Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

Auf weiter Flur & das eintausendvierhundertsechsunddreißigste Gedicht

Bei den Schlössern Schleißheim

Zeit sich locker zu machen und damit auch für ein Lied - auf die Melodie von "Schneeflöckchen, Weißröckchen" zu singen.

Wir müssen mit einem Anstieg der Infektionszahlen auf nicht mehr erträgliches Maß rechnen!

Ach, Drosten,
Dir Pfosten
Bangt nun um die Angst,
Der du doch den Hype deines Podcasts verdankst!

Munichlove & das eintausendvierhundertfünfunddreißigste Gedicht

Munich loves Europe - im Olympiapark

Ende der Diskussion

Mir dünkt den Einspruch, Euer Ehren,
In Eurem Namen abzuwehren:
Wir sind am Punkt, da Diskussionen
Noch nicht einmal als Übung lohnen -
Man schmückt sich nur noch mit Gebelle
Und rückt kein Stück mehr von der Stelle -
Drum lasst uns unsern Blutdruck senken
Und nicht noch weit're Zeit verschenken!

Adalbertstraße & das eintausendvierhundertvierunddreißigste Gedicht

Frühlingsabend über der Adalbertstraße in der Maxvorstadt

Wonnentage

Es tummelt sich Pracht in so einfachen Dingen -
Wie zögernde Knospen und Sahneverschlingen,
Das hummelumsummenste Frühlingserwachen,
Ein zungenspitzfindiger Schmaus für den Rachen,
Die Rundungen sonnenprall mundender Beeren,
Das vor einem Fick mit den Blicken Verzehren
Und was diese Liebe noch sonst mit uns macht,
So ungestüm einfach - führt's schlichtweg zur Pracht!

Stadtspaziergang & das eintausendvierhundertdreiunddreißigste Gedicht

Ludwigstraße vorm Siegestor

Da macht es sich der Herr Poet doch mal wieder sehr einfach ...

Auflösung von Wolkenfeldern,
Auszahlung von Fördergeldern,
Ablösung von Nachtwachtschichten,
Ansammlung von Kurzgedichten -
Jeder kann in schweren Zeiten
Einen großen Beitrag leisten!

Maxvorstädter Vögel & das eintausendvierhundertzweiunddreißigste Gedicht

Wandbemalung am Nachbarhaus in der Maxvorstadt

Zum Sport im öffentlichen Raum

Zu viel Sport in den Kanälen,
Zu viel Sport auf allen Pfaden,
Zu viel Ort darf Sport sich wählen,
Überall nimmt Optik Schaden.

Ständig schnauft und japst und schwitzt es,
Ständig schaut's nach Camping aus,
Ständig blökt ein überhitztes
Blödgesicht aus Körpern raus,

Die in eine Form sich bringen,
Die vorab jed Stil vermisst.
Ehrgeiz gärt im zähen Ringen,
Das die treue Smartwatch misst.

Zu viel Sport in meinem Sichtfeld,
So viel Sport - und immer hässlich!
Was der Plebs für seine Pflicht hält,
Ächtet der Flaneur als grässlich.

Inselabschied & das eintausendvierhundertneunundzwanzigste Gedicht

Die Gärten auf Süd-Mahé

Osterbrunch (Mahlzeit Zwei)

Ich fraß so viel, dass ich vergaß,
Wen von der Schar zuletzt ich aß:
Es gäb der Kandidaten zwei -
Nur war's die Henne, war's das Ei?

Banyan & das eintausendvierhundertfünfundzwanzigste Gedicht

Blick von der Veranda des Banyan Tree am Anse Intendance

Streiten an Scheißtagen

Vielleicht wetzen wir die Messer
An minder hassenswerten Tagen?
Man würd' sich dann wohl besser
Und angemessener betragen.
Ich schaff' (oder vermag)
Den Tag nicht auszublenden.
Obschon ich Schärfe mag -
Für heut woll'n wir's beenden!

Südmahé & das eintausendvierhundertvierundzwanzigste Gedicht

Die Flora auf Süd-Mahé

Comme ci, comme ça

Von der Todgeweihten Leiden
Kehrte er in das Leben zurück!

Doch nicht wenige Christen neiden
Dem Barabbas - unschön - sein Glück.

Inselverkehr & das eintausendvierhundertdreiundzwanzigste Gedicht

Straße auf Mahe

Betanleitung

Mit den Füßen kann man nicht beten -
Da lohnt nicht einmal der Versuch!
Man kann sie zwei Stunden bekneten -
Dann mault jeder Gott: "Is' genug!"

Nein, zum Beten nimm lieber die Hände
(der Dürer zeigt anschaulich wie)!
Dann spricht Gottes Wohlgefall'n Bände:
"Gelobt sei die Anatomie!"

Takamaka Rewind & das eintausendvierhundertzweiundzwanzigste Gedicht

Am Anse Takamaka auf Mahe

Verkürzter Langmut

Seit Tagen sein Versagen
Nicht einzuseh'n zu wagen
Mag Blagen nachzusehen sein.

Ich soll auch dich verstehen? - Nein.

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