Verse für die Sanguiniker, denen man Luft, Frühling, Morgen, Kindheit zuordnet.
Die unbeschwert lustigen, formverliebt selbstgenügsamen Gedichte.
Hort der Sprachspiele und Massenalliterationen.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Wasser oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!
Heute an jenem Strand scheingejoggt, an dem George Clooney bei eben diesem Bewegungsritual dem Liebhaber seiner Descendants-Gattin begegnet. Auch so etwas gehört verarbeitet:
Von Beiden
Ergraut wie George Clooney
Gebaut wie Wayne Rooney
Da längst nicht so trendig
Dort weniger wendig
So wanke ich auf beider Spuren
Meine Nerdic Walking Touren
Es gibt diese Auftrittsorte, zu denen man etwas lieber anreist als zu anderen. Und das ist nicht einmal immer die Schuld jener anderen Orte. Handtuch ausbreiten, Spontangedicht schreiben.
Lässige, highnesslessige Eilande & das Hai-Life
Trotz Haiwarnung war heut Hawaii
Wie weiland weitgeh’nd heilandfrei
Zwischen Chicago und Hawaii drängt sich immer noch ein kurzes Nippen am hollywoodnahen Bodenstaub. Die kaputten Maschinen von American Airlines vollbringen das Kunststück, hieraus eine Nacht am Flughafen zu machen. Zeit für ein Spontangedicht und die Bran Van Frage: What the hell am I doing drinking in L.A.?
Vaflogen
Ich wollt nur nach L.A., hey –
Und nun bin ich im All, ey!
PS: Eigentlich sollte jeder siebte Eintrag mit einem Langgedicht locken. Aber um keine Copyright-Streitigkeiten mit Ferrero vom Zaun zu brechen und wohl auch zur Entschlackung meines Aufgabenzettels, möchte ich nun die Losung ausrufen: Ein Slam-Gedicht in jedem zehnten Ei(ntrag)!
Warum hat eine Stadt wie Köln diese idiotischen Computerstimmen-Haltestellenansagen in seinen Öffis? Die habe ich das letzte Mal in Dachau gehört und die Theorie entwickelt, dass sich die Entwickler solcher vollends gescheiterten Technologien vor allen an die willensschwachen Kämmerer unserer Kleinststädte heranmachen, um ihren Mumpitz als zukunftsweisend zu verschachern. Aber Köln sollte sich doch zu fein sein, einen Multimedia-Krämer überhaupt nur in Rathausnähe zu dulden. Der Deal muss wohl in einer willensschwachen Zeit zustande gekommen sein. Ich tippe auf irgendwas mit Karneval. Und hinterlasse flott dieses Spontangedicht:
CMB/AC/DC (Dom vs. Strom)
Wenn Greisinnen die Kohl’n hol’n,
Die Terrier beim Kraul’n howl’n,
Vorm Stadion die Cool’n hool’n,
Der’n Wunden nach dem Keil’n heil’n,
So möchte ich in Kölns Höll’n
Gleich Angus Young Hells Bells böll’n.
Für zwei Abende meine Heimstatt für zwei Warmups in Kölle. Bevor es eigentlich losgeht. Und ein schnelles Spontangedicht hinterher, inspiriert von dieser, meiner, unserer orientalischen Bettenburg:
Wer niemals gebettelt, der lügt, Mann!
Ob Obdachlosen Loser-Los,
Mühsals Almosen Musen-Moos
Oder Start-up-Schnorrer-Schotter –