In genau solchen Ecken steh’n immer die Doofen,
Die dornigen Dirnen und Hirnkatastrophen.
Die sind wie geschaffen zum Sympathisieren,
Weil sie wie die Affen im Gleichklang parieren.
Nein, die horchen nicht auf, die gehorchen Befehlen,
Die horten den Aufruhr, man würd‘ sie bestehlen! –
Die stehen auf Abruf für vieles bereit.
Mein Körper schreit: „Leute, ich will keinen Streit!“
Doch vor ihrem Gedroh muss sich niemand erschrecken –
Das sind so ’ne Leute, das sind so ’ne Ecken! –
Die macht nur dein schwindender Glaube ans „Wehr dich!“
So raumfüllend mächtig und letztlich gefährlich.
Kam mir in manch Denktal schon schnell in den Sinn:
„Das wär so ’ne Ecke da – stell dich mal hin!“,
Rang nieder den Wunsch nach bequemem Verweilen
Die Wiedererkenntnis der ersten zwei Zeilen.
Es war Krieg, den der Sommer Vergangenheit sein lässt –
Der Frühling verspricht zu gern schiefen Triumph,
Wenn Welt sich aus Angst vor Veränderung einnässt
Und Regengefahr zwickt das Leben im Sumpf.
Es war Krieg, weil für Frieden der Anlauf zu kurz war
Und viel zu viel Sehnsucht im Sang der Soldaten –
Schon strich der Verdacht über manches Geburtsjahr,
Doch alles schrie: Davon war nichts zu erwarten!
Es war Krieg, weil dies Selfie im Album noch fehlte –
Uns drohte ein Untergang in Langeweile!
Manch Schweigen schon Feedbackkanäle entseelte –
Das Bröseln der Neuigkeit zwang uns zur Eile!
Es war Krieg, den der Sommer Vergangenheit sein lässt –
Er bescheint unsre Hände als unschuldig rein.
Es war Krieg, dessen Schuldscheinbedruckung schnell einblässt –
Wenn Zeit die Geduld frisst, wird wieder Krieg sein.
Dort fordert man, dass fortan die Alten
Besser ihre Fressen halten,
Ordert, dass all die Horden gelenkiger Jungen
Halten die Krall‘ um die Lenker geschlungen!
Dem entgegnen die Gegner: Fürs Erbe vom Schalter
Kommt ihr bald von selbst ins Alter!
Mir dünkt den Einspruch, Euer Ehren,
In Eurem Namen abzuwehren:
Wir sind am Punkt, da Diskussionen
Noch nicht einmal als Übung lohnen –
Man schmückt sich nur noch mit Gebelle
Und rückt kein Stück mehr von der Stelle –
Drum lasst uns unsern Blutdruck senken
Und nicht noch weit’re Zeit verschenken!
Da macht es sich der Herr Poet doch mal wieder sehr einfach …
Auflösung von Wolkenfeldern,
Auszahlung von Fördergeldern,
Ablösung von Nachtwachtschichten,
Ansammlung von Kurzgedichten –
Jeder kann in schweren Zeiten
Einen großen Beitrag leisten!
Vielleicht wetzen wir die Messer
An minder hassenswerten Tagen?
Man würd‘ sich dann wohl besser
Und angemessener betragen.
Ich schaff‘ (oder vermag)
Den Tag nicht auszublenden.
Obschon ich Schärfe mag –
Für heut woll’n wir’s beenden!