Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

Unsinn

Denn manchmal treibt uns die Freude am Laut zu puren Unsinn …


  • Falkensee & das hundertsiebenundzwanzigste Gedicht

    Silhouette am Bahnhof Falkensee

    Nach dem Abflug um 6:30 Uhr von Helsinki Zwischenstopp und Auftritt in Falkensee. Weiter ging es dann nach Essen. Zum Auftritt. Und um zwei Uhr auf den Zug gen München, wo ich um 8 Uhr eintraf. Einer 24Stunden-Reportage würdig.

    In Falkensee

    Ob ich nun nackt im Balkan steh‘
    Ein Schaf anpack‘ in Falkensee
    Bei ’ner Attacke Hulk anfleh‘
    ‚Ne Kalkwand wacker schwarz bestreiche –
    Es ist am Ende eh das Gleiche!

    Da hör‘ ich euch den Einwand schrei’n:
    „Das kann doch nicht das Gleiche sein!?“

    Nun, wenn ich da noch etwas einschränken darf:
    Nichts war so weich wie das Fell von dem Schaf


  • Helsinki & das hundertundsiebzehnte Gedicht

    Helsinki

    Nächste Tour-Station Helsinki. Das Wetter ist überragend gut, so dass die Gedichte zunächst zurückstehen müssen. Bestes Beispiel:

    Tintenkiillia

    Hell’s Inki löscht alle Spuren der Frommen
    Und ist bei den Heavies grad ganz schwer im Kommen


  • Lorelei & das dreiundneunzigste Gedicht

    Lorelei

    Auf der Rückfahrt von Koblenz, aus dem Zug heraus: die olle Lorelei.

    Romantischer Abzählvers (für Kinder ab vier Jahren)

    Lore, leih mir kurz dein Ohr
    Und ein Stück vom Ofenrohr
    Irgendwann läuft’s drauf hinaus
    Du gehörlos, Ofen aus


  • Gondeln & das achtundvierzigste Gedicht

    Davos Parsenn

    Ja, kein Kommentar. Manche Dinge müssen geschrieben werden. Da ist das Foto Vater des Gedichts.

    Gondola für Gundula (oder so ähnlich)

    Bin Gondel gefahren – schon in Venedig
    In Seilbahngondeln hing in Höh’n ich
    Und gondelte im Riesenrad
    Ein Gondel ist’s, den ich dir brat‘

    Ach Quatsch, nee – Gockel hieß das Tier
    Ja, Gundula, den brat‘ ich dir!


  • Davos & das sechsundvierzigste Gedicht

    Zentrum Haus Davos

    Der Ausblick von meinem Balkon im umgebauten Sanatorium. Hier lagen früher fünf gut eingepackte Lungenkranke. Urform des Wellnessurlaubs.

    Zu spät

    In dem Heim für Lungenkranke
    Fand ich eine Zungenschranke
    „Eine was?“ hör ich euch fragen

    Tja, schon kann ich’s nicht mehr sagen …!


  • Aachen & das neununddreißigste Gedicht

    Aachner Karneval

    Dem viertältesten Slam in der westlichsten Stadt nach allzu langer Zeit wieder einen Besuch abgestattet. Natürlich gilt auch hier: der letzte. Nach diesem doch etwas arg läppisch geratenen Gedicht aber wohl auch anzuraten:

    Nach Aachen (Klärende Nachfrage an den Fuhrpark/Was der Kahn kann)

    Nach Aachen – ach, Nachen!
    Ach, Nachen
    Sach‘ an
    Ob man das
    Mit dir
    Machen kann


  • Vereinsheim & das vierunddreißigste Gedicht

    Rathaus München

    Auch wenn sich in diesem Jahr der Luxus zweier auftrittsfreier Tage zu etwas Lebensnotwendigen entwickeln wird, liebäugele ich mit einem Spontanauftritt heute Abend bei Blickpunkt Spot. Im stets beliebäugelungswerten Vereinsheim Schwabing. Wie das wohl ausgeht?

    Zumündest

    Du, München, wärst so gern wie Mün
    Weil der so groß und mächtig ist?

    Vergiss nicht, dass du ümmerhün
    Zumindest schon mal mündig bist!


  • Aloha & das achte Gedicht

    Waimea Beach

    Es gibt diese Auftrittsorte, zu denen man etwas lieber anreist als zu anderen. Und das ist nicht einmal immer die Schuld jener anderen Orte. Handtuch ausbreiten, Spontangedicht schreiben.

    Lässige, highnesslessige Eilande & das Hai-Life

    Trotz Haiwarnung war heut Hawaii
    Wie weiland weitgeh’nd heilandfrei


  • Vorbereitungen für den ersten Auftritt & das sechste Gedicht

    The Bean Chicago

    Frage: Finde ich in Chicago noch ein Bühnenoutfit für meine Tour? Antwort: Geh shoppen, Dichter! Und lass ein Spontangedicht hören:

    Chi-Chi in Chi

    War der Dog von Doc Schiwago
    Ein Chihuahua aus Chicago?

    Da gohen die Chilenen –
    Frag einfach ein’n von denen!


  • Ausritt von Köln & das dritte Gedicht

    Rheinbrücke Köln

    Warum hat eine Stadt wie Köln diese idiotischen Computerstimmen-Haltestellenansagen in seinen Öffis? Die habe ich das letzte Mal in Dachau gehört und die Theorie entwickelt, dass sich die Entwickler solcher vollends gescheiterten Technologien vor allen an die willensschwachen Kämmerer unserer Kleinststädte heranmachen, um ihren Mumpitz als zukunftsweisend zu verschachern. Aber Köln sollte sich doch zu fein sein, einen Multimedia-Krämer überhaupt nur in Rathausnähe zu dulden. Der Deal muss wohl in einer willensschwachen Zeit zustande gekommen sein. Ich tippe auf irgendwas mit Karneval. Und hinterlasse flott dieses Spontangedicht:

    CMB/AC/DC (Dom vs. Strom)

    Wenn Greisinnen die Kohl’n hol’n,
    Die Terrier beim Kraul’n howl’n,
    Vorm Stadion die Cool’n hool’n,
    Der’n Wunden nach dem Keil’n heil’n,

    So möchte ich in Kölns Höll’n
    Gleich Angus Young Hells Bells böll’n.


Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


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