In des Fluss Geschwapp glitzert sich das Vergnügen
Von dem faustdicken Außen der Gastronomie.
Seinem Spiegel zu lauschen, muss mir hier genügen –
Mein Dosenbier flüstert: „Du änderst dich nie …!“
„Hey, hey!“ ruf ich. „Fair bleib’n – ich schreib hier Gedichte!“
Die Teilhabe geht. Aber niemals zunichte.
Der Kehrtwendehops eines Spatzen
Wurde nie in Gedichten beschrieben.
Dennoch sind alle hopsenden Spatzen
Bei dieser Methode geblieben.
Auch widmete ihren Getippel
Kein Schreiberling je ’nen Roman.
Sie wissen trotz fehl’ndem Getippsel:
„Beileibe – wir haben’s getan!“
Und das schelmische Wiegen der Köpfchen –
Nie Stoff für’n Theaterstück?!
Upps, da hüpft grad eins aus seinen Schläppchen …!
Dann nehm ich’s natürlich zurück!
In einem Strudel der Beiläufigkeit
Bin ich majestätisch versunken.
Bin keiner der „Boah ey, wie geil’s hier ist!“ schreit,
Doch ich habe dir kräftig gewunken.
Die verstreichende Zeit gleicht dem ewigen Meer.
Und ich ahne, zu zweit schaffen wir’s nicht mehr her.
Doch wenn Moleküle sich richtig verbinden,
Wirst du dich, ich fühle das, bei mir befinden.
Der Rest unsrer Zeit ist wie jede und keine –
Zwar nie mehr zu zweit. Und doch niemals alleine.
365 Tage schon währet ihr Fight
Für die Würde des Glaubens, für Glaubwürdigkeit:
Kanzler Friederich Merz und der Friedenspapst Leo.
Ihre Gläubiger-Schar singt „In excelsis Deo“ –
Wiewohl nach einem Jahr im Amt
Bisweilen eher sparentflammt.
Zwischen den Reparaturen
Können wir einander wieder
Wärmend in die Augen seh’n.
Losgelöst von letzten Spuren
Alle die durchlebten Nieder-
lagen unsrer Zeit gesteh’n.
Nach den Reparaturen
Sind sich Worstcasekatastrophe
Und das Ideal so nah.
Gleichgültig ticken die Uhren,
Mählich sammelt sich im Hofe
Die In-spe-Zerstörerschar …
Ab hier ist Denken abgeschlossen.
Wer weiter will, wird abgeschossen!
Die wanken, zweifeln, skeptisch bleiben
Und zwischen unsern Lagern treiben –
Die sich vorm Konsequentsein zieren,
Werd’n ihre Existenz verlieren!
Es sind die Fronten dieser Tage
Vereint bei jender selben Frage:
Wie hältst du’s mit dem Treueschwur?
Wie stehst du zur Bejahung pur?
Drängt’s dich mitunter auszuscheren?
So senkt’s uns deiner zu entbehren!
Denn ab hier ist Denken abgeschlossen.
Was den Goethe bewegte zu einem Poem,
Bäumt sich auf zu ’nem handfesten Rechtschreibproblem!
Ich dachte erst, man schreibt das so:
Da stand ein Baum, der Ging k.o.
Doch ist das „G“ erst später dran –
(o. k., ein weitres steht vornan) –
Man stellt das zweite „G“ nach da,
Wo erstvermutet stand das „K“.
Dann, Schreiberling, saG: ink, go!