Rückkehr auf die Insel
Nach einem sechzehnundeinviertel Jahr
Wach ich auf am Morgen
Werde, was dazwischen war
Wie ’nen Traum entsorgen
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

Rückkehr auf die Insel
Nach einem sechzehnundeinviertel Jahr
Wach ich auf am Morgen
Werde, was dazwischen war
Wie ’nen Traum entsorgen

Tu es wie die Vögel, die
Tu es wie die Vögel, die
Tirälüren klammheimst in Geböschen
Und aus der jahrendigen Bilanzerie
Des Regens ZuSchauerZahl löschen
In einem von Vögeln versungenen Leben
Wird’s niemiemals Regenerhebungen geben

Du Blau
Es hat, seitdem mir deine Blauheit erblaut‘
Sie – rückwirkend geltend für immer –
Die Reichweite ihrer Bedeutung versaut …
Ich hatte vom Blau keinen Schimmer!
Du halfst mir durchs Weiter-bewandert-zu-Sein
Mich für das Zu-Nichts-zu-Gebrauchen
Vom Würgegriff grässlichsten Standards zu frei’n
Und lässig in Blau einzutauchen

Dusche nach drei Tagen
Befreie mich vom Drachenblut
Ich sehn‘ mich nach der Wunde
Verpfände altes Hab und Gut
Und schmeiß die nächste Runde

Bayern und Preußen
Weiß-Blau weiß genau
Was feist ist, was mau
Wohingegen der Blau-Weiße
Denkt sich: „Wow! is‘ trotzdem scheiße …“

Die Symmetrischen
Die Doktrin der Symmetrie versagt
Uns zwein zueinander zu finden
Auch wenn wir beide unverzagt
An Geistesverwandtschaft uns binden
Doch wie sehr du mir gleichst
Bleibt’s ein Team ohne Zweck
Denn, wo du was erreichst
Schieße ich drüber weg

Kalter Frühling
Ob der letzten Ahnung von Farben
Habe ich dir alle Ganglien gebrochen
Wir schwebten mit Krähen oder Raben
Und alles hat durchgehend seltsam gerochen
So lebten wir unsere Winter im Mai
Dass ich’s war, der nicht so lang durchhielt – verzeih!

Nach dem Kneippbad
Oh, Frotteezottel, trockne meine
Spindeldürren Stolperbeine
Bürste sie mit gnadenreichen
Windelweichen Wadenstreichen
Göttergleicher Walkfrottier
Es frohlockt und wallt in mir:
Ach, Feuchteverscheucher – lass dich nicht lang locken
Mache meine Beine trocken!

Frühlingszenit
Überall überprall:
Frühlingshafter Überfall!
Über kurz oder lang
Sind wir übern Neuanfang –
Und als übler Hall vom Feste:
Überall nur Überreste!

Die Zehennagelkante
Meine Zehennagelkante
Ist ’ne ferne Anverwandte
Derer habe ich gleich zehn
Hab sie alle mal geseh’n
Sind die Nägel mir zu lang
Kapp ich sie auf Neuanfang
Schnipp-schnapp-ab – schnell abgefertigt
Werf ich alle in den Kehricht
So entstehen
An den Zehen
Statt der ollen, nun verbannten
Tolle neue Nagelkanten
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