Verse für die Sanguiniker, denen man Luft, Frühling, Morgen, Kindheit zuordnet.
Die unbeschwert lustigen, formverliebt selbstgenügsamen Gedichte.
Hort der Sprachspiele und Massenalliterationen.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Wasser oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!
Nach dem Abflug um 6:30 Uhr von Helsinki Zwischenstopp und Auftritt in Falkensee. Weiter ging es dann nach Essen. Zum Auftritt. Und um zwei Uhr auf den Zug gen München, wo ich um 8 Uhr eintraf. Einer 24Stunden-Reportage würdig.
In Falkensee
Ob ich nun nackt im Balkan steh‘
Ein Schaf anpack‘ in Falkensee
Bei ’ner Attacke Hulk anfleh‘
‚Ne Kalkwand wacker schwarz bestreiche –
Es ist am Ende eh das Gleiche!
Da hör‘ ich euch den Einwand schrei’n:
„Das kann doch nicht das Gleiche sein!?“
Nun, wenn ich da noch etwas einschränken darf:
Nichts war so weich wie das Fell von dem Schaf
Fürs Abendlicht, fürs Abendlicht
Gab’s sicherlich schon manch Gedicht
Drum halt ich meins gleich eher schlicht
Gibt’s halt eins mehr – das schadet nicht
Mal wieder in Berlin. Und endlich mal wieder in der Ritter Butzke. Nach dreimal Schwänzen.
Ritter sein
Ich würd‘ ja gern ein Ritter sein
Dann tränke ich zwei Liter Wein
Bloß um im nächsten Schritt zu schrei’n:
„Da passt auch noch ein dritter rein!“
Dann tät‘ – um wieder fit zu sein
Ich in den Pool von Britta spei’n
Die schaute wohl verbittert drein
Doch ich, ich würde Ritter sein
Wenn wer vor Wut entrüstet‘ sich
Stünd‘ immer gut gerüstet ich
Ich hätt‘ vielleicht noch so etwas wie einen Koffer in …
Ich hab noch einen Koffer in Berlin
Da ist vermutlich längst schon nix mehr drin
Denn die Baliner
Ditt sind Schlawiner
Wo wat zu holen is‘, da langen’se auch hin
Potsdams Park Sanssouci wurde kurz nach der Wende
In nur 68 Jahren erbaut, liebe Jäste
Und nebst all den Jebäud’n hier oof’m Jelände
Zum Jedenken an die Studentenproteste
Nach Benno Ohnesorg benannt
Ditt is‘ den meesten nich‘ bekannt!
Schau’n ‚Se hier: Ditt Nau’ner Tor!
Staun’n ‚Se, wat? Ick les‘ ma‘ vor:
Achtzehnirjendwattneunzisch von Walt Ditzney erbaut
Dem dann vom Alten Fritz auf’m Drehset jeklaut
Und so steht ditt Nau’ner Tor ebnt hier
Seh’n ‚Se ja selbs, wa? Trau’n ‚Se mir …!