Der Weihnachtsbaumhain meines Lebens
Wäre eines der prächtigsten Wildschweinverstecke,
Der Geschenketurm jährlichen Gebens
Reichte bei mir bis zur domhohen Decke,
Das Leid der mich labenden Tierleiberei
Trieft vor rudelauslöschender Schuld,
Doch spricht mich von weit’ren Erklärungen frei:
Die über dem schwärende Huld.
Du heißt mich unter Aufsicht zu schreiben,
Mein Talent nicht am sprunghaften Rausch zu verschwenden.
Doch höhlt dein sittsam Im-Recht-zu-bleiben
Zu viel Dunkles, um all meinen Aufruhr zu blenden.
Korridor und Quarantäne,
Erster Chor des „tutto bene!“ –
This land is Mailand, Goethesöhnchen!
Die Kommunion der Kaffeböhnchen,
Der Grundkurs einer Eingewöhnung.
Geschäfte und Geschäftigkeiten –
Pünktlich zu fast gleichen Zeiten!
Kaum Grund, sich umzuorientieren,
Man hustet nicht beim Inhalieren,
Doch den Blick, ihn mäandert schon andere Tönung.
Und unfertig leicht sagt man hier: „Italiener?
Fühl’ma manchma selbs wie eena!“
Kinderreim (die Guten aufs Töpfchen, den Schlechten vors Köpfchen)
Im ganzen Land
Ist wohlbekannt:
Das Kind, das seine Eltern schlägt,
Das kriegt die Hände abgesägt.
Und fängt es dann zu schimpfen an,
Ist gleich hernach die Zunge dran!
Doch wenn ein Kind sich gut beträgt,
Wird’s auch von keinem angesägt
Und ist bei jedermann beliebt.
In Italien grinst die Sonne viel breiter,
Blitzt verschmitzt deine käsigen Backen.
Du fühltest zum Ausgleich dich leistungsbereiter
Und denkst du dir nun selbst: Allet klar, Kerl, geh kacken!
Woran du nur nippst hier, füllt dein ganzes Gebiss!
Im Genuss wirkt die Welt doch viel welter!
Momentanrunderneuert bleibt dir dann gewiss,
Du bleibst dieser Sonne ein ewig Verprellter!
Ich werde im Bordklo vom Flug nach Berlin
Heut nicht wie gewohnt meinen Unrat abzieh’n:
Ich will die Gesichter von Mitpassagieren,
Sobald sie fest schlafen, mit Scheiße einschmieren.
Ich rechne da durchaus mit scharfem Protest,
Drum will ich gewiss sein, sie schlafen auch fest..
Sonst wird’s extrem
Unangenehm.
Nun werd‘ ich wohl auch anderswo
Den unbedarften Griff ins Klo
Mir absichtsvoll erlauben.
So kann ich Proll
Mit schalem Lol
Den Schlaf euch fortan rauben.