Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Venedigs Alpenblick & das zweitausendachthundertdreiundzwanzigste Gedicht

    In San Polo

    Mein hintergründiger Nationalstolz

    Ja, natürlich muss Italien es forsch übertreiben:
    Mir sein Licht unters oberste Nasenloch reiben
    Nebst der bunkerverbauten Kartoffeligkeit –
    Mein von Ordnungsgehorsam geerntetes Leid
    An den Provokationen der offenen Chancen!

    Und wie immer macht Lebensgenuss mir Avancen.

    Doch ich mich verschließen, an Heimatstolz binden
    Diese Weisheit, mein Deutschsein so scheiße zu finden.


  • Mustersammlung Murano & das zweitausendachthunderteinundzwanzigste Gedicht

    Mustersammlung im Glas-Museum auf Murano, Museo del Vetro

    Ein weiterer Songtext fürs nächste Marilyn‘s Army Album „Gold“.

    Zig Zig

    Deine Bahn fährt auf seltsamen Schleifen noch immer hier her,
    Aber jedes Gespräch drängt zum Fazit: „Das geht so nicht mehr!“
    Und ab hier lohnt es sich nicht mehr weiterzugehn,
    Denn ab hier wird sich alles von selber verstehn
    Und das einzusehn fällt ja nach all den Jahrn nicht mehr so schwer.

    Und du findest – zwar umwegreich – immer noch sicher hier her,
    Man begrüßt dich da butterweich: „Alle vermissten dich sehr!“
    Und alles scheint richtig – so viel wurd zum End klar:
    Das ist die Richtung, es ist unabwendbar.
    Die Stadt verspricht: Hier wird dir nichts mehr geschehn!
    Und diesem Moment bleibt die Zeit mit dir stehn.

    Gibt auch der Himmel hier auf –
    Du hast noch zig „Ich scheiß auf euch alle!“ in deinem Lauf!
    Gibt auch der Himmel hier auf –
    Du hast noch zig Zig – in deinem Lauf!

    Deine Bahn fährt wohl weiter auf ewigen Schleifen hier her,
    Du hältst deinen Nebenplatz frei, doch es kommt niemand mehr.
    Denn ab jetzt lohnt es sich nicht mehr hier rumzustehn
    Und ab jetzt wird heir alles ganz leise vergehn.
    Plötzlich fällt’s dir leicht, nichts von dem wiederzusehn
    Und diesem Moment bleibt die Zeit mit dir stehn.

    Gibt auch der Himmel hier auf –
    Du hast noch zig „Ich scheiß auf euch alle!“ in deinem Lauf!
    Gibt auch der Himmel hier auf –
    Du hast noch zig Zig – in deinem Lauf!

    Und du fliehst über seltsame Schleifen zu Fuß von hier fort.
    Es grüßt deine stete Genervtheit und nimmt dich beim Wort.
    Diese Stadt zieht dich runter auf die Null von der Zehn –
    Und diesem Moment bleibt die Zeit mit dir stehn.


  • Brenner & das zweitausendachthundertzwanzigste Gedicht

    Auf dem Brenner i Südtirol

    Instagramabler Tourismus am Beispiel Südtirols

    Das Etschtal in seiner gesamten Breite
    Reicht von der rechten Seite bis nach links!

    „Boah, krass“, ruft Mancher, „was ’ne Weite!
    Das ist ja fast so wie in … Dings.“

    „Ja, ja“, sagt das Etschtal, „das mach ich auch extra!“

    Da geht der Besucher. Und schon kommt ein nächster.


  • Schäfflerlightshow & das zweitausendachthundertneunzehnte Gedicht

    Schäfflertanz-Installation auf der Kaufinger Straße

    Unter der Dusche (Eine Interaktionsinitiative)

    Ich habe jetzt tapfer den Punkt überwunden,
    Zu dem kaltes Wasser für zwei, die Sekunden
    Sich durch den erwachenden Duschkopf ergießt.

    Die Folter traf mich voll entblößt –
    Hätt gern im Bett noch fortgedöst –
    Oh, welch hinterhältig Biest!

    Nun lässt mich ein Wärmeschwall wieder gesunden …
    Nun, hab die Tortur zu extrem ich empfunden,
    Weil derlei mir nicht den Gesamttag vermiest?

    Doch „Warm“ gewählt, dann kalt umflößt!
    Normal, dass man sich daran stößt!?

    Schreib mir gern, wie du das siehst!


  • Speisegast & das zweitausendachthundertsiebzehnte Gedicht

    Blaumeise an Meisenknödeln

    Generationengap in der RB

    Die Rotzfahnen-Twens mit all ihrer Sickness
    Der veganunterfütterten Widerstandskraft
    Hustet mich an, dass auch ich wohl bald Wick ess.
    Die Regio-Luft tränkt bazilliger Saft.

