Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

Autor & Schreiben

Gedichte über das Schreiben, das Dichten und das Autorendasein.


  • Elefant & das eintausendvierundachtzigste Gedicht

    Indischer Elefant im Yalla Nationalpark

    Dicht auf den Versen

    Ein unsteter Mann
    Schlurft durch dieses Gedicht,
    Hinter ihm trotten Rappen und Reiter.
    Er fragt mich: „Und dann?“
    Nun, ich weiß es noch nicht –
    Am besten, ihr trabt erstmal weiter!


  • Slam 2018 & das eintausendsechzigste Gedicht

    Vorm 25 Hours Hotel

    Ausschnitt aus dem für den Feature-Auftritt beim Slam 2018 geschriebenen k.u.k.-Teamtext

    Ein Geschenk

    Ja, Hallöchen, Popöchen – wen ham wir denn da?!
    Ihr versmaßtauben, kross-fritierten Schweineöhrchen!
    „Mein Gott, Mutti, ich glaub’s nich – da steh’n k.u.k!“
    Na, Zeit wird’s für Woah!s oder Boah!s oder Böah!chen!

    Wir sind keine Prinzen, wir sind keine Bettler –
    Auch wenn wir so aussehn –, nicht Waldorf und Statler,
    Wir sind auch ganz sicher nicht Schiller und Goethen –
    Wir sind k.u.k. – Yeah! – Koslovsky und Klötgen!
    Das reimt sich nun echt nicht! – Es sei uns verziehen!
    Wat hab’n wir ob unreiner Reime gespieen …!
    Die sich ernsthaft beim Slam in das Bühnenlicht drängen
    Man fragt sich: Wie tief können Messlatten hängen?
    Doch wenn’s nicht gelingt, Stümperei zu vermindern
    Dann lässt sich ’ne Engelmann ooch nich verhindern!
    Uns war’s stets Passion, unsre Zeil’n zu vollenden
    Anstatt sie mit seiernden Pathos zu schänden

    Auch wenn’s für uns Zeit war, die Segel zu streichen
    Zieh’n wir heut die Säbel, die Jury zu eichen!
    Drum nehmt unsern Rat an und lasst euch nicht blenden
    Von denen, die hier ihre Seele verpfänden
    Und spritzig wie aalglatt euch nach dem Mund reden
    „Die sprechen mir voll aus der Seele!“ – Auf jeden!
    Vieles wurde ja ausschließlich dafür geschrieben!
    Und das ist gar nicht ehrlich. – Nö, nur hintertrieben!
    Ist was altherrenwitzig, was unsäglich trist
    Straft’s ab, sobald es eklig ist!
    Doch sind Inbrunst und Verve auch im Wortschatz zu seh’n
    So hadert nicht lange und zückt eure Zehn!


  • Treptower Park & das eintausendsechsundfünfzigste Gedicht

    Das Treptower Ehrenmal

    Das Treptower Ehrenmal

    Den Treptower Ehrenmalerdhügelmann
    schau‘ ich mir sehr gern und auch häufiger an

    Ditt Hakenkreuz noch anne Hacken
    rechts Schwert und links das Kindlein packen
    wirft er gemächlich seinen Schatten
    auf Gras und Grab- wie Gehwegplatten

    Dem Dichter: Oase, herrscht allmächtig: Stille
    Davon gibt’s ja sonst hier nu wirklich nich ville

    Und drum beehr‘ ich’s hundertmal
    als Versemehrers erste Wahl!


  • Simbabwe revisited & das neunhundertzweiundneunzigste Gedicht

    Victoriafälle

    Der freie Fall

    Wortentspannt stürzt er in Tiven
    Die nach Fragewörtern miefen
    Was? und Wessen?, Wem? und Wen?
    Unversert vom Draufbesteh’n
    Sprudelt er nur Walle?, Walle?

