Von dem Punkt, ab dem man das Meer sehen kann,
Gilt für mich alles als Strand.
Und dass man auf sowas nie zählen kann, Mann –
Das hab ich auch schon erkannt!
Wo niemals Erfüllbares Horizont ist,
Mühst du’s vergebens zum Fakt.
Ich steh, derweil du noch Entfernungen misst,
Hier schwimmbereit, einsam und nackt.
Ein Vormittag vorm Monitor
Kommt mir erheblich kürzer vor
Als, sagen wir, am Strand
Von einem fernen Land.
Es gilt, man kann sich schadlos aalen
In Bildschirm- oder WLAN-Strahlen,
Derweil das treue Sonnenlicht
Zu tief in unsre Häute sticht.
Mein Körper widerspricht
So vehement wie schlicht.
Gewiss gereicht es ihm zum Test,
Was man an Spuren hinterlässt:
Dort von zig Cookies angezapft,
Dort barfuß in den Sand gestapft.
So lässt sich für ein Wohlbefinden
Kein besseres Symbol wohl finden
Was werd ich einst in meinem Sarg
Den Meereswind vermissen,
In dem ich mich so leicht verbarg
Als weichrasantem Kissen
Vor jedem To-Do-Listentagesbedarf
Dank zeitnivellierendem Kummerlosschlaf
Und sowas von lichtgewiss über der Erde!
Oh, wie ich das vermissen werde …
Sehr beliebt: die Osterzeit (Albatross und Pelikan)
Albatross und Pelikan,
Eine Brise Seemannsgarn,
Eine Kaltmamsell mit Brille,
Pekannüssehüllenfülle
Prägt den Tross der Albernheit.
Sehr beliebt: die Osterzeit.
Lotst per Heli einen Kran!
Kalb verkostet Priem auf Kahn,
Prost Alberto, Peter Pan,
Albatross und Pelikan!
Am Morgen, wenn die Nebel sich, scheint’s, zunehmend verdichten,
Mag ich geballte Zuversicht auf spätre Stunden richten.
Die Weser trägt die Zuversicht als Meer in ihrem Willen,
Das nebulös grad zu mir spricht – so denke ich, im Stillen.
Dass der Möwenflug nicht beschreibbar ist,
Ohne sehr kitschig zu werden,
Bestätigt jeder Maschinist.
Und nasengerümpfte Beschwerden
Der meermissverstehenden Landrattenclique
Behaften die nie sich erhebenden Blicke
Mit Gastspielbeschwernis auf Erden.
Vielleicht strömt uns die Seichtigkeit
In jene Möwenleichtigkeit,
Dass Verse wie bodenlos werden.