Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

Berlin

Gedichte und Fotos aus der Hauptstadt. Meine Heimstatt von 2002-2014 und danach einige Jahre noch mindestens einmal im Monat im Tourkalender. Mittlerweile viel zu selten.


  • Gendarmenmarkt & das siebenhundertdreiundachtzigste Gedicht

    Die Kugelahorne vom Gendarmenmarkt

    Die Kugelahorne vom Gendarmenmarkt

    Wenn Kugelahornfälldebatten
    manch kluges Naturell beschatten
    Wenn Niedrigäst und Blätternest
    versag’n im Platzverwertungstest
    Wenn Häuptlinge vom Stamme Nimm
    den Stämmen drohen, ist das: schlimm

    Sind Zweigstellen mit Kindchenschema
    wirklich kein Touristenthema?

    Ist das gernegroß-ulkige „Ick bin zufrie’n …“
    nicht sinnbildlich baumelnd für „Ditt is Balin!“?

    Wohlan, ihr Stadtentwicklungstucken
    es gilt in Reue sich zu ducken!
    Ihr sollt bei jedem „be Berlin“
    den Kugelahorn einbezieh’n!
    Und lehrt es auch noch eure Blagen:
    Wer A sägt, muss als B versagen!


  • Berliner Volksbankrest & das siebenhundertzweiundachtzigste Gedicht

    Zentrale der Berliner Volksbank

    Grundsatz und Einwand

    Das Prinzip, es denkt für mich
    Im Prinzip verrenkt’s auch dich


  • St. Hedwig & das siebenhunderteinundachtzigste Gedicht

    Dach der St. Hedwigskathedrale

    Den Hintern in Saunen

    Der Backen Schwung, der Backen Schwung
    Der Backen Schwung von alt auf jung
    Verändert den Verlauf
    Mein Blick hausiert, mein Blick hausiert
    Mein Blick hausiert, gefriert, pausiert
    Und hält dann schamlos drauf
    Der Symmetrie, der Symmetrie
    Entsprechen sie bei Phantasie
    Im Dunst der kühlen Schauer
    Das Ideal, das Ideal
    Sinnt Berg und Tal und singt „Egal!“
    Kein Alter ist von Dauer

    Doch das Geschlecht ruft selbstgerecht
    Und massig echt zum Blickgefecht
    Es blökt aus kahlen Lenden
    Allein der Po summt freundlichfroh
    Hat auch vom Show-Wert mehr Niveau
    Im Dunst steht „Bitte wenden!“


  • Quartier 206 & das siebenhundertachtzigste Gedicht

    Quartier 206 Berlin

    Ripostegedicht zum Text „Hohes Gericht“ von Waalkes/Gernhardt/Knorr/Eilert.

    Hohes Gericht 2.0

    Angemahnter,
    Sie werd’n von uns mit Buh!s vertaggt, weil Ihr Post einen Spusi neckt!

    Ich hab den Spusi nicht geneckt, mich hat nur nach Genuss von Sekt
    Wohl ein gewisser Bruce gehackt, der mein Profil mit Schmus befleckt –
    Und das hat dann die Buhs geweckt!

    Sie haben aber in Ihren Kommentaren ganz andere Angaben gemacht!
    Ich zitiere wörtlich:
    „Ich habe grad mit Blues entdeckt, dass jemand meine Muse deckt,
    Sich keck nach ihrem Busen reckt, und innert eines Nus gecheckt,
    dass dahinter mein Spusi steckt!“
    Das wurde doch auch so geliket!?
    Herr Zeuge, können Sie das bestätigen?

    Nee, das ist nur diffus korrekt …
    Ich hatt‘ mich hinter Gnus versteckt und grad meine To-Dos gecheckt,
    Da hat mich was am Fuß geleckt, der sicherlich ganz grus’lig schmeckt…

    Das tut doch überhaupt nichts zur Sache!

    Doch!
    Der allgemeine User checkt ja nicht, was so ein Bruce ausheckt,
    der alle CPU’s verdreckt mit irgendwelchem Fuselsekt!