    Eure Laune dagegen ist minderansteckend –
    Ihr wähnt euch als Aufmupfes Kinder aneckend
    Und bekommt von euch selbst nicht genug.

    Zelebriert über Handys ’ne Abstandsgewalt
    Und schon fühl ich durch euch mich grad unsagbar alt –
    Trotzdem sitzen wir im selben Zug!


  • Kruppwaldunterholz & das zweitausendachthundertsechzehnte Gedicht

    Im Essener Kruppwald

    Einsvorweg

    Dem Brändewegfresser im Unterholz
    Gebühren unvergessene Ehre und Stolz,
    Wovon Strohfeuerheizer zu viel sich einstreichen.

    Nun, vor jedem Applaus gilt: Vergleichen, vergleichen!


  • Zur Platte & das zweitausendachthundertzweite Gedicht

    Winterlicher Gasthof Zur Platte von Werden aus

    Mal so nebenbei …

    Nuancen sind die leibhaft’gen Perl’n vor die Säue –
    Und doch halte unbeugsam ihnen die Treue!


  • Wintereinbruch & das zweitausendachthunderterste Gedicht

    Winter in NRW 2026

    Wind?

    „Was,“ fragst du verängstigt, „sind das für Geräusche?“
    Besänftigend sag ich: „Wenn ich mich nicht täusche,
    War das grade das hohle und höhnende Gähnen
    Von Fleischfetzen schnetzelnden Wolfszombiezähnen.
    Das andre der schrille Pfiff vor dem Gesinge
    Einer auf dein Genick ziel’nden Blitzfallbeilklinge.
    Und schließlich die Hex, die ans Fensterchen drückt
    Und schon die Zerstückelungsrostmesser zückt.
    Vor den’n sind wir drinnen hier sicher, mein Kind!
    Aber fürchte den nie zu berechnenden Wind …!


  • Schwanzmeisen & das zweitausendachthundertste Gedicht

    Schwanzmeisen im Winter

    Und Trumps Friedensnobelpreis geht an:

    Maria Machado aus Venezuela.
    Oh, das vergrätzt unsren eifrigen Kriegsgräberzähler!
    Ob’s fünf, acht, ob’s zehn war’n – das ist eine Schlappe
    Trotz der von den Schleimern der FIFA verlieh’nen Attrappe.
    Nun, wenn’s mit dem Frieden nix wird, wird ’ne Umschulung lohnen:
    Wie wär’s mit dem Nobelpreis für Blitzinvasionen?


  • Vorletzter Mond & das zweitausendsiebenhundertachtundneunzigste Gedicht

    Mond über Moosach

    Dezember, Update (Jahresrückblick 2025)

    Da haben wir mit letzter Kraft
    Es an die Ziellinie geschafft!
    Doch jetzt bitte hier nicht schon zur Abreise packen –
    Der Dezember gibt uns noch manch Schlag in den Nacken:

    Der Mitmach-Jihad für Jedermann
    Knüpft wieder an frühere Anschläge an:
    15 Opfer am anderen Ende der Welt
    Für das Ende des Tötens sorgt der Bondi-Beach-Held,
    Dessen Herkunft dann vorschnelle Schlüsse verhindert
    Und das Hetzpotential rechter Stimmen vermindert.

    Israel erkennt plötzlich Somaliland an,
    China droht so wie gewohnt gen Taiwan …
    Aber: Waffenruhe! Zwischen Kambodscha und Thailand. Gut, klar:
    Das gab’s schon einmal dieses Jahr.
    Derweil Schwärzungsstifte über die Epstein-Files huschen
    Zur Melange aus Freigabeweitervertuschen …

    Rosa von Praunheim beendet die letzte Show,
    Chris Rea fährt heim, Brigitte Bardot.
    Thomas Gottschalk – keine Angst, ging nicht ganz von uns, nö –
    Sagte krankheitsbedingt nur dem Spotlight Adieu.

    Das willige Europa einigt sich in Berlin,
    Als Security-Wachdienst zusammenzuzieh’n,
    Weit’re Treffen, neue Pläne und Verstreichen von Zeit …
    Doch es braucht wen, der Russland von Putin befreit.
    Das eingefrorene Geld sollte man dazu nützen,
    Aufbegehrende Jugend in Moskau zu stützen –
    Dann bleibt das Vermögen zumindest im Lande
    Und hilft bei der Säub’rung von Wladimirs Schande.

    Nach Adventskalendern öffnet man Sparkassentürchen
    In – ausgerechnet! – Gelsenkürchen!
    Im Iran regen sich Streiks und Demonstrationen,
    Dann phantasiert jemand von 91 Drohnen
    Und damit man dies Jahr nicht im nächsten vergisst,
    Lern’n wir, was ein Flashover ist.

    Und ein kurzer Blick in die Glaskugel …
    Zu Neujahr heißt’s nach Straßenkrieg wieder devot:
    Ja, sicher wär’s sich’rer mit Böllerverbot.


Die 266 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


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