Ich bin längst schon älter als alle Studenten,
Weiß Gott, sogar: als Professoren!
Man hält mich hier nicht mehr für einen Dozenten –
Dafür wurd‘ ich zu früh geboren.
Das ist jetzt mein Schicksal –
Doch fühl ich mich halt
Mit „He’s a bit sick?“-Mal
Noch immer nicht alt.
Mal komme ich an einer Kirche vorbei,
Ohne zuvor einem Gott zu begegnen.
Mal hängt in der Luft ein „Die Schirme auf!“-Schrei,
Obwohl’s gar nicht anfängt zu regnen.
Ich sage mir beim Weiterwandern:
„Immer eines nach dem andern!“
Und wird man zwischendurch mal nass,
Belächelt man’s ohn Unterlass.
Bevor du gehst, versuch zu flüchten!
Wer nur geht, behält zu viele Freunde zurück,
Gestützt von „Der kommt sicher wieder!“-Gerüchten
Im unberührt währenden Heimatlandglück.
Ein Abschied braucht das Theatrale –
Nur die Flucht macht dein Fortsein bewusst.
Verzicht auf ein Ausscheiden vor dem Finale,
Auch wenn du es unbefugt vorziehen musst.
Es wäre für manchen wie’n Socken vom Himmel,
Mal ohne Kuhglockengebimmel
Die Nacht zu verbringen und aufzusteh’n –
Ohne alles durchdringende Soundodysseen.
Und auch manche Nase hat längst schon genug
Vom fauligen Gase aus Kuhstallgeruch.
Fast scheint’s, dass die Kühe alleine den Augen
So ganz ohne Mühe zum Wohlgefall’n taugen!
Sei und bleibe Lichtblick – mir scheint
Als wüchse der Dunkelheit Kraft ohne Maß.
Es ist dein Kostüm ihr natürlicher Feind
Und wallt ums Musikstück, das ich schon vergaß.
Wir wahren den Abstand, doch sind nicht entfernt –
Wie ein Liebespaar ohne Vollzug.
Dies ist mir Geschenktes und nicht bloß erlernt:
Ein Lichtblick. Vielleicht auch Betrug.
Ich breche die mir selbst gestellten Versprechen
Und schau mir nicht mehr ins Gesicht.
Wie gewohnt, lässt sich letztlich mein Stolz noch bestechen,
Erodiert dieser Berg jener Pflicht.
Das „Würde“ und „würde“ sich derart gleich schreiben –
War vor meinem Zutun gemacht.
Bei meinem Entschluss, es nicht weiter zu treiben,
Hab ich mir nichts weiter gedacht.