Niedersachsen fragen Seealpenleute:
„Ciao, sachtma, wie war denn dat Wetter so heute?“
„Schön zum Skifahren war’s und auch zum Baden!
Ja, wir war’n noch am Strand nach’m Sessellift –
Und vergaßen glatt, Euch einzuladen …
Sowas merkt man ja erst, wenn man sich später trifft,
Auch, wie schnell man gewöhnt sich ans Hochgefühl,
Dass man nicht täglich stöhnt: ‚Heute wird’s wieder kühl‘.“
Nun, dafür können Niedersachsen
Weil am Tiefpunkt, nur noch wachsen.
Und versuch ich auch forsch voranzuschreiten,
Ein erster Blick wendet schon um …
Das Verdrängen muss sich ein Vergessen erfighten!
Das klappt bereits jetzt nicht mehr. Dumm.
In Alte-Männer-Leibern kompostieren all die Jahre
Stumm ertrag’ner Zumutungen, ausgefall’ner Haare …
Ich werd niemals die Ruhe finden,
Den erblüh’nden Balkon zu genießen
Und meiner Privilegien Rinden
Mit Nahrhaftigkeit zu begießen.
Ich werd wie gewohnt weiter Tanzflächen mähen –
Den Besitzanspruch lass ich verprickeln,
Lausch nachsichtig trendigem Vorwürfe-Blähen,
Begnüg und vergnüg mich mit Halmebefrickeln.
Ich hab der Bundesgartenschau
Kein Blühen vorzuwerfen,
Doch nachts sympathisier ich mit
Der Wühlmaus und den Kerfen,
Dass sie das Rabiate
In der Beetversorgung pflegen,
Und das baldige Umbruch androhende Knistern
Mit galantem „Nein, ich bin dagegen!“ –
Derweil heg ich mein Pflanzgefäß und was ich dort vollbracht
Im Privilegienpflegemodus, möglichst leis und sacht.
Beim Weltuntergang sich mit Gedichten befassen?
Als gäb’s keine weit’ren Probleme …!
Ich weiß – doch ich kann halt von Versen nicht lassen,
Denk immerzu nur an Poeme!
Im Todeskampf fortwährend Reime zu suchen?
Als zählten alleine Gedichte!
Der Krebs will all meine Gedärme verfluchen –
Da ich ihm von Goethen berichte …
Mit Zahnschmerzen sich durch Metaphernrausch träumen?
Als schwiege des Eiterherds Pochen
Dank Zutrittsverbotes von lyrischen Räumen
Und Karies säh ab vom Durchlochen!
Nun, habe ich Verse – vor was wär mir bang?
Was könnte Euterpes Glück schrecken?
Nicht Zahnschmerzen, Krebs oder Weltuntergang
Sind fähig, Gefühle zu wecken.
Das Schlössl Salonlied Einstiegssong zur neuen Show im Pelkovenschlössl
Hast Du von dieser Show in Moosach schon gehört?
(sofern dich nicht bereits der Stadtteilname stört …)
Die hol’n da Leute ran, die sind scheinbar bekannt
In München-City und im Rest vom Bayernland.
Natürlich bleibt dennoch die Frage: Lohnt es sich?
Die Pichler sagt mir was – der Klötgen eher nich‘.
Unter der Woche fahr ich nicht so gern weit raus.
Ich kenn‘ kein’n, der dort wohnt, wie seh’n die da aus?
Hallo – Willkomm’n – hier im Schlössl Salon!
Ist hier irgendjemand adlig?
Naja, irg’ndwie schon.
Da Ihn’n fürstlich serviert wird
Ein feudale Freuden befeuerndes Abendprogramm.