Kassendienst
Da sitz ich am Einlass und keiner kommt rein.
Ich könnte derweil auch ein Raushalter sein:
„An mir“, könnt ich schrei’n, „kommt hier keiner vorbei!“
Doch was wäre ich froh, wär’s nicht eh einerlei …
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten
Kassendienst
Da sitz ich am Einlass und keiner kommt rein.
Ich könnte derweil auch ein Raushalter sein:
„An mir“, könnt ich schrei’n, „kommt hier keiner vorbei!“
Doch was wäre ich froh, wär’s nicht eh einerlei …
Einmahligkeit der Massenware
Gewöhnliches wie der Geruch
Von frisch gemahl’nen Bohnen
Ist ein verlässliches Genug
Für feinste Sensationen.
Bei der Schwabinger Schaumschläger Show am 2. März 2025 entstandenes Gedicht, bei dem es galt, in der 15-minütigen Pause einen Vierzeiler mit den vom Publikum vorgeschlagenen Wörtern „Stahlrohrrahmen“ und „Erdbeere“ zu verfassen
Berts Ehre
Neulich dacht‘ ich beim Ramensuppe-Verzehren:
Nie würd‘ Bert seiner Ehre auf Erden entbehren!
Er stahl, nur weil er f-ror, zwei der Stahlwollschaf-Samen
Und der Up-roar danach hielt sich durchaus im Rahmen.
Wahllich wahrlich!
Wählerstimmen schnalzen stolz
Mit den Umwählzungen …
… uhrknallscheues Urnenholz
Hat kein Schall durchdrungen.
Verfügung
Ich kann mich nicht daran entsinnen,
Dass ich mal was vergessen hab.
Und sollte ich damit beginnen,
So legt mich schnell in wessen? Grab!
Vorabendtreffenerinnerung
Ein. Die Biergespräche war’n lang,
Nun nötigt mich mein Harndrang
Spätnächtens aus dem Bett raus.
Ich denke: „Das war nett!“ Aus.
Aus der Hüfte
Ein ewiger Pain in the Ass,
Verpackt als WG im Gesäß –
Es posaunt die Sau aus dem Po dumpf
„Boah, bin ich im Arsch!“ als Triumph.
Unenthülltes Wunschmaß
Heut machte eine gute Fee,
Dass ich wieder gut ausseh!
„Aha, alles klar – wie viel Wünsche stand’n offen?“
Da kannst du nun nicht auf ’ne Auflösung hoffen …!
Liebesmüh in Identreimen
Da ich deines Leibes Fülle
Immer mit was Liebes fülle,
Kenne ich des Lobes Fälle
Bis hin zum „Zu low!“-Gefälle.
Der Dachdecker von Andechs
Der Dachdecker sagt täglich: „Ach,
Wenn ich die Drecksarbeit nich mach,
Leckt’s an der rechten Eck vom Dach –
Und das an jedem sechsten Tag!“
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