Heit’re Zeit auf Freiterassen,
Eifrig Dichterei verfassen,
Nicht von Haien zerfleischen lassen,
Heilung ohne Eitermassen.
Geilheit wird vor Neid erblassen,
Weil wir eilig weiter prassen,
Uns trotz Pein der Pleitekassen
Ein bis zweimal feiern lassen!
Wenn ich putze, bau ich auf gnädige Flecken. –
Denn die, die mir trutzen, um härter zu necken,
Verlachen mein Scheuern als krasses Versagen
Und zwing’n mich, die Sache erneut zu vertagen.
Mit dem lausigsten Knausern schleicht
Die Sonne sich aus diesem Jahr.
Und vom ewigen Kauen durchweicht,
Schält sich schäbig der maue Etat
Von seiner geschmacklosen, pampigen Frucht
Aus nährstoffergrauter wie sparsamer Zucht.
Die werd ich zum Spaß heut genussentwöhnt essen
Und unversöhnt dieses Jahrs Pläne vergessen.
Wer im Gleichmute ruht, alles stoisch betrachtet,
Hat die Egomanie seiner Nachbarn entmachtet.
Doch der friedfertig schwebende Fesselballon
Ist der Pfeilspitzenschleiferei größter Affront …
Die Rettungsschwimmer treiben ziellos im Meer,
Ohne sicheren Status der Lage.
Man sei immer bemüht, in der Regel gar sehr,
Doch die Fragwürdigkeit kappt manche Tage.
Dein Blick schweift von mir auf den Horizont zu –
Die See bleibt in dem Punkt verlässlich.
Und niemand knackt Austern gekonnter als du
Und bedient sich des Worts unermesslich.
In zehn Jahren kennt hier dann niemand mehr Polster
Und nuckelt nur am Digitalen,
Abhold der Komforts, derer ehemals tollster
Ist Teil des Tributs, den die Kalkfresser zahlen.
Und vorhanglos lügt sich zum Plan gegen Brände:
Der weltweite Rückzug in eigne vier Wände.
Doch werd ich die Logen, Parketts sowie Ränge
Mit meinem Gedächtnis auch weiter belegen.
Erinnerte Wucht jener Bilder und Klänge
Wird mich durch die Reizarmut flammend bewegen.
Es erschrickt mich mein Hartherzigkeitspotential,
Dieses mitleidsloseisige „Is mir egal“,
Das mit „Gönn dir!“-Tusch ankriecht, mein Ich zu erfreuen –
Doch schon vorm Triumph abstürzt in tiefstes Bereuen.