    Jetzt reicht’s aber!
    Im Namen der Community,
    wenn einer seinen Spusi trackt, dass der an seiner Muse leckt,
    und dann in der’n Geschmuse hackt, dann weil in ihm ein Loser steckt!
    Wenn er jedoch Diffuses swaggt und sanft Beate Uhse weckt,
    Ihn keinesfalls Abstruses schreckt – dann sagen wir zum Gruß: „Korrekt!“
    Wir schauen, wo der Newsfluss leckt und hoffen, dass der Bruce verreckt!
    Wem der Spruch zu konfus, der eckt mit allen andern finster an,
    Das Weit’re dann auf Instagram, das hohe Gericht zieht sich zum Binge Watching zurück,
    Das Urteil lautet: Shitstorm!


  • Berliner Pflaster & das siebenhundertfünfundfünfzigste Gedicht

    Die Spree am Berliner Hauptbahnhof

    Ich hab‘ noch einen Rollkoffer in Berlin

    Ich hab‘ noch ’nen Rollkoffer in Berlin,
    Mit dem lässt sich leicht auch woandershin zieh’n.

    Doch gibt’s noch ’nen Keller dort voller Müll,
    Den ich wohl auch weiterhin kräftig befüll‘.

    Den räumt kein Entrümplungskommando mir leer!

    Wenn ich auch reise, denk‘ ich mir leise:
    Wenn mich die Spreesucht packt,
    Fahr‘ ich halt wieder her.


  • Alex & das siebenhundertvierundfünfzigste Gedicht

    Berlin Alexanderplatz

    Katzenportion

    Für jene
    Von Katzentatzen
    Angekratzten
    Aufgeplatzten Spatzenbatzen
    War doch all das Nesterbauen
    Keck vom Strauchgeäste Schauen
    Auch das Kuchenreste Klauen
    Ratzefatz – in einem Satz:
    Für die Katz


  • Berliner Inseln & das siebenhundertdreiundfünfzigste Gedicht

    Spreebrücke am Berliner Hauptbahnhof

    Rummelsburger Bucht

    Lass uns

    In den Speckgurt zieh’n,
    Wo in Legebatterien
    Kleinfamiliengroßstadtleute
    Harren als Idyllenmeute;

    Lass uns

    Tüchtig Freilandbabys züchten,
    Die dann in solch Schmähgedichten
    Eines Tages lesen müssen,
    Dass sie doch halt zum gewissen
    Grade Massenware sind.

    Schade, doch egal, mein Kind!


  • Untergrundstation & das siebenhundertzweiundfünfzigste Gedicht

    U-Bahnhof Alexanderplatz

    Zur Aufmunterung

    Wie oft ward das, was dich empörte
    Das prinzipiell Zerstörenswerte
    Dann doch vom Rest der Welt verehrt?

    Und trotzdem lagst du nicht verkehrt


  • Tor 16 & das siebenhundertdreißigste Gedicht

    Berlin Mitte

    Berlin, kulinarisch

    Buletten aus Charlottenburg
    Tea-to-go in Tegel
    Dönerwerk aus Schöneberg
    Für die Blagen Bagel

    Prenzelberger Brezel-Backwar’n
    Spanferkel aus Spandau
    Pankows Pfanne heißt jetzt Wok
    Nichts, was ich nicht ankau!

    Von frischen Hai’n in Friedrichshain
    War ja schon zu lesen
    Selbst für Nockerln aus Neukölln
    Lockern wir die Spesen

    Was allzu unverdaulich – sprich:
    „Iss das ma‘ selbst – ich trau mir nich‘!“
    Verklappen wir als Berlin-Food
    ’nem Easyjetset-Tunichtgut


  • Tor 7 & das siebenhunderteinundzwanzigste Gedicht

    Bundesministerium für Inneres Berlin

    Von Hammeln in Hameln

    Wer mit ’nem Hänger Rattanmöbel
    querfeldein durch Hameln fährt
    die Rattenfängergassen ratternd
    grad, wie es einem einfällt, quert

    Dem rate wer:
    Es hat die Stadt
    euch Rattanhängerfahrer satt!


Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


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