Der Nachwuchsforscher
Ich bitte meine Omi um
Den Eintritt fürs Atomium
„Mein Guter, frach den Opi, ja?!“
Dann geh’s halt nach Utopia …
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Der Nachwuchsforscher
Ich bitte meine Omi um
Den Eintritt fürs Atomium
„Mein Guter, frach den Opi, ja?!“
Dann geh’s halt nach Utopia …

Biertradition
Als Getränk sind Brüss’ler Biere
Ein Geschenk für Rüsseltiere
Man sagt, schon das Mastodon
Kostete manch Mass davon

Der erste Besuch
1) Schön, dich mal zu sehen …! Warte,
Hol‘ mir grad ’ne Tageskarte
Will viel als „Gesehen“ taufen
Ohne groß herumzulaufen
Gerne saug ich alles auf –
Aber halt im Schnelldurchlauf
Bin heut zu sehr freizeitklamm –
Reicht nur für ein Kurzprogramm
Will mich nicht umsonst abhetzen –
Kannst du mir in kurzen Sätzen
Sagen, was sich wirklich lohnt
(„Wirklich“ wirklich stark betont)?
2) Keine Antwort ist kein Satz
3) Doch dann öffnet sich ein Platz
Den ich ganz erfüllt beschreit‘
Und mit seiner Gültigkeit
Zwingt er mich zum Innehalten
Und den Turbo abzuschalten
Ach, wie dort die Zeit verstrich!
Und ich dachte an die zig
Dinge, die ich nicht mehr sah –
War zumindest ihnen nah …
Und nun schlummert das Ersparte
Tief in meiner Tageskarte

Ganz ohne Druck
Ein 3D-Drucker bräuchte fast sechs Jahre, um den Kölner Dom zu drucken
Wahrlich eine lange Zeit!
Boah, fast sechs Jahre stoisch drucken – dann den Dom hervor zu spucken …?!
Ja, wir sind noch nicht sehr weit!
Denn so ein Drucker ist komplex
Ebenso der Dom! Nun, sechs
Jahre – ungefähr so lang
Dauert noch der Druckvorgang
Zwar wird – so ist vorauszuseh’n
Sein Tempo sich schon bald erhöh’n
Doch bis dir jemand sagt: „Ach guck:
Dome zum Sofortausdruck!“
Wird gleichfalls noch sechs Jahre dauern …!
Da indes des Domes Mauern
Ausdruckslos wie down-to-date
Aufgetürmt zur Majestät
Voll schnippischen Gleichmuts dem Fortschritt trotzen
Und mit ihrem Dasein protzen

In Kölle gelasse, wenngleich im Hintergrund: Der Dom.
Get Up, Stand Up Comedian!
Wir allesamt sind Frohnaturen
Obgleich man das zunächst nicht sieht
Doch fand ein Trapper unsre Spuren
Am Rand vom seichten Moorgebiet
Der Horton hörte dort ein „Hu“
Das schrieb er dann uns Narren zu

Herbstspaziergang am Planschbecken des Sommers.
Narziss
Ach, könnte ich, ach, könnt‘ ich doch
Wie Jesus übers Wasser geh’n
Und in der Oberfläche Spiegel
Das Baumeln meines Sacks beseh’n!

Die Sommersimulation Münchens läuft weiter! Trotzdem beiße ich mich an den Herbstgedichten fest.
Herbstgedicht für seltsame Kinder
Kastanien, Kastanien
Kastraten und Knast-Arien
Arkadiens krasse Nagetiere
Und Katasteramtspapiere
Karstig knacken die Cassetten
Gleich Kastiliens Kastagnetten:
„Was haste getan, Ian!?“
Überall Kastanien!

Indian Summer
In Erinn’rung an die Sonne
Wechseln Blätter ihre Farbe
Dass man all der Wärme Töne
Besser im Gedächtnis habe

Das zweite Mal in diesem Monat in der Stadt der Projekte. Das x-te Mal in diesem Jahr. In Berlin.
Der Traumtänzer
Für deine Pläne bräucht‘ es drei weitere Welten
Doch die Götter – sie halten sich grade zurück
Wie oft fehlte dir nur der Platz, um zu gelten?
Du hast mit den Schöpfern von Rahmen kein Glück!
Wenn die Welt erst beginnt, dich Versager zu nennen
Wappnest du dich schon längst mit ’nem neuen Projekt
Du bist und du bleibst einfach ewig im Rennen
Und hältst dich in puncto Erreichtes bedeckt
Kostümierst dich so gerne mit Excel-Tabellen
Und negierst deine Neigung zum Festangestellten
Du würdest dich ja deinen Aufgaben stellen
Doch bräuchte es dafür: drei weitere Welten
Nichts zu tun, außer für eine Slam-Revue in Augsburg drei Texte hervorzusuchen – und trotzdem kein neues Gedicht im Blog?! Ist das schon der Anfang vom Ende?
Schreibblockade bei Dreihundertachtzig?
Schreibblockade bei Dreihundertachtzig!
Plötzlich stoppt all der Schreibfluss mit quietschenden Reifen
Was dir ein Profil erschien, dampft und verflacht sich
Vermag auf dem Untergrund nicht mehr zu greifen
Der Nullfallsreichtum schleicht sich an
Und fragt, ob er dir helfen kann
Die Antwort kennst du, doch sagst: „Nein –
Das regelt sich von ganz allein!“
Ich werd‘ jetzt mal ein Stündchen warten
Dann vorsichtig den Motor starten …
Und vom Start weg mit Vollgas Ressourcen verprassen!
Der Rat, es mal langsamer angeh’n zu lassen
Verbreitet zwar mit dreister Macht sich
Doch nicht bis zur Taktzahl von Dreihundertachtzig!
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