Pariser Platz
Jetzt bist du fast.
Wie Früher. Und jeden Tag
7.000 Megabyte schwerer.
Hier nimmst du ein Bad im Dat
enmeer der Speicherkart
en. Und tauchst wieder auf
in Japanitalien, Spaniengland, Bergischglatt, Bach.
Sowie Paris, natürlich.
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten
Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

Pariser Platz
Jetzt bist du fast.
Wie Früher. Und jeden Tag
7.000 Megabyte schwerer.
Hier nimmst du ein Bad im Dat
enmeer der Speicherkart
en. Und tauchst wieder auf
in Japanitalien, Spaniengland, Bergischglatt, Bach.
Sowie Paris, natürlich.

Das gilt insbesondere für Dich, Pauline!
Eh der Efeu Feuer fängt
Und lodernd überm Boden hängt
Eh dort Feen lebendig garen:
Bändigt ständig Brandgefahren!

Auf der Karlsbrücke
Küssen
Zu Müssen
Is
Gewiss
Die Schönste aller Pflichten
Schön sind auch: Geschlechtsverkehr
Die Schlemmerei, das Dichten

Es ist wie es ist
Ich spie in den Spiegel, geltungsbedürftig
Doch flirtend mit dem Abbild schlürft‘ ich
Alle Rotze wieder ein
Und trotzt‘ nie mehr dem Widerschein

Dem Gefährten
Vielleicht lohnt es sich doch noch zu kämpfen
Hast das Leben zu früh du zu Boden geworfen
Benebelt von Schweiß und verzweifelten Dämpfen
Steht die Kirche noch rüstig und stur hier im Dorf, denn
Sie übersteht dich, übergeht dich
Auch der Rest der Welt, er dreht sich
So, als sei da nichts gewesen
Man hat nie von dir gelesen
Aber aus dem Fundament
Stahl ein Wer, das niemand kennt
Einen Stein
Der sei dein

Berlin an guten Tagen
Berlin an guten Tagen ist
Wie wenn man warmen Honig frisst
Und Musen schmusend danach gieren
Dich, Dichterwicht, zu inspirieren
Für immerdar
Ambrosia
Und Fräuleins
Die an ungestörten
Orten sportlich unerhörten
Wohlgefallen auf dich schwallen
Selbst die U-Bahn empfängt dich mit offenen Armen
Alles spielt hier kokett nach des Zufalls Erbarmen
Ständig geküsst von Laternenschein-Milde
Schnurrt die Nacht um den Tag
Und die Nacht ist ’ne Wilde
Doch von dir werd ich immer gezwungen zu sagen
Wie Berlin ist an wen’jer gelungenen Tagen
Nun,
Nicht so gelungen. Aber das dann mal richtig!
Nur drei Tage später ist’s auch nicht mehr wichtig

Ich bau‘ dir ein Schloss
… ans Ende der Karl-Marx-Allee!
Wär‘ das nicht der aller Entrées ihr Entrée?
Ein jeder käm‘ uns noch von sonstwo entgegen
Um nur einmal sich dortlängs hinfortzubewegen
Alles pro Promenieren und Boulevardieren
Per flachem Flanieren dem Trott trottoiren
Und halt manchmal auch einfach nur gradwegs spazieren
Mit Upgrade-Gezwirntem mittenmang
Wer sich geh’n lässt, ergibt sich dem Droschkenzwang
Hei, da grüßt schon recht stramm die Strausberger Garde
Man hält sich an Restkandelabern gerade
Und im bersteinrostgoldenen Lichtergewühle
Beschleichen uns schlendernd noch Torschluss-Gefühle
Da fühlt sich der Streuner wie ein Burgherr in spe
Auch wenn hier kein Schloss steht – Kerl, wat’n Entrée!

Das Sein bestimmt das Selbstbewusstsein
Als höllisches Tier am Halleschen Tor
Kommst du dir völlig nutzlos vor

Nadelöhr der Anglikanischen Kirche
Patam! Pappatann! schallt Londons U-Bahn –
Kann man dann dort denn nie in Ruh‘ fahr’n?
„Herr, bedeutet Fortbewegung
Hier jed‘ Wort Hinfortzerfegung?!“
„Was? Ich hab Dich nicht verstanden!?“
This is how it goes in London …

666
Lass unsrer Körper Rohheit noch weiter vergröbern
In Stumpfheit und Dumpfen akribischstens stöbern
Unsre Eintönigkeit soll vernichtender wüten
Und fortwährend nur das Entsetzlichste brüten
Uns verfinstert die Schwärze von Abgrund und Fäule
Das Schnauben der apokalyptischen Gäule
Wir woll’n rücksichtslos jedweden Zustand zerstören
Und uns dem Ruin wie dem Abgrund verschwören
Unser katastrophales Dahinvegetieren
Wird tödliche Unruhe kontaminieren
Und den tödlichen Wahn, auf dem lässig wir gleiten
Besprenkeln bald Gehässigkeiten
Wir sind von neuem Unglück erschütterte Wesen
Von Qualen und Fürchterlichkeiten erlesen
Anstatt zerbrechlich woll’n wir nun verbrecherisch sein
Und Widerwärtigkeiten spei’n
Von verzagenden Balken ward unlängst berichtet
Die grundlos von Armut zugrunde gerichtet
Man beklagt sich bei uns sichtlich entrüstet: „Warum?“
Drum.
– Die 266 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)
– Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:
* Costa Rica
* Hawaii
* Indien
* Japan
* Kuba
* Madagaskar
* Malaysia (Borneo)
* Marokko
* Mauritius
* Namibia
* Seychellen
* Sri Lanka
– Gedichtthemen:
* Alter, Schmerz, Tod
* Autor & Schreiben
* Berg, Fluss & Tal
* Berlin
* Fahrzeuge
* Frühling
* Gebäude & Urbanes
* Geburtstag/Hochzeit
* Geld & Karriere
* Grusel
* Haus & Heimat
* Herbst
* Internet & Technik
* Kleidung
* Kindheit & Jugend
* Körperteile
* Kunst & Inbrunst
* Länder/Kontinente
* Liebe & Beziehung
* Märchen
* Mord & Totschlag
* München
* Musik & Gesang
* Ostern & Weihnacht
* Pflanzen & Natur
* Poetry Slam
* Politik
* Promis
* Regionales
* Religion & Philo
* Reisen
* Rüpeleien & Tiraden
* Schlafen
* See
* Sex & Erotik
* Sommer
* Speis & Trank
* Sport
* Städte
* Strand/Meer
* Silvester & Wechsel
* Tabak & Alkohol
* Tanzen
* Tiere
* Unsinn
* Wind & Wetter
* Winter
SLAMMED! – das Buch – zum Sonderpreis!
Achtzeiler Alter, Tod & Abschied Autor & Schreiben Berg, Fluss & Tal Berlin Dutzendzeiler Einakter Erde Essen Fahrzeuge Feuer Gebäude & Urbanes Geld, Arbeit, Karriere Grusel Haus & Heimat Internet & Technik Kindheit & Jugend Krummzeiler Kuba Kunst & Inbrunst Körperteile Liebe und Beziehung Luft Marokko Mord & Totschlag München Pflanzen & Natur Politik Reisen Religion & Philosophie Ripostegedichte Rüpeleien Schlaf & Langeweile Sechszeiler Sex & Erotik Speis & Trank Städte Tabak & Alkohol Tiere Unsinn Vierzeiler Wasser Wind & Wetter Zehnzeiler Zweizeiler