Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Roseninsel & das eintausendsechshundertachtundsechzigste Gedicht

    Blick auf die Roseninsel im Starnberger See

    Binnenlichtblicke

    Aus der Tiefe des Raumes raunt dein Kühlschrank ins Hier:
    „Ich will dir ein Freund sein, ich kühl und gefrier,
    Werd deine Versorgung von Sorgen entkeimen –
    Bin wirklich sehr angetan von deinen Reimen!

    Auch der Stuhl juchzt, wie cool es sei dich zu be-untern,
    Und mag nun zu neuen Gedichten ermuntern.
    Und
    Tiriliert nicht die treu isolierende Tür:
    „Hätt’st du einen Vorschlag – ich wär schon dafür!“?

    Dann

    Lass dich nicht zu sehr beschwingen
    Von von dir bezahlten Dingen!
    Solch Binnenlichtblicke sind nur eine Falle –
    Denn draußen, da hassen dich ausnahmslos alle!


  • Holzfäller & das eintausendsechshundertsechsundsechzigste Gedicht

    Baumfällarbeiten im Englischen Garten

    Wangenfelle

    Vom flaumigen Schimmer
    Zur struppigen Härte –
    Es wachsen uns immer
    Die lästigsten Bärte!

    Fehlt die Zeit, sie zu entfernen,
    Muss man sie zu leiden lernen.


  • Höhepunkte & das eintausendsechshundertdreiundsechzigste Gedicht

    Am Starnberger See bei Schloss Possenhofen

    Dritte Auftragsversewoche 2021: Gewünscht wurden Gedichte zu den Themen Steuererklärung, die Abstammung vom Affen, Wim Thoelke, das Grend Kulturzentrum, Rot-Weiss Essen, Bierbrauen, Steingärten, Mütter und Tanz/Gymnastik.

    Schulsport, Schwerpunktwahl: Gymnastik/Tanz

    Hab die Anmut mehrfach gebeten zum Tanz –
    Dass sie nicht lauthals lachte, war pure Kulanz.

    Mit Keulen, Ball, erst recht mit Band
    War ich so minderelegant!
    Und was ich überwand, war bloß
    Mein Stolz – „Was soll’s?!“ – und hemmungslos
    Gymnastikte ich jede Kür.
    Mein Selbstbild seufzte: „Kerl, wofür?!“

    Nur weil die Grazie grad nicht will,
    Halt ich nicht einfach artig still!
    Eh wir vom Schulstress uns entfernen,
    Lass uns noch etwas Coolness lernen:
    Man kann sich im Dreikampf mit Anstand platzieren
    Oder beim Freitanz mit Abstand verlieren.
    Mein ungelenker Loser-Ritt
    Wär heut geschenkter YouTube-Hit!

    Die Anmut und ich hab’n nach schmerzhaften Stunden
    Uns dann über anderen Wege gefunden.


  • New Generation & das eintausendsechshundertzweiundsechzigste Gedicht

    Entenpopulation am Starnberger See bei Possenhofen

    Dritte Auftragsversewoche 2021: Gewünscht wurden Gedichte zu den Themen Steuererklärung, die Abstammung vom Affen, Wim Thoelke, das Grend Kulturzentrum, Rot-Weiss Essen, Bierbrauen, Steingärten, Mütter und Tanz/Gymnastik.

    Kinderdank

    Ach, Undank scheint der Lohn der Welt,
    Wenn sich dein Sohn vom ersten Geld
    ’ne weitere Mama bestellt!

    Nun ja, es war nur nett gemeint,
    Was letztlich so verletzend scheint –
    Und eh jetzt jeder einzeln weint:

    Was sich bewährt als Ideal,
    Erwirbt man gern ein zweites Mal –
    Und da warst du die erste Wahl!

    Beschwichtigt dies auch nicht dein Leid –
    Du wahrst dir deine Wichtigkeit!
    Den Stil berichtigt dann: die Zeit.


  • Dreischlösserweg & das eintausendsechshunderteinundsechzigste Gedicht

    Auf dem Dreischlösserweg im Schwangau

    Dritte Auftragsversewoche 2021: Gewünscht wurden Gedichte zu den Themen Steuererklärung, die Abstammung vom Affen, Wim Thoelke, das Grend Kulturzentrum, Rot-Weiss Essen, Bierbrauen, Steingärten, Mütter und Tanz/Gymnastik.

    Mein Garten

    Ich schotter meinen Garten zu,
    Leg all des Rottkrauts Saat zu Ruh,
    Und reines Steinsein überdeckt,
    Was unbefugt gen Wuchs sich reckt.

    Organisches gebärt Verderben –
    Auch wir, die wir fortwährend sterben,
    Haben diesen Ort nur von den Kieseln gelieh’n,
    Vom Sand und vom Staub, die ihn bald überzieh’n.

    Für all den Kreuch- und Fleuchbelag
    Läuft nur ein Zwischenmietvertrag –
    Zur Übergabe, besenrein,
    Muss alles ohne Wesen sein.

