Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Allgemein


  • Alte Brücke & das eintausendeinhundertfünfzehnte Gedicht

    Alte Aarebrücke von Olten

    Brücken bei Nacht

    Es ist nicht zu erkennen,
    Was wir grad überwinden,
    Wo sich die Ufer trennen
    Und wo wir uns befinden.

    Wir sind im Darüberstrom kanalisiert,
    Erhöht vom massiven Vertrauen.

    So wundre dich nicht, dass dein Wunsch irritiert,
    Mal einmal nach unten zu schauen …!


  • Chur & das eintausendeinhundertvierzehnte Gedicht

    Blick auf Chur

    Bad Chur

    Die Ur-Stadt Chur trägt das C-H
    Der Confoederatio Helvetica
    Nicht nur, weil Chur dort erste Stadt.

    Trüg Chur ein K statt dem C-H
    (auf Schwyzertütsch recht aussprechnah),
    Wär Chur den Kurenden ein Bad.

    Nur so wurd‘ Chur zur huere Stadt!


  • Wandern & das eintausendeinhundertdreizehnte Gedicht

    Auf der hohen Promenade in Davos

    Kamin Home

    Wenn in der Kamine Nähe
    Ich in Schneeweh’n Runden drehe,
    Wähne ich mich unverwundbar!

    Gibt’s beim Minusgraddurchzieh’n
    Grade aber koa Kamin,
    Bin sogleich a Leich‘ i und starr …


  • Hohe Promenade & das eintausendeinhundertzwölfte Gedicht

    Auf der hohen Promenade in Davos

    Vom Damenurin

    Der Damen indifferent schwallendes Strullen
    Beschämt alles strahlharte Pissen.

    Der Götter Genie formte jene Schatullen!
    Darinnen bewahrt: all ihr Wissen.


  • St. Theodul & das eintausendeinhundertelfte Gedicht

    St. Theodul in Davos Dorf

    Crossover-Riposte zu „Der Tantenmörder“ von Frank Wedekind und „Der Zauberer Korinthe“ von James Krüss.

    Der Krüss’sche Tantenmörder

    Es hatte Herr Frank Wedekind
    VerWie?-, VerWo?, Verwandte –
    Doch dezimierte deren Zahl
    Sein Raubmord an der Tante.

    Die alte Dame war ja schon
    Ganz schwi-, ganz schwa-, ganz schwächlich!
    Dass dennoch ihr am Leben lag,
    War hier dann nebensächlich.

    Denn insgeheim war diese Frau
    VerMuh!, verMäh!, vermögend.
    Und ihr Geschnaufe in der Nacht
    War einfach nervensögend!

    Da schlachtete der Fränkieboy
    Die Ton-, die Tun-, die Tante
    Und hieb so tief in ihren Leib,
    Dass sie massivst entspannte.

    Ins schwache Fleisch der Neffe stieß
    Sein Muss, sein miss-, sein Messer
    Und dachte dabei mitleidslos:
    „Nun geht’s doch allen besser!“

    Des Leichnams Schwere zerrt‘ er in
    Den Kill!, den kal-, den Keller.
    Vom Tiefgang ähnlich wie ein Grab –
    Nur geht es so viel schneller!

    Ja, so beerbt man vor der Zeit
    VerWie?-, VerWo?, Verwandte:
    Man taucht ganz einfach seinen Dolch
    Ins Bauchfleisch einer Tante.

    Und wenn ihr mich verurteil’n wollt,
    Herr Ruch, Herr Rach-, Herr Richter,
    Legt bei der Strophe Versmaß an –
    Ich bin doch nur ein Dichter!


  • Begleitung & das eintausendeinhundertzehnte Gedicht

    Eichhörnchen in Davos

    Mein Hier (Auf der hohen Promenade zu Davos)

    Die hohe Promenade ist mein
    Saft’ges Winterwonderland –
    Hier atme ich des Winters Kraft ein
    Und trag Schühchen an der Händ.

    Unterm watt’gen Schneestapf schlummert
    All die Hast und Last auf Erden,
    Und mein schwaches Herzchen wummert
    So, als wollt’s noch achtzig werden!

    Von den Tannenspitzen rieseln
    Eichenkätzchen, hochpossierlich!
    Sänftwärts schwebt hinweg mein Kriseln –
    Gänzlich tänzelnd latscht’s mich hierlich!


  • Davos & das eintausendeinhundertneunte Gedicht

    Ausblick auf Davos Platz

    Weltwirtschaftsgipfel

    Man rüstet sich zum Legoland,
    Dem Fetisch der Fassaden.
    Das Mägdlein wird vom Herd verbannt
    Und man fleht um die eigene Gnade.


  • Rhätische Bahn & das eintausendeinhundertachte Gedicht

    Rhätische Bahn

    Dieser Nebel Schuld

    Der Nebel hier schuldet mir so viel an Gegend,
    Das krieg‘ ich doch nie mehr ersetzt!
    Im trägen Verdacht mischt sich alles, was lebend –
    Das Grau ist hier bestens vernetzt.

    Das Graugewölk schuldet mir so viel an Ausblick,
    Hier wurd‘ ein ganzer Ort geklaut!
    Keinen Dunst, wie ich mich aus der Ebene rausklick –
    Hätt‘ ich mich vorher umgeschaut!

    Die Nebel-App schuldet mir so viel Erfahrung!
    Nur Layer folgt Layer auf Schicht …
    Dahinter – vermutenswert – liegt Offenbarung –
    Verzettelt in diesem Gedicht.

    Der Nebel hier schuldet mir so viel an Gegend,
    Mich führt kein Comeback wieder her!
    So pack‘ ich als Wissen, die Schwaden umschwebend,
    Ein scheues Vielleicht, ungefähr.


  • Davoser See & das eintausendeinhundertsiebte Gedicht

    Davoser See

    Den Toten vom Bodensee

    Der Winter lässt den See wie verkleinert entglänzen
    Und die Schwimmer – wie immer – zumutiger werden,
    Die dann derart entlernt in der Ferne auf Erden
    Ozeane durchkraul’n im Vertrau’n neuer Grenzen.

    Schelmisch grüßen die Felchen some Leichenimporte
    Und genüsslich triumphert ein Wasserhuhnflöten:
    Es schluckt gluckernd global unentwegt unser Töten!
    Ob zu anderer Zeit, ob an anderem Orte …


  • Dohaausblick & das eintausendeinhundertsechste Gedicht

    Doha von oben

    Überflieger

    Überflieger,
    Übe lieber,
    Eh du übel fliest!

    Fliesenleger,
    Wiesenpfleger
    (Auch der Bisonvieh-Erleger,
    Über den man liest)
    Haben ihr Handwerk nicht nur überflogen!

    Ich weiß, solch Kritik findest du nur verschroben,
    denn alle Kriterien sei’n nunmehr verschoben –
    Soweit, wie du das überblickst von dort oben.

    Doch vieles ward bloß in den Schoß dir gelogen!

    Dir gehör’n nicht die Wiesen, auf denen du weidest,
    Und weil du den Werteerwerb ja vermeidest,

    Füllt sich der Safe der Tarnung nicht –
    Drum nimm zur Warnung dies Gedicht!

    Zwar folgt der New Wave
    Oft ein günstiger Rave,

    Doch

    Manch früh bewurmten Überflieger
    Zervögelt man zum Unterlieger!


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