Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

  • Krk-Fahrt & das zweitausendneunhundertneununddreißigste Gedicht

    Krk-Fahrt & das zweitausendneunhundertneununddreißigste Gedicht

    Vorm Pinkelstopp

    Es läuft „The Clash“ im Reisebus
    Und deutet darauf hin, ich muss
    Mich in das Altsein denken.

    Denn wessen Jugend hierhin dringt,
    Dem blüht in Kürze, kühn-beschwingt,
    Das Rollatorenlenken.

    Nun, hab mich stets als kühn begriffen –
    Dazu was von „The Clash“ gepfiffen
    Und manchmal auch gebrüllt.

    Mein Aufruhr hat, was überrascht,
    Ins Rentenalter abgeascht,
    Den Lebenszweck erfüllt.

    Naja, „Clash“ …! Also, eh dich nun Kummer ersäuft –
    Richtig ernst wird’s erst, wenn hier auch Sex Pistols läuft!


  • Rijeka & das zweitausendneunhundertachtunddreißigste Gedicht

    Rijeka & das zweitausendneunhundertachtunddreißigste Gedicht

    Gipfelstürmer

    Auf, auf, hinauf
    Mit strammen Lauf –
    Schauen wir von oben drauf!

    Oben öffnet sich der Blick.
    Ausblick rein!
    Und aus.
    Zurück.


  • Baška & das zweitausendneunhundertsiebenunddreißigste Gedicht

    Baška & das zweitausendneunhundertsiebenunddreißigste Gedicht

    Mitteseptemberstrand

    Okay, ich sach’ma: Strandgefühl.
    Mit Schotterkies statt Sandgewühl,
    Doch suhl ich mich in Blau und Licht –
    Da zählt das „Au!“ der Sohlen nicht!
    Ich tauch ins Ungetrübte …

    Daheim streift schon das Herbstlaub rum!
    Bin, mit Verlaub, doch nicht so dumm,
    Dass ich dem nicht gleich abgedankt!
    Auch wenn gen Strand
    Hier etwas wankt:

    Der Kies noch Ungeübte.


  • Hirtenjunge mit Flöte & das zweitausendneunhundertsechsunddreißigste Gedicht

    Hirtenjunge mit Flöte & das zweitausendneunhundertsechsunddreißigste Gedicht

    Ripostegedicht zum „Chanson einer (geistig minderbemittelten) Liebenden“ von Mascha Kaleko

    Präludium eines (hochbegabt umständlichen) Liebenden

    Der Kuckuck war’s, nicht die Nachtigall
    (die nimmt man sonst gern überall),
    Der mich wachrief, nach drei Tagen dränge es sehr –
    Da sei’s höchste Zeit, also bitte, der Herr,
    Meiner Minderbemittelten Nachricht zu geben!
    So: Ich misse sie sehr, äh, … und würd auch noch leben.
    Denn sie wartet und wartet, doch erwartet ja auch
    Und bei Erstkontaktanbahnung will es der Brauch,
    Dass Romeo vorm ersten Schritt steht –
    Den ideal auch Julia mitgeht …

    Die Nachricht selbst ist Standard, drum
    Geht’s um die Art vom Medium.
    Es darf nicht zu eklektisch sein, nicht zu banal –
    Was ist hier der passende Messagekanal?

    Erfrag ich’s mit ’ner Voice-Mail,
    Ob ich zu ihren Boys zähl?
    Dasselbe über Video-Reel
    Erscheint mir etwas unsubtil.
    Doch schicke ich’s per SMS,
    Fragt sie vielleicht: „Was war noch des?“
    Und erreich ich sie per Mobile Call,
    Ist das doch gleich wie’n Überfall!

    Ich könnte es ihr auch WhatsAppen –
    So ganz auf die Art all der Messenger-Deppen …
    Oder eröffn‘ ich’s ihr im Signal-Chat,
    Dass ich so gern ein Signal hätt‘?
    Oder E-Mail? Ruft sie die überhaupt noch ab –
    Verrott‘ ich dann im Spammer-Grab?
    Na, vom Retro-Wert wäre es phänomenal,
    Ich schick ihr was per Rauchsignal.

    Nur frage ich mich auch, versteht
    Die Frau das Morse-Alphabet?
    Noch weniger klug und ganz sicher zu spät,
    Käm ein Versuch per Fax-Gerät.
    Obschon etwas Nostalgie immer gefällt –
    Sie ist ja Frau der alten Welt!

    Doch bleibt’s beim Entschluss, der so lang in mir garte:
    Ich schreib ihr eine Ansichtskarte!
    Das scheint mir die stimmigste Lösung von allen
    Und ich bin mir ganz sicher – das wird ihr gefallen!


  • Ljubljanica-Nutrias & das zweitausendneunhundertfünfunddreißigste Gedicht

    Ljubljanica-Nutrias & das zweitausendneunhundertfünfunddreißigste Gedicht

    Am Ufer (der Ljubljanica)

    In des Fluss Geschwapp glitzert sich das Vergnügen
    Von dem faustdicken Außen der Gastronomie.
    Seinem Spiegel zu lauschen, muss mir hier genügen –
    Mein Dosenbier flüstert: „Du änderst dich nie …!“

    „Hey, hey!“ ruf ich. „Fair bleib’n – ich schreib hier Gedichte!“
    Die Teilhabe geht. Aber niemals zunichte.


