
Und ich zeig entsprechend zurück!

Zeichen vertrauend,
Scheint Suche mir lässlich.
Ein endloser Stau
Potenziert sich ins Grässlich -
Derweil ich die Zeit überbrück.

Wann ließ das Verlangen vom Glück?
Und was bestimmt, was man vergisst?
Fernab vom Traulich,
Nirgends zuhaus: ich -
Leider auch nirgends vermisst.

Mitter- und Lödenseepassage & das zweitausendeinundneunzigste Gedicht

Der Übergang von Mitter- zum Lödensee bei Reit im Winkl und Ruhpolding

Verlust & Stolz

Die wieviel größte Sünde
Ist die schnöde Vorhersehbarkeit?
Sie stößt dich ab in Gründe,
In die Ödnis verlorener Zeit.

Den Countdown deines Lebens
Macht umgähnte Zeit doppelt bewusst.
Im Dunkel inn'ren Bebens
Überschlägst du bereits den Verlust.

Du sprichst zurecht den schuldig,
Der Vorhersehbarkeit brät zur Pein.

Verbleib mit Stolz geduldig -
Ein Zuviel an Beschwerde macht klein!

Weitsee & das zweitausendneunzigste Gedicht

Am Weitsee zwischen Reit im Winkl und Ruhpolding

Was Paradiesvögel singen

In den Randbezirken von Paradiesen
Läuft man barfüßig über den Schnee,
Man kikerikit reine Lautexpertisen
Und tränkt mit Daiquiri den Klee.

Ich weiß, Spatz, du wirst dies als gestrig schelten -
Du schätzt Freiheit alleine aus Not.
Hier schält sich die Regel vom Zwang frei, zu gelten -
Und du hast hier Redeverbot!

Eisenärzt & das eintausendsiebenhundertvierundzwanzigste Gedicht

Lore an der Traunbrücke von Eisenärzt

Wie Wortwitz Ernst unterhakte

„Ich schenke dir mein ganzes ´erz“,
Versprach im Trikot Lore.
Auch nackt hielt ich‘s noch für nen Scherz -
Schon stand‘n wir vorm Pastore.

Fuchsau & das eintausendsiebenhundertdreiundzwanzigste Gedicht

Ausblick von Wasen auf Fuchsau in Ruhpolding

Der Ethno-Graf (resp. -Gräfin)

Wenn auffällt, dass dein Forschungsfeld
Vor Forschern anders sich verhält,
Hast du entdeckt, wie viel Subjekt
In vorschnellen Objekten steckt.

Baden im April & das eintausendsiebenhundertzweiundzwanzigste Gedicht

An der Badestelle Mittersee

Verwintert

Wieder steh / ich am See
Und betrachte, wie der Schnee-
Derwisch ohne Widerstand
Biederweiß bewischt das Land.

Wenn ich wenig See auch seh,
Widersteh ich nie der Seh-
Nsucht nach einem Bad im See.

Immer wieder, wie der Schnee.

Mittersee & das eintausendsiebenhunderteinundzwanzigste Gedicht

Zugefrorenes Ufer vom Mittersee bei Ruhpolding

Wassermarsch

Es wird in deinem kurzen Leben
Noch so viel Niederlagen geben,
Dass es unstatthaft wär, so um diese zu trauern.

Dass wir schon früh in Pfützen traten,
Nützt uns allmählich beim Durchwaten
Von zur Sintflut sich zähflüssig sammelnden Schauern.

Trotz erlittener Schritte verbleibt dein Weg lang,
Doch stützt bald der Pegel des Wassers den Gang.

Schattenblüher & das eintausendsiebenhundertzwanzigste Gedicht

Erste Frühlingsboten im Ruhpoldinger Auenwald

Neustart Vernunft

Vermutlich wird die Wut sich richten
Nach Reboot eurer Weltansichten!

Ruhpolding & das eintausendsiebenhundertneunzehnte Gedicht

Gehzeiten

Wanderer, ist es schon soweit,
Dass auch deine Wanderzeit
Tatsächlich sich
Allmähehlich
Annähern will
Den von gelben Schil-
Dern prognostizierten Gehzeitminuten?
Musstest du dich dafür insgeheim sputen?
Läufst du nun gar
Manchmal Gefahr,
Sie laufend zu überbieten
Wie lausigste Sonntagslaufnieten?

Leider ist es so, dass für die Restzeit auf Erden
Auch Angeber zunehmend
Langsamer werden.

Ruhpoldinger Kätzchen & das eintausendsiebenhundertachtzehnte Gedicht

Frühlingserwachen in Ruhpolding

Frühlingstöne

Es stülpt sich aus der Starre
Ein beplüschter Gruß hervor,
Zupft an der F-Gitarre,
Spitzt das zart gescheckte Ohr,

„Akkorde, Akkorde!“, fordern da Chöre,
Ihr Echo frohlockt prickelnd: „Sekt, Sekt, Sekt!“,
Es bersten vor Fülle die Bäuche der Störe
Und stracks wird die Tanzwut der Pollen geweckt.

Alles bugwellt ein Leben,
Das sich wiedererhellt -
Mit symphonischem Beben
Enthüllt sich die Welt.

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