Da war ich über Weihnachten kurz zwei Minuten nüchtern,
Schau meines Platzes Nachbarn an und melde etwas schüchtern:
„Ich glaub, ich bin nicht richtig hier – ich kenn Sie alle nicht!“
(Dies ist die erste Möglichkeit fürs Ende vom Gedicht.)
„Setz dich getrost – wir wissen da genauso viel wie du!“
Flugs füllte man mein leeres Glas und prostete mir zu.
So macht der Geist der Weihnacht nicht allein aus Fremden Brüder –
Wir nebeln die Familie ein und werden selig müder,
Bis man sich bald mehr und schon nicht mehr erkennt.
(Das ist Ende zwei. Einen schönen Advent!)
Sie, Marquis Maus, schau’n handlich aus
ein Fäustling wär‘ Euch ein Full House
Als heller Kopf scheut Ihr das Licht
mit knopfbeäugtem Trollgesicht
welches aufglüht im blendenden Schein meiner Maglite
und wir starren erstarrt, bis dass Ihr plötzlich weg seid
Nur mäuschengroß sind Nachtmakisen
doch Motten fürchten sich vor diesen
Sie entflieh’n den Grapschern, schrei’n stumm: „Oh, Graus!
Herrmott, was schau’n die riesig aus!“
Auf einmal gibt es eine Pause im neuen Stück der Lach- & Schießgesellschaft, das morgen eine kleine Vorstellung zwecks Aufzeichnung gibt – und ein schnelles Gedicht musste her:
Aufgestaut Pausenrückblick
Da reagierte Maria grad doch etwas scharf!
Entsprechend besteht im Bus Reglungsbedarf
Und so zwingen im Cockpit nun Daniel und Jean
Die Lenkraddespotin zur Koalition.
Doch dass drei Parteien sich einigen –
Das können auch andre bescheinigen! –
Ist hart. Überall sich an- und abzugleichen –
Ein Fall für die Drei Fragezeichen!
Und so schuf unsre Taskforce aus Weh!, Ach! und Au!
Den Maßnahmenkatalog “Bus muss durch Stau”.
Frühmorgens hält sich der Tag noch an die Zeit,
Gen Mittag erhebt er die Peitsche und schreit:
„Sputet los, ihr müden Minuten und Stunden,
Scheucht den Tag in die Dunkelheit, dass er verschwunden
Ist, bevor die To-Do-List sich leert –
Damit sich Lebenszweifel mehrt!
Weil man nichts wirklich hinkriegt und nichts voll vollbringt,
Eh dass die Nacht zum Abschied winkt –
Schon ahnend, dass, wenn’s wieder tagt,
Man abermals samt Plan versagt!“
Dass der Möwenflug nicht beschreibbar ist,
Ohne sehr kitschig zu werden,
Bestätigt jeder Maschinist.
Und nasengerümpfte Beschwerden
Der meermissverstehenden Landrattenclique
Behaften die nie sich erhebenden Blicke
Mit Gastspielbeschwernis auf Erden.
Vielleicht strömt uns die Seichtigkeit
In jene Möwenleichtigkeit,
Dass Verse wie bodenlos werden.
Das geräumte Feld,
Auf das du aus schlaflosen Träumen fällst,
Führt gegen die Illusion Klage.
Ungesäumt für „Nicht schuldig!“
Erklärt sich die Welt.
Und mindergeduldig
Erweist sich der Glaube,
Aus dem du hervor dich im Trauerflor pellst
Für die trostlosesten deiner Tage,
Du dem Flug zu vertrauende Taube!