Dein Grab ist längst schon eingeebnet
Doch das Loch meines Kosmos‘ nicht zu
Ich spüre sein Gähnen noch hinter der Rückwand
Von nicht zu verrückenden Schränken
Und manchmal, da frage ich mehr dich als mich: „Wie-
So ist der Gewürzstreuer leer?“
So lang ist das alles schon her …
Und manchmal, da frage ich mehr mich als die, die
Grad parallel deiner gedenken:
„Verzeihst du ein wenig, wie ich noch zum Glück fand?“
Viel zu friedvoll und ruhig raunst du:
„Mein Grab ist längst schon eingeebnet!“
„Wir räumen das später weg“, wurde gedacht
Doch dann wurde sehr zeitig gestorben
Von Tätern erträumt, steht das „Wird noch gemacht“
Vor dem Tor der Geschichte
Und im Fort der Gedichte
Und fühlt sich wie weiters umworben
Mit Tau und Taubheit scheint der Tag zu beginnen
Doch manches hat gar nicht geschlafen
Es bildet sich um und entäußert sein Innen
Nach Plänen, die wir nicht entwarfen
Wir sind nur die Wachen
Wir könn’n da nix machen
Was da wird, wird es an uns vorbei
Um zu seh’n, was passiert, müsste man sich jetzt wenden
Unter Druck springt die Form aller Allmacht entzwei
Aber irgendwie muss es ja enden
Der Nebel verwehrt nun den kundigen Griff
Mit dem sich einst Setzkästen füllten
Die Winkel verlassen das sinkende Schiff
Nachdem sie sich selber zerknüllten
Nun, da mich die Nadel sticht
Schießt vom Munde durchs Gesicht
Ein fast gepfiff’nes, schrilles „PFFFtt!“
Augenschlitzentzerrt zum „… hhhTTT!“
Der Faden gleitet ziepend hässlich
Kurz vorm Anschlag – megagrässlich!
Mein Flehen um Gnade starrt starr auf den Mann
„Noch drei kurze Stiche, dann ist’s überstan …!“
DNNNN!! Kerl, ich flieh‘ gleich vom Körper hinaus!
Ich schau nicht! Ich schau NICHT! Ach, so sieht das aus …?!
Dann tapfer den Tupfer wie Zärtlichkeit grüßen
Der Schmerz atmet durch gen Erholung auf süßen
Abschwellungsstadien durchschreitenden Wegen
Von den’n laue Brisen die Dornbüsche fegen …
Und süße Madames öffnen mählich die Läden