Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

Allgemein


  • Frankfurt & das zweihundertzweiundzwanzigste Gedicht

    Frankfurt am Main. Fußgänger-Einflugschneise vom Bahnhof.

    Frankfurt am Main. Fußgänger-Einflugschneise vom Bahnhof. Alt vs. Neu.

    Auf der Bank

    Wenn das Junge sich über das Alte erhebt
    Und den ersten Geschmack seiner Reife erlebt
    Gerät dies oft rauschhaft und unbalanciert
    Was freilich im Eifer kein Schwein int’ressiert

    Und doch müssen all die gewachsenen Bachen
    Den berstenden Ferkeln stets Übermut machen
    Ermuntern zum abermals nächsten Versuch
    Bewundern: „Ja, hast du denn noch nicht genug!?“

    Man war ja schließlich auch mal jung
    Durchlebte jenen Überschwung
    So selbstverliebt wie unverfror’n
    Doch ging mit dem Haar auch der Ehrgeiz verlor’n

    Nun, lasst uns die Jugend mit Nachsicht betrachten
    Gleich wie man vordem uns getan
    Wir rücken eins auf auf dem Bänkchen zum Schlachten
    Und sie steht direkt hintenan


  • Transit & das zweihunderteinundzwanzigste Gedicht

    Schiphol, Gate D86

    Der Rückweg von Luxemburg zieht sich. Ein Zwischenstopp in Amsterdam. Plus Zwischenspurt zum letzten Gate-Zipfel des Flughafens.

    Der letzte Finger

    Transfer Schiphol, Gate D86
    Die letzte Ausfahrt für ein Date in der Luft
    Bevor ich dort boarde, neigt unlängst die Nacht sich
    Und dämmernd umschleicht mich ein Sackgassenduft


  • Grund & das zweihundertzwanzigste Gedicht

    Luxemburg Grund

    Der Stadtteil zu Füßen der Festung von Luxemburg heißt Grund. Nicht ohne selbigen, würde ich sagen.

    Spaziergang durch Grund

    Und wieder weicht dein Blick nach oben
    Irrt vom treulichen Fluss unbeirrt in die Höh‘
    Sag, wolltest du nicht deinen Füßen geloben
    Am Boden zu bleiben, inständig? Doch, nö
    Schon scheint dir die oberste Zinne der Feste
    Für kommende Schritte das optimal Beste
    Und alles darunter nicht wirklich gesund

    So wandelst du weiter verbittert durch Grund


  • Luxemburg & das zweihundertneunzehnte Gedicht

    Festung Luxemburg

    Die Festungsanlage du Luxembourg. Steht.

    Das Bollwerk

    Es trutzen vom Felsen die wehrhaften Mauern
    Jeder Blick schweift gebietend ins kniende Rund
    Gewappnet fürs stattliche Welt-Überdauern
    Schier ewigkeitsnah liegen Steine sich wund

    Felsenfest wiegt der alten Feste Macht
    Weil stets auf ihr zähes Bestehen bedacht

    Denn auch resistente Residenzen
    Stößt die Zeit an ihre Grenzen


  • Dünen & das zweihundertachtzehnte Gedicht

    Strand bei Westerland

    Mehr Feedback aus den Dünen.

    Kurt & dünig

    „Das Wattengras am Dünenrand
    Gleicht dem leicht angeschwitzten Strubbelhaar
    Vom hoch geschätzten Kurt Cobain!“

    Verkündete ich kühn dem Land
    „Und wer’s bislang noch nicht so sah
    Der sollt‘ es jetzt so seh’n.“


  • Nordsee & das zweihundertsiebzehnte Gedicht

    Strand bei Westerland

    Ein Off-Day On-Shore.

    Strandkorb

    Ihr Körper irrte übern Sand
    Bis sie ’nen leeren Strandkorb fand

    Der Korb gab ihr ’nen Korb, sprach: „Nein!
    Dein Corpus passt hier gar nicht rein!“

    Und schwer enttäuscht sank in den Sand
    Ihr Mehrgewicht an Körper ein

    Den Körben, die so uncharmant
    Soll dieses eine Lehre sein!


  • St. Pauli Landungsbrücken & das zweihundertsechzehnte Gedicht

    St. Pauli Landungsbrücken

    Back on board in Hamburg. Alte Gewohnheiten revisited.

    Nächster Halt: Landungsbrücken – Ausstieg zu den Hafenfähren

    Ohne Landungsbrückenstegbesteigen
    Fühle ich mich nicht richtig in Hamburg gelandet
    Kuttertuckerunterzuckert, dumpfschiff und barkassenklamm
    Hafenflairverfehlte Schnucke, nicht so richtig auf dem Damm
    Bin rattig verkehrtrum im Lande gestrandet
    Und muss mich zunächst mal im Wellengang neigen


  • Theaterhinterhöfe & das zweihundertfünfzehnte Gedicht

    Thalia Theater Hamburg

    Drei Theater – der gleiche Eindruck: Da waren wenig Menschenfreunde am Innenausbau der Garderoben beschäftigt.

