Wir sehen vom Run-Punkt der hektischen Maus
Selbst voll unter Stress eher lahmarschig aus.
Und steh’n wir mal ausgebremst hupend im Stau,
Ist’s nur eine Szene der Zeitlupenshow,
In der sich das Leben und Wirken slow abspielt,
Auf die selbst ein Nagetier neidlos herabschielt:
„Wie, das soll die Krönung der Erdschöpfung sein!?“,
Piepst’s höhnend vom Mausbau. „Da schlaf ich ja ein!
Soll’n wir die hier jetzt anschieben? Wie ist der Plan?
Erlöst diese Sippschaft vom Größenwahn,
Dass man sich an der Würde der Gralstempel misst,
Ohne jedes Gespür, was Normaltempo ist!“
Schon wieder verpasst, diese Stadt zu erobern.
So viel an Optionen – und alle verpasst.
Und müßig scheint’s, hier nun groß auszubaldowern,
Warum du dich nun wohl für welch Schritte hasst.
Die Stadt liegt hier willig, mit allen Optionen –
Und sie alle wär’n volksnah zu fassen gewesen!
Du merkst, du wirst nicht mehr sehr lang in ihr wohnen,
Und sie lässt sich bereits als Vergangene lesen.
Allzu leicht schiebt sich nun alle Schuld auf die Stadt –
Anstatt selbst was zu tun, war ich lustlos und matt
Und wohl einfach vom Wesen her immer zu spät.
Natürlich geht das so in Ord-
nung! Obschon ich vorhatte:
Ich lege die Latte
Nicht niedriger als auf „Optimal“.
Vermutlich brech ich grad mein Wort –
Gezwungenermaßen –
Die Umstände saßen
Nicht lang auf dem Pferd „Ideal“.
Verständlich nennst du das mein „Scheitern“ –
Längst sing ich’s „Ach, hätt’ich …!“ im Chor.
Doch an Fehltreppchen mich zu erheitern,
Ist meines Versagens Komfort!
Japan strahlt, dann ist man’s über,
Manches darbt und viel ist drüber,
So viel Feinheit, doch auch Grobes,
Kritisch bleiben, voll des Lobes,
Fremd wird manche Tiefe bleiben,
Höhenangst vorm Zu-Doll-Treiben.
Und umfassend bricht Vieles alle Rekorde,
Unfassbar klein ist die Panik der Horde.
Und ja, am Ende war es der Strand,
Der mich mit dem Land verband.
Ich kam vom entferntesten Sonstwo hierher
Und doch bloß getrennt durch das einende Meer.
Bin ganz ohne Arg unter die Wölfe gegangen,
Von denen mich Zwölfe vom Sarg aus ansprangen.
Gegen Vierenundzwanzig musst ich mich noch wehren,
Mit Sechsenunddreißig mich schließlich vermehren.
Von Achtenundvierzig hab ich’s Heulen gelernt
Und mit Sechzig den Rest meines Menschseins verlernt.
Wie Wölfe, kommt so viel Veränd’rung im Dutzend
Und wird dich aus Angst und Bequemlichkeit catchen.
Nur will ich, das niemals Bestellte doch nutzend,
Zumindest meine Zähne fletschen …