    Jedenfalls berauscht er alle


  • Düsseldorfer Hütte & das neunhundertvierundsiebzigste Gedicht

    Düsseldorfer Hütte bei Sulden

    Auf der Payer-Hütte

    Ich sitz auf der Hütt‘ vom Payer
    So wie in ’ner Bütt und seier‘
    Launige Gedichte ab

    Auch wenn ich auf gut Dreitausend
    Nur auf fremde Kosten hausend
    Sicher nix zu sagen hab


  • Road to Nowhere & das neunhundertdreiundsechzigste Gedicht

    Straße im Caprivistreifen

    Zur Zukunft des Reimens

    Felle und Fälle, Welle und Wälle
    Falle und Wille, Stelle und Ställe
    Sind bereits vergeben

    Was noch unbesetzt im Jetzt
    Wird vermutlich eingesätzt
    Von den spät’ren Leben


  • Nilkrokodil & das neunhundertvierundvierzigste Gedicht

    Nilkrokodil am Chobe

    Unterwegs mit dem Inspirationsgott

    Dichtergott, sach, wat verlangsdo
    Für ein Wort wie Okavango?
    Tausend Euro tät ich geben
    Und mich eil’n, sie abzuheben!

    Ach, du schenks mir Okavango!?
    Lieber Gottasachichdango!


  • Freising & das neunhundertachtundzwanzigste Gedicht

    Freising Domberg

    Und, wie war dein Auftritt?

    Der McDonald’s am Bahnhof war dann sehr, sehr viel voller
    Als der Gästeversuch meiner Lesung
    Der Hackfettgeruch dampfte tief mich ins Moll, er
    Hielt Händchen mit meiner Verwesung


  • Potsdamer Platz & das neunhunderteinundzwanzigste Gedicht

    Potsdamer Platz

    Potsdamer Platz (und ein, zwei Gedanken über eine Namensänderung)

    Potsdamer Platz, Potsdamer Platz
    Auf dich reimt sich eig’ntlich nur Kotzalarm, Schatz!

    Wie: „Ach, da schau ma‘ her, hey – das wusst‘ ich ja nich!“
    Mensch, Platz, dafür braucht’s auch ’nen Dichter wie mich
    Wie: „Toll, aber fällt dir nichts Schöneres ein?“
    Nun, Kotzalarm, Schatz! kann so schlecht ja nicht sein
    Impliziert doch der Reim: Da sind zwei, die noch fighten
    Für die Liebesbeziehung in schwierigen Zeiten

    „Mein Zielpublikum wird das wohl nicht so versteh’n …“
    Dann müssen wir beide am Endreim was dreh’n

    Hier kommt schon Teil Zwo: Gib Pföt’gen, Schatz!
    Und dich, dich nenn’n wa Klötgen-Platz!

    Einverstanden? „Ja, ok!“
    Ich glaub’s, wenn ich die Schilder seh’…


  • Salzach & das neunhundertneunzehnte Gedicht

    Salzach bei Burghausen

    Ripostegedicht auf das Liebe-Brauen-Blumen-Ghasel von Hafis

    Ohne Titel

    Mir wird so blumig
    Wenn beharrlich
    Deine Wimpern klimpern
    In einem Bett aus Blütenblättern
    Wär’s jetzt schön zu p….
    Nein, also bitte, das sag ich jetzt nicht!
    Wozu willst du mich denn da zwingen, Gedicht!?
    Ich wollte mit Versen auf Daunenpantoffeln
    Bloß morgentauzärtlich betropfen
    Was von Blütenstaubstempeln zu Früchten gereift
    Im Wunsch, meine Liebste zu st…
    Ach, Mensch, dieses Reimen bringt mich noch in Verruf!
    Aber das bin nicht ich, der solch Anstöße schuf!
    Ich wollt‘ nur leis preisen
    Die Brauen der Braut
    Gleich dem Flockengewölk unterm stahlblauen Himmel
    Und mit meines Schöpfers unendlicher Gnad
    Frohlockt nun mein vorfreudigst bebender …
    Ach, vollkommene Ruh – da ich neben dir döse
    Benebelt vom rosigen Duft deiner …
    Ich will Schwüre in Rinden
    Von dir schwärmend ritzen
    Und unentwegt mit Sper… spr… …

    Warum nur trifft heut meine Reime
    Die volle Wucht der Unzuchtkeime?!
    Ich hatte ja wirklich nur Reinstes im Sinn!
    Alleine der Reim trieb mich immer wo hin!

    Nun füg dich meiner Absicht, du schlimmes Gedicht
    Benimm dich gefälligst – sonst schreib ich dich nicht!


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