Und das Ich! wird wieder mal größer geschrieben,
Derweil sie das Wir! simulieren
Und den letzten Rabatz aus den Freiräumen schieben
Aus purer Freud am Kasernieren.
Und die Blockwarte schreien auf Online-Geheiß:
„Ein Richtig! lässt sich stetig steigern!“
Tief in Kopfschüttelskepsis erschlägt mich ihr Fleiß.
Ich habe mein Schiff vor dem Sinken gerettet,
Habe Planke um Planke durch Frischholz ersetzt,
Die Durchlässigkeit mit Lasuren befettet
Und schwimme nun wie runderneuert im Jetzt.
So trägt mich noch immer die alte Gestalt,
Da ich selbstüberholt endlich seetüchtig bin.
Bis mein Kurs sich verflüchtigt im schwellenden Bald
Und kein Wort sich noch fügt auf die Frage „Wohin?“.
Wir werden zurück wie Verwundete geh’n
Und hangeln uns durch das Erinnern.
Wir werden verwundert die Uhren umdreh’n
Beim Ausschauversuch nach Gewinnern.
Es zieht eine Schwermut die Ufer entlang,
Die werden wir nicht mehr verdauen.
Wir säuseln uns ein mit vertrautem Gesang
Und wir schauen und schauen und schauen.
Wir sind die letzten unserer Art,
Uns hat es bald niemals gegeben.
Und Raffgier klaubt sich nach Diktat
Das Restlein Überleben.
Die Altbekannte schreit jetzt schriller,
Im Einklang mit neuem Stupiden.
So führt der längst fällige Tod von Godzilla
Noch weiter fort vom Frieden.
Das Waldsonnenlicht kitzelt Dunst aus den Böden,
Es streift untreu die Bitte zu bleiben.
Und durch Schatten, die in ihrer Trägheit veröden,
Schwebt Wärme, zersäbelt zu Scheiben.
Anonymes Gesumm flirrt im goldenen Spotlight
Eines Schauspiels, das bedeutungslos einfach nur Licht ist.
Den Ratlosen gilt dies als Gruß ihrer Gottheit,
Da du bloss in den Zeilen von einem Gedicht bist.
Noch einmal locken alle Blüten
Wie ein Befehl zum Neuanfang.
Noch einmal eint Natur das Brüten
Und schaltet in den höchsten Gang.
Noch einmal bäumt sich auf zum Willen
Die frisch entschlüpfte x-te Kraft.
Wie keinmal wird’s die Sehnsucht stillen,
Die tief ins Unerfüllte klafft.
Schore-Opfer an der Oker,
Die beim Schmerzbetäubungspoker
Sich im Tauschrausch überreizten
Und mit trüb vergreisten Augen
Aus dem Fluss die Säfte saugen,
Die sie selbst so früh verheizten.
Das Wasser allüberall Wasser nur ist,
Mag uns die Chemie zwar erzählen –
Dass mancherorts es selbst das Nasssein vergisst,
Kann ich mit Erinn’rung vermählen.
Da neigt sich der Himmel, die Wellen zu küssen,
Strahlt Erstklassigkeit auf zur Sonne,
Wird Wasser zum größten von allen Genüssen,
Umfasst mich mit ureigner Wonne!