Verse für die Phlegmatiker, denen man Wasser, Winter, Nacht, Baby- und Greisenalter zuordnet.
Die beschreibenden und erzählenden Gedichte.
Von der Naturlyrik bis zu allen Längenvarianten der Ballade.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!
Disziplin ist eine ewige Lehre,
Die Tag um Tag neue Nuancen erklimmt,
Dass niemand der Anderen Störung begehre,
Sich im Schwinden der eigenen Sichtbarkeit trimmt.
Disziplin ist ein ewiger Kriegsschauplatz
In der Negation eigenen Willens,
Killt Exzess, Dekadenz, tillt Radau und Rabatz
Für den Herdentrieb sicheren Drillens.
In Klimaleugnerschurkenstaaten
Obliegt’s gewählten Potentaten,
Die Protokolle zu verraten,
Der Welt Ressourcen zu verbraten,
Dass Wind und Wetter wüst entarten,
Saharaartig Sommer starten,
Drauf Lüftchen zum Orkan geraten,
Bis schluchzend wir durchs Ahrtal waten –
Und rings herum verdorren Saaten
Zum Blues verstrich’ner Ultimaten!
Der Jetstream beamt fatale Daten
Bereits enteilter Tilgungsraten
Auf blanke Arktisansichtskarten.
Und die im Permafrost erstarrten
Gase werden Atmosphäre.
Es sind Lebensgefährten wie Bodylotion
Kurz sehr prägend, um sich dann zu entleeren.
Und dein bester Kumpan, sag, beginnt er nicht schon
Sich einzuquartier’n ins Entbehren?
Es ging ja lang glatt und es roch auch so passend.
Es erfolgte kein Bruch, kein Protestschrei „Genug!“ –
Im Tiegel versiegte erst matt, dann verblassend:
Der eine Epoche einst prägn’nde Geruch.
Diese steinalte Frau erwirbt sich wie zum Trotz
Ein wertloses Kunstsouvenir.
Ihre Restlebenszeit hängt an ihr wie ein Klotz,
Doch sie strahlt vor Awareness „Ich war heute hier!“
In den Abfallsack baldiger Haushaltsauflösung.
Kein Endreim, auf dass
Ihr noch und noch Zeit bleibt
Sich von diesem Moment
Zu erinnern.