Klinik
Geht es gen Genesung?
Versum zur Verwesung?
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten
Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

Klinik
Geht es gen Genesung?
Versum zur Verwesung?

Anbaden am 9. März
Das ist nicht belebend!
Das friert alles ein.
Diese Schönfärberei, das könnt anregend sein,
Ignoriert doch wohl wissentlich jenen Moment,
Da das Frösteln sich einschießt
Und die Muskelkraft abfließt,
Jeder Hautfleck vor Kälte erbrennt.
Vielleicht hilft ja nur Disziplin in dieser Frage?
Vielleicht braucht’s auch nur einfach noch mehr warme Tage.
Krokusse et. al.
Die Winterlandschaft um uns rum
Ist schwerst gebanntes Publikum.
Poetisches Verhalten
So: Während des Lesens von diesem Gedicht
Geht bitte niemand kacken!
Auch darf, wer vorm ersten Reim sich hier erbricht,
Gern seine Sachen packen!
Man kratzt sich pro Strophe nicht zweimal am Sack
Und hustet seinen Schleim ab!
Der Mindere schütze vor minderem Pack
Das, was ich euch zum Reim gab!
Im Gleichschritt
Wir zieh’n mit unsrer Meinungsmannschaft durch unsre eigne Stadt.
Sträubt sich wer gegens Durchmarschier’n, so latschen wir den platt.
Postüberzeugt kopier’n wir die Methoden der Verhassten –
Man sollte die Gefolgschaft nie mit Skrupeln überlasten!
Es gibt per se nie Unfairness unter den Gerechten –
Höchstselbstbefugt fungieren wir als Abschlächter des Schlechten.
Doch – der erstbeste Schrei hat sich selbst langsam satt
Und schreibt schon am nächsten Kapitel der Stadt.
Schaudershowvers
Schau da! Wen schaudert’s da wohl nicht,
Wenn in ’nem schaurigen Gedicht
Die Schaufelbaggerschaufeln schaukeln,
Ein Stillleben uns vorzugaukeln,
Da lauthals alle falsch verschraubten
Schaufelbaggerschrauben shouten:
„Wir halten nicht mehr lange!“ – ?
Und dementsprechend bange
Verfasst im Schaufelbaggerschatten ein schnaufend‘ Autor dies Gedicht.
Schau da, wen schaudert’s da wohl nicht!?
Wahllich wahrlich!
Wählerstimmen schnalzen stolz
Mit den Umwählzungen …
… uhrknallscheues Urnenholz
Hat kein Schall durchdrungen.
Frühlingserwachen
Wenn gierig mich ein Krokus küsst,
Der sonst viel lieber Rohkost isst,
Dann fühl ich mich begehrt.
Wenn dann mich ’ne Narzisse disst
„Ich glaub, dass du ein Nazi bist!“,
Bin ich sogleich entehrt.
Das Schneeglöckchen interveniert,
An Schamhaarlöckchen interessiert,
Die ich grad frisch gekämmt,
Wofür, wie es aus Tulpen haucht,
Ich nur ’ne App als Tool gebraucht.
Ach, Frühling, bin enthemmt!
Verfügung
Ich kann mich nicht daran entsinnen,
Dass ich mal was vergessen hab.
Und sollte ich damit beginnen,
So legt mich schnell in wessen? Grab!
Ripostegedicht auf „Typisch Mann? Kartoffelgedicht“ von Regina Meier zu Verl (die letzten zwei Zeilen aus dem Original übernommen)
Typisch deutsch? Kartoffelgedicht
In jeder Küche unumgänglich
Und auch im Umgang unverfänglich
Steht die auch Erdapfel genannte,
Durch grüne Politik entmannte,
Aus deutschem Boden geriss’ne Kartoffel,
Nun unter dem EU-Pantoffel.
Diese Knolle heißt Sieglinde,
Obwohl sie lieber Siegfried wär,
Drum grollt sie toll herum: „Wie finde
Ich nur zu alter Stärke her?
Ich galt durch Stärkehaltigkeit
Als Berserker hier weit und breit!
Doch Ruhm und Ehrfurcht sind perdu
Als Beilage im Welt-Menu.
Kartoffel ist ein Hauptgericht!
Von Wut durchkocht, behaupte ich:
Die Eupürierer woll’n uns breiig!
Rührmühlen der Schande! schrei ich!“
Die Deutsch-Kartoffeln laufen blau an,
Wenn sie um braune Schalen trauern.
Nun, trotz unsres Gefall’n an Normen:
Kartoffeln gibt’s in vielen Formen:
Püree, Gratin, Kroketten, Chips
Als Rösti oder Pommes Frites
Ja, es serviert, wer’s edgy mag,
Kartoffeln gern zum Vegi-Tag.
Das solltest du niemals vergessen
Und jetzt lass mich in Ruhe essen!
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