Die Rotzfahnen-Twens mit all ihrer Sickness
Der veganunterfütterten Widerstandskraft
Hustet mich an, dass auch ich wohl bald Wick ess.
Die Regio-Luft tränkt bazilliger Saft.
Eure Laune dagegen ist minderansteckend –
Ihr wähnt euch als Aufmupfes Kinder aneckend
Und bekommt von euch selbst nicht genug.
Zelebriert über Handys ’ne Abstandsgewalt
Und schon fühl ich durch euch mich grad unsagbar alt –
Trotzdem sitzen wir im selben Zug!
Das Eishockeysein ist mir Leerstand im Leben –
Es wird keine Eishockereien mehr geben!
Der Abstand – zu groß zwischen mir und dem Schläger,
Entschied ich, der sonst ja ein Dauerabwäger:
Kein Puck erzeugt’s Zucken vom Gern-mit-Dabeisein.
Es heißt trotz Gefall’n an der Zuschauerei „Nein,
Mein Leben gibt kein’n Moment Eishockey her!“
Und von solcherlei Leerstell’n gibt’s hundertfach mehr …
Wir schlittern durch mittlere Jahre des Scheiterns,
Der Trott schlägt die Pläne des Fahrspurerweiterns.
Ja, wenn wir so wandel- und lernfähig wären –
Hätt’s nicht längst Beweise gegeben?
Das Immergleich prägt unsrer Spielräume Sphären,
Wir bleiben derweil in den Startblöcken kleben.
Was wünschen wir folglich uns fürs neue Jahr?
Möglichst viel von dem Zustand, der früher mal war.
Nun mit so vielen Jahren Verspätung
Dann doch Toxoplasma geseh’n.
Ich erflehte mir damals das sehr jung,
Nur ist es halt niemals gescheh’n.
Vor der Zeche hab ich einst das Geld mir erschnorrt –
Doch dann hieß es, sie sei’n schon vorbei.
Heut bin ich viel knapper – mit Fahrschein! – vor Ort,
Hab ein Online-Ticket für zwei:
Der eine strahlt feist voll „Ich kann’s mir jetzt leisten!“,
Der andre sein zierlicher Ahne.
Es standen Spalier in solch Paaren die meisten
Nach 40 Jahr‘ reifendem Plane.
Hab nach all der Zeit heut Toxoplasma geseh’n
Und „Asozial“ gesungen.
Für dich mag dies schal Museales umweh’n.
Für mich hat’s wie gestern geklungen.
Du Erkältungssymptom in der herbstlichen Sonne,
Bist verknittertes Elend, entblätterte Wonne,
Mit schwerem Atem und erleichtertem Sinn.
Auch wenn’s anstrengend scheint – heut bekomm ich was hin!
Ich weiß, diese Krankheit ist nicht überwunden,
Doch ich zerr aus dem Würgegriff fröhliche Stunden –
Ja, Herbst und Erkältung, ihr kriegt mich nicht klein!
Denn die Sonne scheint auf meiner Seite zu sein.
An diesem Ort könnt ich ein Leben verbringen,
Doch hab nicht mal dreißig Prozent.
Ich würd die Idylle auch lautstark besingen –
Doch finde hierzu keine Band.
Was man alles erlernt,
Eh man sich dann entfernt?!
Es befleckt die Erfahrung mit Inflation.
Denn je glatter ich sowas wie Leben verstehe,
Desto mehr schwillt der Unterton, dass ich vergehe –
Bin sinnlos der Rohheit entfloh’n.