Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

  • Globetrotter & das neunhundertsechsundzwanzigste Gedicht

    Globetrotter & das neunhundertsechsundzwanzigste Gedicht

    Der neue Mitbewohner (mit Gewehr in die WG)

    Wir wollten ihm den Room vermieten
    Doch er begann uns oomzunieten
    Ganz ohne Chance zur Gegenwehr
    Das fanden wir ja nich so fair!

    Mehr Gedichte über Mord und Totschlag


  • Alter Botanischer Garten & das neunhundertfünfundzwanzigste Gedicht

    Alter Botanischer Garten & das neunhundertfünfundzwanzigste Gedicht

    Wahre Werte

    Ein oft geteilter Tweet, mein Spatz
    Taugt leider nicht als Gliedersatz!
    Auch sechs Millionen YouTube-Klicks
    Entbehr’n der Echtheit eines Ficks!

    Der Mensch, er kann sich nicht entsinnen
    Du spürst es ganz tief in dir drinnen!


  • U55-Start/Zielbahnhof & das neunhundertvierundzwanzigste Gedicht

    U55-Start/Zielbahnhof & das neunhundertvierundzwanzigste Gedicht

    Der Panther 55 (im Jardin des Chanceliers, Berlin)

    Die Fahrt geht brandenbun zum Hof und hauptbandta ins Tor
    Bis 18 Uhr nur vor – zurück, danach zurück und vor

    Richtungswechsel, die kaum lohnen
    Weil man eh nur zweimal hält
    Mir ist, als seien drei Stationen
    Eine ganz schön kleine Welt

    U-Bahn wie Panther sind beide, mir bangt
    Vermutlich an Hospitalismus erkrankt


  • Warschauer & das neunhundertdreiundzwanzigste Gedicht

    Warschauer & das neunhundertdreiundzwanzigste Gedicht

    U-Bahnvibe und Unterleib

    An dem untersten Ende der Fahrgästerücksicht
    Steh’n die rollkofferzieh’nden Touristen
    Für die geht man sowas von nicht-aus-dem-Weg
    Denen funkelt es zu: „Bei der nächsten Begeg-
    Nung werd’n wir eure Bauchnäbel fisten!“

    Doch am untersten Ende der Fahrgästerücksicht
    Muss keiner sich langfristig quälen
    Und wird daheim vom roughen Charme
    In dem Berliner U-Bahndarm
    Fast süffisant erzählen


  • Berliner Sommer & das neunhundertzweiundzwanzigste Gedicht

    Berliner Sommer & das neunhundertzweiundzwanzigste Gedicht

    Berlin kann kein Sommer

    Berlin ist im Sommer immer so hilflos
    Und sieht dabei oft scheiße aus
    Stolziert dann umher wie’n williger MILFschoß
    Und pfeift sich selbst nach: „Heiße Maus!“

    Hier dörrt jeder Grashalm ’n Spürchen zu schnell
    Und verkleidet sich manch Mensch zu mutig
    Hier staubt hohle Wärme ’n wenig zu grell
    Ist das Grillgut ein bisschen zu blutig

    Bei brüllendster Hitze wird romantisiert:
    Diese Stadt macht aus uns Sukkulenten!

    Berlin kann kein Sommer – dein Touristguide irrt
    Diesen Kram glaub’n hier nur die Studenten


  • Potsdamer Platz & das neunhunderteinundzwanzigste Gedicht

    Potsdamer Platz & das neunhunderteinundzwanzigste Gedicht

    Potsdamer Platz (und ein, zwei Gedanken über eine Namensänderung)

    Potsdamer Platz, Potsdamer Platz
    Auf dich reimt sich eig’ntlich nur Kotzalarm, Schatz!

    Wie: „Ach, da schau ma‘ her, hey – das wusst‘ ich ja nich!“
    Mensch, Platz, dafür braucht’s auch ’nen Dichter wie mich
    Wie: „Toll, aber fällt dir nichts Schöneres ein?“
    Nun, Kotzalarm, Schatz! kann so schlecht ja nicht sein
    Impliziert doch der Reim: Da sind zwei, die noch fighten
    Für die Liebesbeziehung in schwierigen Zeiten

    „Mein Zielpublikum wird das wohl nicht so versteh’n …“
    Dann müssen wir beide am Endreim was dreh’n

    Hier kommt schon Teil Zwo: Gib Pföt’gen, Schatz!
    Und dich, dich nenn’n wa Klötgen-Platz!

