In einem Strudel der Beiläufigkeit
Bin ich majestätisch versunken.
Bin keiner der „Boah ey, wie geil’s hier ist!“ schreit,
Doch ich habe dir kräftig gewunken.
Die verstreichende Zeit gleicht dem ewigen Meer.
Und ich ahne, zu zweit schaffen wir’s nicht mehr her.
Doch wenn Moleküle sich richtig verbinden,
Wirst du dich, ich fühle das, bei mir befinden.
Der Rest unsrer Zeit ist wie jede und keine –
Zwar nie mehr zu zweit. Und doch niemals alleine.
Auch dort, wo die Schweiz einfach Schweiz ist,
Beginnt sich der Urlaub zu regen.
Wem Berggipfelaussicht von Reiz ist,
Komm’n Schweiz-Aufenthalte entgegen.
Manchem ist es alleine die Sorglosigkeit,
Die sich türmt in den Migros-Regalen.
Andre maulen dagegen, man müsst für die Zeit
Unter Schweizern doch sehr viel bezahlen.
Doch das saftige Grün, die Türkiskraft der Seen –
Sie lassen ein wohliges Prickeln entsteh’n
Wie ein testend Beschnuppern der Sorglosigkeit.
Auf der wärmeren Seite der Berge
Leuchtet Hügeligkeit mir so ein.
Hierzuorts spricht das Volk oft vom Sporteln –
Aber da sag ich inbrünstig Nein!
Auf der wärmeren Seite der Berge
Hat die Techniktextilie einfach keine Funktion.
Ich mag Sonne mit nackter Empfängnis begrüßen,
Nicht als Faktor des Tagessolls Peaksubtraktion.
Collodi und Goldoni,
Kolonastik em pom pie,
Tre pizze Quattro Stagioni,
Limoncellomelodie
Und multipulti emozioni,
Monokulti Frau Meloni –
Italien, Italien …
I mag und mal di mal so hin!
Ja, natürlich muss Italien es forsch übertreiben:
Mir sein Licht unters oberste Nasenloch reiben
Nebst der bunkerverbauten Kartoffeligkeit –
Mein von Ordnungsgehorsam geerntetes Leid
An den Provokationen der offenen Chancen!
Und wie immer macht Lebensgenuss mir Avancen.
Doch ich mich verschließen, an Heimatstolz binden
Diese Weisheit, mein Deutschsein so scheiße zu finden.