    Der Bub und Gattin Gabi wohnen,
    Schon hübsch umhüllt von Gabionen,
    In Steinegemeinschaft, von Streben umgittert.

    Es braucht ja Äonen, bis sowas verwittert.


  • Kalvarienberg & das eintausendsechshundertneunundfünfzigste Gedicht

    Der Gipfel vom Füssener Kalvarienberg

    Dritte Auftragsversewoche 2021: Gewünscht wurden Gedichte zu den Themen Steuererklärung, die Abstammung vom Affen, Wim Thoelke, das Grend Kulturzentrum, Rot-Weiss Essen, Bierbrauen, Steingärten, Mütter und Tanz/Gymnastik.

    Rot-Weiss Essen

    Sie kämpfen nicht um Meisterschalen –
    Die kann ja eh kein Mensch mehr zahlen! –
    Und viele Vereine sah man schon versumpfen
    Im Loop von den dauernden Titeltriumphen!

    Man ist gewöhnt, aus leeren Händen
    Mit Dönekes und auch Legenden
    Den Fanschal zu verzieren –

    Und dann kann’s mal passieren,
    Dass sich der Fußballgott besinnt,
    Ein weitres Anekdötchen spinnt,
    Und Jubelschreiweihe das Fanherz durchbebt
    Zum hollywoodreifen Beweise Es lebt!

    Den Ungeübten reicht ja schon
    Ein Schnüffeln an der Sensation –
    Und das verfüllt per „Weisste noch?!“
    Den Schlund vom nächsten Leistungsloch.


  • Hohenschwangau & das eintausendsechshundertsechsundfünfzigste Gedicht

    Blick auf Hohenschwangau

    Dritte Auftragsversewoche 2021: Gewünscht wurden Gedichte zu den Themen Steuererklärung, die Abstammung vom Affen, Wim Thoelke, das Grend Kulturzentrum, Rot-Weiss Essen, Bierbrauen, Steingärten, Mütter und Tanz/Gymnastik.

    Willkommen in der Familie!

    Kläglich schrei’n täglich die Kreationisten
    Spiegelbekehrt ihr „Oh, nee – was für’n Mist!“, denn
    Sie sind ja erneut gottverdammt zu begaffen,
    Wie eindeutig deutlich man abstammt vom Affen.


  • 2in1 & das eintausendsechshundertfünfundfünfzigste Gedicht

    Waschmittel/Drogen-Geschäftsfassade in der Füssener Altstadt

    Dritte Auftragsversewoche 2021: Gewünscht wurden Gedichte zu den Themen Steuererklärung, die Abstammung vom Affen, Wim Thoelke, das Grend Kulturzentrum, Rot-Weiss Essen, Bierbrauen, Steingärten, Mütter und Tanz/Gymnastik.

    Steuererklärung 2020

    Meine Herren und Damen vom Münchner Finanzamt,
    Ich wünsch Ihn’n von Herzen ein Dasein in Glanzsamt.

    Nun, da Christi Geburt ist verzweitausendzwanzigt
    (ein Jahr, durchweg mistig und fast ohne Glanzlicht),
    Schreib ich Ihn’n dieses Tagebuch,
    Das sich beinahe liest wie ein Gnadengesuch.

    Es ist einnahmemäßig, wie leicht zu ersehen,
    Seit März(Strich)April herzlich wenig geschehen.
    Hierzu, chronologisch, diverse Belege,
    Dass ich mich im chronischen Minus bewege.

    Nach recht harten Monaten fieser Verschattung
    Erwart ich dies Jahr eine Riesenerstattung –
    Mein Soll freut sich heute schon auf diese Taler!

    Hochachtungsvoll,
    Ihr Steuerzahler


  • Brotbrunnen & das eintausendsechshundertdreiundfünfzigste Gedicht

    Brotbrunnen in der Füssener Altstadt

    Corona-Umschulung

    Ich würde mich gern durch Prozessakten quälen,
    Doch ich, ich muss Kartoffeln schälen.
    Ich könnte von Stadtteilentwicklung erzählen,
    Doch ich, ich muss Kartoffeln schälen.
    Ich soll eine Lockdown-Lektüre empfehlen?
    Na ja, es lässt sich nicht verhehlen:
    In der letzten Zeit hab ich nicht sehr viel gelesen,
    Bin vorrangig küchenbeschäftigt gewesen.
    Den Termin für die Knie-OP hab’n Sie notiert?
    Ab September hätt‘ ich an der Burg inszeniert
    Und die Models vorm Gang auf den Laufsteg frisiert,
    Mit der UNO an Brennpunkten interveniert
    Und brilliert vor schier berstenden Opernhaussälen.
    Mit was? Vielleicht Kartoffelschälen.


  • Am Boden & das eintausendsechshundertneunundvierzigste Gedicht

    Oberammergau Pferderanch Horsebackriding

    Für Sie als Bühnenperson ist das vermutlich auch keine leichte Zeit, was?

    Den Wechsel der Tage
    Spür ich nur am Barthaar …
    Nun, zu Ihrer Frage:
    Ist grad eher hart, ja!


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