    Einverstanden? „Ja, ok!“
    Ich glaub’s, wenn ich die Schilder seh’…


  • Kulturforum & das neunhundertzwanzigste Gedicht

    Kulturforum & das neunhundertzwanzigste Gedicht

    Spaghettieis (Die Konstanten des Lebens)

    Ein Teil deines Zaubers ist die Profanität
    Wenn nach lustlosem Scannen der Eisbecherkarte
    Vorm „Ach, das klingt auch lecker!“ klar wird: Zu spät!
    Denn bevor ich auf eigne Entscheidungen warte
    Heißt es: „Einmal Spaghettieis – ganz normal!“
    Drei Sorten zur Auswahl – klar, weiß ich, egal!
    Inmitten von hunderten Fruchtkreationen
    Die sich schon allein ob des Obstwertes lohnen
    Brütet kühl jener Standard ganz ohne Verkleidung
    Und die Wahl, die auf ihn fällt, ist keine Entscheidung

    Will: Dieses fädrig verwob’ne Vanillegekräusel
    Unter erbeerversüßendem Saucenbehang
    Und den weißschokoknackigen Fettzuckerstreusel!

    Ein mit meiner Kindheit verknoteter Zwang

    Und auf dem Grat zum Ewig Gerne
    Genieß ich, dass die tief im Kerne
    Eis geword’ne Sahne is
    Schon von der Haptik Leckerbiss!

    Doch ahn ich wohl, dass eines Tages
    Sitz ich in ’nem Café und wag es
    Am Standard vorbei etwas andres zu wählen

    Fortan wird auch dort dann die Auswahl mich quälen


  • Salzach & das neunhundertneunzehnte Gedicht

    Salzach & das neunhundertneunzehnte Gedicht

    Ripostegedicht auf das Liebe-Brauen-Blumen-Ghasel von Hafis

    Ohne Titel

    Mir wird so blumig
    Wenn beharrlich
    Deine Wimpern klimpern
    In einem Bett aus Blütenblättern
    Wär’s jetzt schön zu p….
    Nein, also bitte, das sag ich jetzt nicht!
    Wozu willst du mich denn da zwingen, Gedicht!?
    Ich wollte mit Versen auf Daunenpantoffeln
    Bloß morgentauzärtlich betropfen
    Was von Blütenstaubstempeln zu Früchten gereift
    Im Wunsch, meine Liebste zu st…
    Ach, Mensch, dieses Reimen bringt mich noch in Verruf!
    Aber das bin nicht ich, der solch Anstöße schuf!
    Ich wollt‘ nur leis preisen
    Die Brauen der Braut
    Gleich dem Flockengewölk unterm stahlblauen Himmel
    Und mit meines Schöpfers unendlicher Gnad
    Frohlockt nun mein vorfreudigst bebender …
    Ach, vollkommene Ruh – da ich neben dir döse
    Benebelt vom rosigen Duft deiner …
    Ich will Schwüre in Rinden
    Von dir schwärmend ritzen
    Und unentwegt mit Sper… spr… …

    Warum nur trifft heut meine Reime
    Die volle Wucht der Unzuchtkeime?!
    Ich hatte ja wirklich nur Reinstes im Sinn!
    Alleine der Reim trieb mich immer wo hin!

    Nun füg dich meiner Absicht, du schlimmes Gedicht
    Benimm dich gefälligst – sonst schreib ich dich nicht!


  • Burghausener Altstadt & das neunhundertachtzehnte Gedicht

    Burghausener Altstadt & das neunhundertachtzehnte Gedicht

    Unberechtigter Zugang

    Jene Ruhe, die uns dieser Abend nicht bringt
    Aber herzallerliebst simuliert
    Bis er als Versuch ins Erfolgreiche dringt

    Und vor morgen wird nicht kontrolliert


  • Thun & das neunhundertsiebzehnte Gedicht

    Thun & das neunhundertsiebzehnte Gedicht

    Auf früher vertrauteren Straßen

    Auf früher vertrauteren Straßen
    In alten Gedanken zu geh’n
    Erkennend noch, was wir vergaßen
    Geblendet vom Zwischengescheh’n

    Und stolpern wir über die Brüche
    Mit denen uns Schicksal verdaut
    Geleiten uns traute Gerüche
    Und Blutbahnen unter der Haut

    Doch es sinkt immer stärker ins Schwinden
    Das Gefühle, man kehre zurück
    Zu winzig wird das, was wir finden
    Zu spurlos das kindliche Glück


Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


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