Das schaffst du
Man sagt, dass man an seinen Aufgaben wächst
Und vom Lernprozess dreh’n die Propeller …!
Doch trotz deren Rotation hebt man nicht ab,
Denn die Aufgaben wachsen noch schneller.
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten
Verse für die Melancholiker, denen man Erde, Herbst, Abend, Erwachsenenalter zuordnet.
Die besinnlichen und leisen Gedichte.
Von Aphorismen bis zur Vanitasdichtung.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

Das schaffst du
Man sagt, dass man an seinen Aufgaben wächst
Und vom Lernprozess dreh’n die Propeller …!
Doch trotz deren Rotation hebt man nicht ab,
Denn die Aufgaben wachsen noch schneller.

Alte Form zum neuen Jahr
Wir schlittern durch mittlere Jahre des Scheiterns,
Der Trott schlägt die Pläne des Fahrspurerweiterns.
Ja, wenn wir so wandel- und lernfähig wären –
Hätt’s nicht längst Beweise gegeben?
Das Immergleich prägt unsrer Spielräume Sphären,
Wir bleiben derweil in den Startblöcken kleben.
Was wünschen wir folglich uns fürs neue Jahr?
Möglichst viel von dem Zustand, der früher mal war.

Abendspaziergang in der City
Schon wieder verpasst, diese Stadt zu erobern.
So viel an Optionen – und alle verpasst.
Und müßig scheint’s, hier nun groß auszubaldowern,
Warum du dich nun wohl für welch Schritte hasst.
Die Stadt liegt hier willig, mit allen Optionen –
Und sie alle wär’n volksnah zu fassen gewesen!
Du merkst, du wirst nicht mehr sehr lang in ihr wohnen,
Und sie lässt sich bereits als Vergangene lesen.
Allzu leicht schiebt sich nun alle Schuld auf die Stadt –
Anstatt selbst was zu tun, war ich lustlos und matt
Und wohl einfach vom Wesen her immer zu spät.
Ich blieb ob meiner Chancen ein Analphabet.

Mit zehn (Spiel nicht mit den Schmuddelkindern)
Mit zehn hat sich für dich ’ne neue Schulform einentschieden –
Sie schert dich aus dem Kreuz und Quer. Wärst du doch neun geblieben
Und hätt’st ’nen Einser weniger fürs Zeugnisblatt geschrieben!
Dann hätt’st du einen Abschied von der alten Gang vermieden.
Von jetzt ab geht es nur bergauf – und immer gleichgesinnter!
Beinah‘ hätt’st du das Parallele in der Welt vergessen
Und alles an dem Allen gleichen Kammerton gemessen!
Doch bahnt sich dein Kulissenblick ins Ahnen vom Dahinter …

Zehn Jahre
Zehn Jahre einer Szene nun dein gutes Bye gesagt,
Zehn Jahre den Erfolg der Unternehmung hinterfragt.
Zehn Jahre steh’n dir nicht mehr zu für etwas zu verprassen.
Zehn Jahre warn’s und jetzt gib Ruh! Was meinste?
Könnte passen.

Im Abgang
Das Jahr ist jetzt wohl leergeschrieben,
Drei Worte sind allein verblieben,
Die mag ich nicht mehr schreiben.
Die könnt‘ ich, sollte jemand fragen,
Bis einschließlich Silvester sagen,
Doch will’s nicht übertreiben!

Toxoplasma im Backstage (Gedichtrezension)
Nun mit so vielen Jahren Verspätung
Dann doch Toxoplasma geseh’n.
Ich erflehte mir damals das sehr jung,
Nur ist es halt niemals gescheh’n.
Vor der Zeche hab ich einst das Geld mir erschnorrt –
Doch dann hieß es, sie sei’n schon vorbei.
Heut bin ich viel knapper – mit Fahrschein! – vor Ort,
Hab ein Online-Ticket für zwei:
Der eine strahlt feist voll „Ich kann’s mir jetzt leisten!“,
Der andre sein zierlicher Ahne.
Es standen Spalier in solch Paaren die meisten
Nach 40 Jahr‘ reifendem Plane.
Hab nach all der Zeit heut Toxoplasma geseh’n
Und „Asozial“ gesungen.
Für dich mag dies schal Museales umweh’n.
Für mich hat’s wie gestern geklungen.

Jahresabschlussgedanke
Man ist ja schon dankbar, nach all den Eklats,
Obwohl manch Hoffnung arg versandet,
Wenn man zum Ablauf dieses Jahrs
Nicht nochmals weiter hinten landet.

Erhält sich/erhellt dich
Dass im Tode neues Leben steckt,
Wird oft gesagt, doch ich entdeckt-
-e: „Nö. Was stimmt, ist: Weg ist weg.
Treue Hoffnung erhält sich aus eigenem Zweck.

Die feinen Unterschiede der Fastfood-Beobachtug
So gleicht ein Vogelfutterhäuschen
Auch einem Kettenschnellimbiss!
Man macht ein kurzdosiertes Päuschen
Und futtert ohne Hindernis.
Die Sauberkeit ist niederränglich,
Die Auswahl recht vorhersehbar,
Die Tischgemeinschaft unverfänglich,
Der Landeplatz bestechend nah.
Ich sättige mich voyeuristisch:
Seh Meisen, freu mich über sie!
Dass ich aus Hektik so viel Glück fisch,
Verspür ich vorm McDonald’s nie.
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