Verse für die Sanguiniker, denen man Luft, Frühling, Morgen, Kindheit zuordnet.
Die unbeschwert lustigen, formverliebt selbstgenügsamen Gedichte.
Hort der Sprachspiele und Massenalliterationen.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Wasser oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!
Baden-Baden. Ein Ortsname, der mir Wunsch und Befehl zugleich ist. Mit Gruß aus der Therme.
Durch Schaden wird man bad
Es war Schaden-Schaden einst Tauchparadies
Bevor man auch hier auf die Brauchwasser stieß
Die in der Welt der Unklarheiten
Gemeinhin sich recht schnell verbreiten
Drum bat denn die Stadt einen bartlosen Barden
Für sie den Schaden auszubaden
So kam, dass, als er die Stadt dann verließ
Sie nassforsch Baden-Baden hieß
Die Vokale des Substantivs Saaleaue
Zählte dereinst König Volker, der Schlaue
Mit den Mitteln von heut erscheint dies fast banal
Doch nach wie vor gilt die ermittelte Zahl
Als früher Beweis des menschlichen Geistes
Dem, was er zu leisten imstande sei – heißt es
Doch war Volker bewusst, was er so kontemplativ tat?
Allzu viel zu dem Punkt ist ja nicht überliefert
Nur ein Zählholz ist uns – samt sechs Kerben – geblieben
Von dem man sich sagt, es gab ursprünglich sieben
Dass Glatzköpfigkeit nie ohne Faschokonnotation auskommt – dabei würde ich das gerade in diesem Text ausblenden wollen. Denn Chemnitz ist vor allem Pinguinstadt.
In Chemnitz
In Chemnitz gibt es nichts zu kämmen
Wer würde dort auch viel erwarten?
Denn gut rasierte Schädel-Bemmen
Die halten nix von Kammsportarten
Tourstationen, die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, wo man aber schon zu oft war, um bei Nieselregen Aufbruchstimmung zu wittern. Salzburg ohne Mozartkugeln und weitere Spaziergänge wieder verlassen. Man beachte die Burgenähnlichkeit zum Vortag.
Die Probefahrt
Als ich in meinem Salzburgsarg
Heut Mittag mal zur Probe lag
Ging mit dem Ding gen Holzdirsorg
Mein Eigentlich aus Wollzdirborg