    Kein Platz so grau

    Kein Platz so profan wie die großen Theater rücklings umgürtelnden Neonlichtgänge
    Wo Künstler und Technik im Hektikgedränge
    Auf grau meliert grauem Linoleum knarzen

    Kein Platz so gefühllos und unglamouriert als der Bau hinter wuchtigen Stahlbrandschutztüren
    Wo aus Garderoben die prächtigsten Roben sich bühnenwärts in eine Scheinwelt entführen
    Wie Sicherheitsvorschriften fliehende Parzen

    Von scheppernden Boxen zum Auftritt gerufen
    Rutschfester Noppenbelag auf den Stufen
    So, wo ging’s hier noch mal lang?
    Hinweiszettel, Kabelstrang
    Ein Wegegewirr, das ins Nirgends sich streckt
    Verwaist weiße Wände, vom Anseh’n verdreckt
    Sich ans hinterkulissige Dunkel gewöhnen
    Feuerwehrmänner beim feixenden Klönen
    Wegweiserpfeile am Aufgang entdecken
    Gelbschwarz gebrandmarkte Kopfanstoß-Ecken
    Und dann stracks sich vom Eindruck der Taubheit befrei’n

    Freilich, dafür musste Schauspieler sein!


  • Hannover & das zweihundertvierzehnte Gedicht

    die drei warmen Brüder an der Leine

    Das Heizkraftwerk Hannover-Linden, vom Volksmund gefeiert als die drei warmen Brüder an der Leine.

    Eine Chance für Hannover

    Hannover wär‘ ein gutes Wort
    Für „Einmal drüber – und dann fort“
    Fürs handstreichartig Überwinden
    Einen neuen Anfang Finden
    Alle Karten neu zu mischen
    Altes Leid hinfort zu wischen …
    „Hannover – natürlich!“ – doch leider zu spät!
    Das Wort ward gebraucht für ’ne Lokalität


  • Tschu Tschu & das zweihundertdreizehnte Gedicht

    Tschu-Tschu-Bahn Landesgartenschau Bayreuth

    Beziehungsdramen am Tschu-Tschu-Halt.

    So leid

    Kaum bucht‘ ich uns die Tschu-Tschu-Bahn
    Will sie viel lieber Kutsche fahr’n


– Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


– Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

* Costa Rica
* Hawaii
* Indien
* Japan
* Kuba
* Madagaskar
* Malaysia (Borneo)
* Marokko
* Mauritius
* Namibia
* Seychellen
* Sri Lanka


– Gedichtthemen:

* Alter, Schmerz, Tod
* Autor & Schreiben
* Berg, Fluss & Tal
* Berlin
* Fahrzeuge
* Frühling
* Gebäude & Urbanes
* Geburtstag/Hochzeit
* Geld & Karriere
* Grusel
* Haus & Heimat
* Herbst
* Internet & Technik
* Kleidung
* Kindheit & Jugend
* Körperteile
* Kunst & Inbrunst
* Länder/Kontinente
* Liebe & Beziehung
* Märchen
* Mord & Totschlag
* München
* Musik & Gesang
* Ostern & Weihnacht
* Pflanzen & Natur
* Poetry Slam
* Politik
* Promis
* Regionales
* Religion & Philo
* Reisen
* Rüpeleien & Tiraden
* Schlafen
* See
* Sex & Erotik
* Sommer
* Speis & Trank
* Sport
* Städte
* Strand/Meer
* Silvester & Wechsel
* Tabak & Alkohol
* Tanzen
* Tiere
* Unsinn
* Wind & Wetter
* Winter


Best of Poetry

Ripostegedichte

Die Oscarballaden

Poetry Slam Gedichte & Videos

Poetry Slam meets Klassik

SLAMMED! – das Buch – zum Sonderpreis!

Über den Autor


Achtzeiler Alter, Tod & Abschied Autor & Schreiben Berg, Fluss & Tal Berlin Dutzendzeiler Einakter Erde Essen Fahrzeuge Feuer Gebäude & Urbanes Geld, Arbeit, Karriere Grusel Haus & Heimat Internet & Technik Kindheit & Jugend Krummzeiler Kuba Kunst & Inbrunst Körperteile Liebe und Beziehung Luft Marokko Mord & Totschlag München Pflanzen & Natur Politik Reisen Religion & Philosophie Ripostegedichte Rüpeleien Schlaf & Langeweile Sechszeiler Sex & Erotik Speis & Trank Städte Tabak & Alkohol Tiere Unsinn Vierzeiler Wasser Wind & Wetter Zehnzeiler Zweizeiler