Machbares Ziel
Weil Hinterlassenschaften
An Schaft und Hintern haften
Muss ich mich öfter kratzen
Drum will die Stinkebatzen
Ich irgendwann entfernen
Doch das muss ich erst lernen
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten
Jedem Körperteil sein Gedicht …

Machbares Ziel
Weil Hinterlassenschaften
An Schaft und Hintern haften
Muss ich mich öfter kratzen
Drum will die Stinkebatzen
Ich irgendwann entfernen
Doch das muss ich erst lernen

Die Büste (Arm an Beinen)
Der eher kleine
Heinrich Heine
Steht als Büste ohne Beine
Da
Müsste ohne Sockel schweben
Oder aber
Angedockt
Fersennah am Boden kleben
Hoffend, dass wer niederhockt
Zwar
Mein‘ ich, dass das jeder täte
Wenn der Heinrich darum bäte
So jedoch ist’s gar nicht nötig
Durch den Sockeldienst erhöht sich
Quasi wie von ganz alleine
Beinbefreit
Der Heinrich Heine

’s wird …
… manchen Mönchen in München
Ihr Menschsein gewahr,
Wenn Dein Mündchen
Ihr’n Männchen im Mondschein zu nah!

Vera(ten), aber nicht verkauft
Vera, du warst wundervoll!
Die wahre Queen of Lock’n’Roll
Es frohlockte ehrlich Haar
Unter dem’s so hairlich war …
Weh, vorbei ist diese Ära
Nimm es locker, liebe Vera!

Neue Riesen
Ich wäre gerne etwas größer
Etwa dreißig, vierzig Meter
Ein literweise Angsteinflößer
Und In-Grund-und-Boden-Treter
Ich rächte hervor aus der schmächtigen Masse
Der lächelnde Größte in jedweder Klasse
„Aber dann, aber dann
Keep cool, ey Mann
Reicht’s auch, nur zwei Meter größer zu sein!
Schon dann käm dir keiner der anderen nah!“
Korrekt. Jedoch ließ sich in lediglich zwein
Nicht ähnlich verdrängen, was ich bislang war

Nach dem Kneippbad
Oh, Frotteezottel, trockne meine
Spindeldürren Stolperbeine
Bürste sie mit gnadenreichen
Windelweichen Wadenstreichen
Göttergleicher Walkfrottier
Es frohlockt und wallt in mir:
Ach, Feuchteverscheucher – lass dich nicht lang locken
Mache meine Beine trocken!

Die Zehennagelkante
Meine Zehennagelkante
Ist ’ne ferne Anverwandte
Derer habe ich gleich zehn
Hab sie alle mal geseh’n
Sind die Nägel mir zu lang
Kapp ich sie auf Neuanfang
Schnipp-schnapp-ab – schnell abgefertigt
Werf ich alle in den Kehricht
So entstehen
An den Zehen
Statt der ollen, nun verbannten
Tolle neue Nagelkanten

Wer kann, der kann (Gebissewissen 1)
Es ist das Gebiss von dir, Säbelzahntiger
Gewiss ein vortrefflicher Baby-Verbieger!