  • Tivoli & das zweitausendneunhundertvierunddreißigste Gedicht

    Tivoli & das zweitausendneunhundertvierunddreißigste Gedicht

    Ausgebremste Beschwerde

    Der Kehrtwendehops eines Spatzen
    Wurde nie in Gedichten beschrieben.
    Dennoch sind alle hopsenden Spatzen
    Bei dieser Methode geblieben.

    Auch widmete ihren Getippel
    Kein Schreiberling je ’nen Roman.
    Sie wissen trotz fehl’ndem Getippsel:
    „Beileibe – wir haben’s getan!“
    Und das schelmische Wiegen der Köpfchen –
    Nie Stoff für’n Theaterstück?!

    Upps, da hüpft grad eins aus seinen Schläppchen …!
    Dann nehm ich’s natürlich zurück!


  • Miklošičeva cesta Nr. 8 & das zweitausendneunhundertdreiunddreißigste Gedicht

    Miklošičeva cesta Nr. 8 & das zweitausendneunhundertdreiunddreißigste Gedicht

    Die simplen Dinge

    In einem Strudel der Beiläufigkeit
    Bin ich majestätisch versunken.
    Bin keiner der „Boah ey, wie geil’s hier ist!“ schreit,
    Doch ich habe dir kräftig gewunken.

    Die verstreichende Zeit gleicht dem ewigen Meer.
    Und ich ahne, zu zweit schaffen wir’s nicht mehr her.
    Doch wenn Moleküle sich richtig verbinden,
    Wirst du dich, ich fühle das, bei mir befinden.

    Der Rest unsrer Zeit ist wie jede und keine –
    Zwar nie mehr zu zweit. Und doch niemals alleine.


  • Ö-Slam 2026 & das zweitausendneunhundertzweiunddreißigste Gedicht

    Ö-Slam 2026 & das zweitausendneunhundertzweiunddreißigste Gedicht

    Die Möglichkeit des Ös

    Ob Österreich auch „Ö“-reich ist,
    Weil Umlaute was göltön?

    Höchst abhöngig vom Wie-man’s-misst
    Von Bregönz bis St. Pöltön.


  • Rindenblüte & das zweitausendneunhunderteinunddreißigste Gedicht

    Rindenblüte & das zweitausendneunhunderteinunddreißigste Gedicht

    Mai 2026 (Jahresrückblick V)

    365 Tage schon währet ihr Fight
    Für die Würde des Glaubens, für Glaubwürdigkeit:
    Kanzler Friederich Merz und der Friedenspapst Leo.
    Ihre Gläubiger-Schar singt „In excelsis Deo“ –
    Wiewohl nach einem Jahr im Amt
    Bisweilen eher sparentflammt.


  • Spätfarbene & das zweitausendneunhundertdreißigste Gedicht

    Spätfarbene & das zweitausendneunhundertdreißigste Gedicht

    Zwischen den Reparaturen

    Zwischen den Reparaturen
    Können wir einander wieder
    Wärmend in die Augen seh’n.
    Losgelöst von letzten Spuren
    Alle die durchlebten Nieder-
    lagen unsrer Zeit gesteh’n.

    Nach den Reparaturen
    Sind sich Worstcasekatastrophe
    Und das Ideal so nah.
    Gleichgültig ticken die Uhren,
    Mählich sammelt sich im Hofe
    Die In-spe-Zerstörerschar …


Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

* Costa Rica
* Hawaii
* Indien
* Japan
* Kuba
* Madagaskar
* Malaysia (Borneo)
* Marokko
* Mauritius
* Namibia
* Seychellen
* Sri Lanka


Gedichtthemen:

* Alter, Schmerz, Tod
* Autor & Schreiben
* Berg, Fluss & Tal
* Berlin
* Fahrzeuge
* Frühling
* Gebäude & Urbanes
* Geburtstag/Hochzeit
* Geld & Karriere
* Grusel
* Haus & Heimat
* Herbst
* Internet & Technik
* Kleidung
* Kindheit & Jugend
* Körperteile
* Kunst & Inbrunst
* Länder/Kontinente
* Liebe & Beziehung
* Märchen
* Mord & Totschlag
* München
* Musik & Gesang
* Ostern & Weihnacht
* Pflanzen & Natur
* Poetry Slam
* Politik
* Promis
* Regionales
* Religion & Philo
* Reisen
* Rüpeleien & Tiraden
* Schlafen
* See
* Sex & Erotik
* Sommer
* Speis & Trank
* Sport
* Städte
* Strand/Meer
* Silvester & Wechsel
* Tabak & Alkohol
* Tanzen
* Tiere
* Unsinn
* Wind & Wetter
* Winter


Best of Poetry

Ripostegedichte

Die Oscarballaden

Poetry Slam Gedichte & Videos

Poetry Slam meets Klassik

SLAMMED! – das Buch – zum Sonderpreis!

Über den Autor


Achtzeiler Alter, Tod & Abschied Autor & Schreiben Berg, Fluss & Tal Berlin Dutzendzeiler Einakter Erde Essen Fahrzeuge Feuer Gebäude & Urbanes Geld, Arbeit, Karriere Grusel Haus & Heimat Internet & Technik Kindheit & Jugend Krummzeiler Kuba Kunst & Inbrunst Körperteile Liebe und Beziehung Luft Marokko Mord & Totschlag München Pflanzen & Natur Politik Reisen Religion & Philosophie Ripostegedichte Rüpeleien Schlaf & Langeweile Sechszeiler Sex & Erotik Speis & Trank Städte Tabak & Alkohol Tiere Unsinn Vierzeiler Wasser Wind & Wetter Zehnzeiler Zweizeiler