Aus der von kleinen Teilen der Bevölkerung durchaus geliebten Serie der Münchner Unzuchtverse.
Das Deutsche Museum (sehr interessant!)
Das Deutsche Museum ist sehr interessant.
Zwölf Penisattrappen häng’n dort an der Wand.
Mei‘ Frau hätt‘ den Hoeneß so fast net erkannt!
Ja, das Deutsche Museum ist sehr interessant.
Dass Glatzköpfigkeit nie ohne Faschokonnotation auskommt – dabei würde ich das gerade in diesem Text ausblenden wollen. Denn Chemnitz ist vor allem Pinguinstadt.
In Chemnitz
In Chemnitz gibt es nichts zu kämmen
Wer würde dort auch viel erwarten?
Denn gut rasierte Schädel-Bemmen
Die halten nix von Kammsportarten
Am zweiten Skitag die Hörner abgefahren – Rhiner- und Jakobshorn. Und dabei mich selbst entdeckt.
Skilhouette
Ich hab mich grad in meinen Schatten verliebt
Den Bodenstrich rückwärtig wärmender Sonne
Samt Schnee der vom schneeigen Grunde aufstiebt
Im Schwung der beschwingenden Skigleiterwonne
Und tänzelnd entgrenztem Geschwindigkeitsmelken
Da im Off aller Grazie die Snowboarder welken
Da hab ich mich in meinen Schatten verliebt
Der folgsam sich vor mir wie von mir sich schiebt
Ich werd‘ jetzt mit noch höh’rem Tempo ihn nerven
„Ej, geht’s noch da hinten?! Ich muss mich erst werfen!“
So langsam haben sich meine hawaiigebräunten, ostseekältegeröteten Füße wieder auf eine normal durchblutete Farbe eingependelt. Eventuell hat es diese Kombi so noch gar nie gegeben: Füße, die innert 14 Tage in Maui und Graal-Müritz im Meerwasser badeten. Aber da es immer wen gibt, der Derartiges schon viel krasser durchlebt hat, das folgende Gedicht:
Der Mann mit den kältesten Füßen der Welt
Kommen Sie und schauen Sie: Dies
Sind die kältesten Füße der Welt!
Auch wenn diesbezüglich zum Proteste
Der Rat unsrer Ältesten bellt:
„Die Quanten soll’n kalt sein? Pah, nicht mal entfernt!
Wir haben noch Frost zu ertragen gelernt!“
Ich verneige in Scham mich. Mit respektvollen Grüßen,