Wieder einmal beginne ich die Gedicht-Woche mit einem Ripostegedicht, das sich die Zuschauer meiner Lesebühne Poetry & Parade gewünscht haben. Diesmal eine erotischer Remix von Annette von Droste-Hülshoffs „Der Knabe im Moor“.
Das Knabbern am Ohr
O kau ich dir am Ohr, ist’s schön,
Wenn es knistert im Speichelschaume,
Schlucklaute über dein Trommelfell dröh’n
Und die Zunge entspringt ihrem Zaume,
Unter jedem Schleck ein Quellchen springt,
Wenn’s rund um dein Ohrläppchen zischt und singt,
O kau ich dir am Ohr, ist’s schön,
Wenn ein Röhren flüstert vom Gaume‘!
Fast hold vor Liebe, erzittert das Kind;
Nun trennt es vom reinen Behage
Die Frage, wie ehrlich die Absichten sind –
Hat das Schleckermaul nicht eine Raubtiervisage?
Hat denn jemals gebändigt das Menschengeschlecht
Jenen Trieb, für den meistens ein Beutetier blecht?
„Duhu …bist sicher nicht bissreflexblind?!
Nicht schlucken! Nur knabbern und nagen!“
Vom Kiefer starret Gestumpf hervor,
Das heimlich giert nach Gehöre,
Als Knabberei verschwand manch Ohr
Durch Riesenhungers Begehre;
Und wie fies es tief im Rachen spricht:
„Ohrmuscheln sind mein Leibgericht!“
Da bleckt der Backenzähnechor,
Da späht die Speiseröhre!
„Ohr dran, Ohr dran!“ so wimmert es laut,
„Ohr dran – ach, ich will doch noch hören!
Mit wenig Genuss wird solch Knorpel verdaut,
Sein Fleisch will kein Mund gern verzehren!“
Erst lippengebändigt, hebt sich das Visier;
Da blitzt des Schneidezahns Ungetier,
Das in diebischer Absicht den Ohrrand bekaut –
Der will noch Papillen betören!
Da birst’s im Ohr, den Löffel zerrt’s
Herein in die klaffende Höhle;
Schon rutscht’s vom Zahndamm magenwärts:
„Ho, ho, hinein in die Kehle!“
Der Knabberer schlingt wie im rohen Wahn;
Wehrhaft trutzt das Kind dem nahen Zahn,
So befreit es die Kraft des sich sperrenden Pferds
Und gewährt, dass kein Ohr an ihm fehle.
Da endlich Grunz-Erotik wich
Der bübischen Zärtlichkeits Weide,
Die Leidenschaft stimmt heimelig,
Der Knabberer steckt in der Scheide.
Tief atmet er auf, zum Ohr zurück
Doch dorthin zieht’s ihn echt kein Stück:
Denn am Gehör schmeckt’s fürchterlich,
Und schaurig war’s für sie beide!!

Überdurchschnittlich
Für diese Frise, Herr Frisör
Beförd’re i ‚Se zum Fri-Sir!
– Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)
– Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:
* Costa Rica
* Hawaii
* Indien
* Japan
* Kuba
* Madagaskar
* Malaysia (Borneo)
* Marokko
* Mauritius
* Namibia
* Seychellen
* Sri Lanka
– Gedichtthemen:
* Alter, Schmerz, Tod
* Autor & Schreiben
* Berg, Fluss & Tal
* Berlin
* Fahrzeuge
* Frühling
* Gebäude & Urbanes
* Geburtstag/Hochzeit
* Geld & Karriere
* Grusel
* Haus & Heimat
* Herbst
* Internet & Technik
* Kleidung
* Kindheit & Jugend
* Körperteile
* Kunst & Inbrunst
* Länder/Kontinente
* Liebe & Beziehung
* Märchen
* Mord & Totschlag
* München
* Musik & Gesang
* Ostern & Weihnacht
* Pflanzen & Natur
* Poetry Slam
* Politik
* Promis
* Regionales
* Religion & Philo
* Reisen
* Rüpeleien & Tiraden
* Schlafen
* See
* Sex & Erotik
* Sommer
* Speis & Trank
* Sport
* Städte
* Strand/Meer
* Silvester & Wechsel
* Tabak & Alkohol
* Tanzen
* Tiere
* Unsinn
* Wind & Wetter
* Winter
SLAMMED! – das Buch – zum Sonderpreis!
Achtzeiler Alter, Tod & Abschied Autor & Schreiben Berg, Fluss & Tal Berlin Dutzendzeiler Einakter Erde Essen Fahrzeuge Feuer Gebäude & Urbanes Geld, Arbeit, Karriere Grusel Haus & Heimat Internet & Technik Kindheit & Jugend Krummzeiler Kuba Kunst & Inbrunst Körperteile Liebe und Beziehung Luft Marokko Mord & Totschlag München Pflanzen & Natur Politik Reisen Religion & Philosophie Ripostegedichte Rüpeleien Schlaf & Langeweile Sechszeiler Sex & Erotik Speis & Trank Städte Tabak & Alkohol Tiere Unsinn Vierzeiler Wasser Wind & Wetter Zehnzeiler Zweizeiler