Ich wüsste gerne so viel mehr
Von so und so viel Dingen!
Doch wo bekomm ich Wissen her?
Man kann’s ja nicht erzwingen.
Nun, unser Dasein ist begrenzt
Von Sinn und Lebensjahren.
Doch manches Pfiffiküsschen glänzt –
Scheint alles zu erfahren …
Ach, könnte ich vorm Grauen Star
Die Nachtigall erkennen,
Am Blatt und an der Rinde Ma-
serung ’nen Baum benennen!
Ach, wüsste ich vom 30jährigen Krieg
Doch mehr als dessen Dauer!
Und mit einem My aus dem Reich der Physik
Wär ich bedeutend schlauer …
Wenn ich dereinst final verderb,
So hätt ich mein Dasein, das damit dann endet,
Zumindest in puncto Wissenserwerb
In vielerlei Hinsicht doch vollends verschwendet!
Und auch diese Woche rast dahin … –
Schon Mittwoch, da grade erst Wochenend war!
Der nahende Freitag beschwört ein WinWin –
Das übliche „Schmied schon mal Pläne!“-Blabla.
Denn auch dieses Weekend wird sinnlos sein –
Zu viel freie Zeit bei geschlossenen Läden.
Für das bisschen an Einladung mach ich mich fein –
Im Kalendertief zieht mein Verfall seine Fäden …
Simple Schönheit ernährt sich meistatemberaubend –
Du entgegnest „natürlich“, das Adjektiv meinend.
Nur: Was hier selbstverständlich ist, nähert sich glaubend –
Den Beschreibungen weit’res Erfassen verneinend.
Wenn ich in meinem Leib geh
Des Winters um den Eibsee
Und dessen Wasser Reinheit
Nach „Scheiß drauf, jetzt geht’s rein!“ schreit,
Mahnt grimm des nahen Eises Schicht:
„Ich ahne Schlimmstes – nice wird’s nicht!“
Ich werde behalten: Du warst Schuster,
In meinem Kosmos der Schuster der Welt.
Es war deine Werkstatt stets maximal duster
Und alles von raschen Maschinen umstellt.
Es schien niemand den richtigen Preis zu bezahlen,
Als sei die Arbeit Lohn genug
Von denen, die dich gerne weiterempfahlen
Als Mitwisser am Selbstbetrug.
Ich hoffe, die Rechnung ging letzten End’s auf
Durchs probate Spendieren von Runden.
Wer so gewichtet, zahlt vermutlich nicht drauf,
Hat bereits unsre Zeit überwunden.
Die Tür deiner Werkstatt fiel längst schon ins Schloss –
Ein Verlust, der, so hoffe ich, irgend’nen Gott schert.
Schon seltsam, wohin all die Zeit seither floss …
Und die großen Maschinen beziffert ihr Schrottwert.
Du bettelst so geduldig
Um die Krumen meiner Milde.
Ich fühl mich reich wie schuldig,
Doch bin schildmäßig im Bilde,
Dass das Füttern der Vögel voll schädlich ist
Und keinesfalls uns gnädlich misst.
Das letzte Wiegen deines Kopfes
Hat mich dann doch noch umgestimmt:
Dies Brez’nstück nun nimm und stopf es
Hinein in dich Wesen, das so gut getrimmt
Bestätigung erfahren sollte!