Wie könnt ich dir mehr als nur undankbar sein
Da ich dich von außen betrachte?
Wir war’n wie aus Volldampf im Mittenhinein
Und opferten nichts dem Verdachte
Mancher Zustand drängt nicht, ihn als Glück zu versteh’n
Und versinkt dann im Zuselbstverständlich
Wir trudeln fast lieblos durchs Weitergescheh’n
Ich stecke im Berufsverkehr
Und kenne mich nicht aus
Mein Handgepäck ist viel zu schwer
Weiß quasi nix von Staus
Ich hätte gern wie ihr zu tun
Doch künstler‘ durch das Leben
Begünstigt mich dies Dasein nun?
Plagt euch grad Neid? – Nö. – Eben.
Möcht ich mit dem Rest Elan noch etwas bezwecken?
Gibt es einen lohnend Wert für mich zu entdecken?
Soll ich in der Niederwelt wieder suchend taumeln?
Oder lass ich unterm Glied frei mein Säckchen baumeln?
Letzteres soll fortan sein: Sinn von meinem Leben!
Habe dieser rohen Welt doch noch was zu geben …
Unter den Kartoffelschalen
Finden keine Schönheitswahlen
Statt
Wiewohl unter Schalentieren
Diesbezüglich Dates kursieren
(Datum – Uhrzeit – Stadt)
Auch unter Kartoffelkäfern
(Die ich plante einzuschläfern!)
Wird verdruckst gemunkelt
Warum man wohl Landgaststätten
Die normal geschlossen hätten
Nachmittags verdunkelt
Kurz zuvor gefiel’s manch Kerfen
Schick in Schale sich zu werfen
Und man fragt: Warum?
Nun, in der Gerüchteküche
Gehen nicht nur Wohlgerüche
Um
Mitten schaler Nachgeschmäcker
Schreit wohl bald schon ein Entdecker
Der’s enthüllet hat:
Sehr wohl finden Schönheitswahlen
Unter den Kartoffelschalen
Statt!
Nur ich kann beim Kartoffelschälen
Nicht zwischen schön und hässlich wählen
Lass zahllose Schalen vom Abfall verwalten
Werd nur eine Schale Kartoffeln behalten
Die Sonne schwalbt durchs Schattgeäst
Und Laub wie Laub krönt Welten farben
Wie wallt sich auf zum Schatz der Rest!
Als würde noch geheim: Es starben
Die Prachten solcher Königtümer
Im angestammten Jahrestakt
Und üblich reisst’s von ungestümer
Glorie Herzhaut, falben nackt
Für dich regt sich schon Auferstehung
Mit mir schimpft Herr St. Nimmerlein
Schwenkt längstens in die Unumgehung
Des baldigst Ganz-Gewesens ein
Die Ausflugsflutler cruisen rum
Und alle Welt ist Eiscafé
Schnall, Helmut, dir den Kinngurt um!
Im Winter liegt ja meistens Schnee
Dann hilft uns die Erfahrung
Last wirkt froh und munter – Grund:
Der Lenker pflügt durchs Kunterbunt
Ich mag dich unter Wahrung
Des klug ausgefädelten Planungsquadrats
Im Dehnschmerz des Zuviel-wär-nicht-gut-Spagats
Vor gut rasiertem Publikum