Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Allgemein


  • Schlosspark & das eintausendvierundvierzigste Gedicht

    Im Schlosspark Nordkirchen

    Knospe und Blüte

    Der Bauerstochter Brustumfang
    Gibt sich noch richtig Mühe
    Doch unterkost den drallen Zwang
    Welch Schicksal ihr erblühe

    Es gilt, weiß Gott, bei Gott und allen
    Allahs, den gerechten:
    Es erfährt jede Dehnung
    Auch ihre Erwähnung
    Im Guten wie im Schlechten


  • Siegestor & das eintausenddreiundvierzigste Gedicht

    Beleuchtetes Siegestor beim Corso Leopold

    Ripostegedicht auf „Der Rabe“ von Edgar Allen Poe – unter besonderer Berücksichtigung, dass die Hälfte der verwandten Buchstaben dem Wort „R-a-b-e“ bzw. „A-b-e-r“ entstammen.

    Das Aber der Raben

    Aber, sprach der Rabe Abel
    Zu der Räbin Barbara,
    Las grad eben in ’ner Fabel
    Unsre Art wär charterbar
    Für allerlei Schläue- und Schabernacksparten!?
    Offenbar parkt dieser Poe
    Unsre Stärken anderswo –
    Wie sind wir an den argen Leumund geraten?

    Sag an, Babs, was wir verbrachen?
    War wer je so scharf auf Aas,
    Dass man mitten blut’ger Lachen
    Der Kadaver Braten fraß?
    Was wählt Poe da Raben zum Mahner vom Schnitter?
    Na, ahn’s ja: ’s war wieder
    Das schwarze Gefieder
    Klar, mag’s Edgar dark, aber, Allen, wie bitter …

    Derart Warn- und Drohgehabe
    Sind mir fremde Albernheit –
    Trotz‘ ja in Charakterfarbe
    Dem geerbten Federkleid!
    Bei Herrn Barbarossa war ich der Entwarner!
    Arbeiter im Air-Geschwader!
    War gar Part von Odins Kader!
    Per Vers degradiert nun zum Gräberumgarner!?

    Was hat denn dieser Arsch von Poe
    Uns derart anzugehen?!
    Gab’s an Getiere anderswo
    Kein Derberes zu sehen?

    Belege herbei für abnormes Betragen!
    Braver Gatte, der ich war
    Wie der Brabbelblagenschar
    Wunderbarer Vater!
    Darf nach aller Gram und Marter
    Eines Rabenelternpaars
    Auch im Namen Barbaras
    Derer ich apart erfragen?!

    Aber erwarte da besser ma‘ gar nix, Babs!
    Außer Metapherblablakram-Gelaber!

    Raben, die an raren Gaben
    Mehr als andere erwarben
    Bleibt nur auf der Erde Ball
    Zu bestehen, überall:
    Als poe-sitives Aber


  • Flakturm III & das eintausendzweiundvierzigste Gedicht

    Flakturm III im Humboldthain am Gesundbrunnen

    Letztes Geleit

    Für einen Hauch von Linderung
    Dünkt’s mich, ein Heer zu geben
    Und wär‘ auch diese Minderung
    Mein letzter Gruß ans Leben

    Die Krume eines vollen Tags
    Soll meinen Sarg bedecken
    Danach mag jeder, der noch mag
    Mir meine Füße lecken


  • Mauerpark & das eintausendeinundvierzigste Gedicht

    Mauerpark Prenzlauer Berg

    Im Mauerpark

    Die Mauer ist weg
    Und ein Park war’s noch nie
    Als „Ditt is’ma typisch Balin!“-Utopie
    Dient dies Hier nur dem Zweck
    Eurer Eifer-Verklappung
    In zichtenverstummelter Karstüberlappung
    Des Kronenkorkenwonderlands
    Und manchmal spielen hier auch Bands!

    Man ist der Frage vom „Warum?“
    Ein gut gelauntes Publikum
    Und zeigt per Selfie seinen Will’n
    Im Restgras mächtig abzuchill’n
    ‚was später kommen noch some friends
    Und manchmal spielen hier auch Bands!

    Ganz schocklos wird da abgekifft
    Sehr locker hier, was das betrifft!
    Oft hockt hier DJ-Prominenz!
    Und manchmal legt von denen noch wer sein Set auf …


  • Ruhrauen & das eintausendvierzigste Gedicht

    Essen Steele Ruhrauen

    Ein weiterer Song vom kommenden dreizehnten Marilyn’s Army Album „Zeit zu schrei’n“.

    The End of the World as we know it

    Das Ende der ganzen Geschichte
    Ist jetzt schon verdorb’n
    Erst stehen wir knietief im Hoffen
    Und dann wird gestorb’n
    Der Mut strahlt dir aus dem Gesichte
    Dass alles sich fügt
    Und er lügt, das Ergebnis sei offen
    Na, weil er halt lügt

    Und ist auch noch gar nicht gescheh’n
    Is the End of the World as we know it…..
    Von hier aus zu seh’n

    Und können wir’s auch noch nicht versteh’n
    Is the End of the World as we know it…..
    Von hier aus zu seh’n

    Das Ende der ganzen Geschichte
    Stand immer schon fest
    Das drunter und drüber Ermuntern
    War nur so ein Test
    Du säuselst dein „Gut, ich verzichte!“
    Als hätt’st du die Wahl
    Magst dich dafür selbst zwar bewundern
    Doch bleibt es egal

    Und ist auch noch gar nicht gescheh’n
    Is the End of the World as we know it…..
    Von hier aus zu seh’n

    Und das Ende der ganzen Geschichte
    Ist war immer verdorb’n
    Wir standen fast knietief im Hoffen
    Doch dann wurd‘ gestorb’n
    Der Mut strahlt dir aus dem Gerippe
    Dass alles sich fügt
    Als Teil dieser lügenden Sippe
    Na, weil er halt lügt

    Und ist auch noch gar nicht gescheh’n
    Is the End of the World as we know it…..
    Von hier aus zu seh’n


  • Steele-West & das eintausendneununddreißigste Gedicht

    Am S-Bahnhof Steele-West

    Temperament/tur

    An dem wackligen Punkt zwischen Simmern und Sieden
    Ist schon so viel verheizt und noch gar nichts entschieden

    Doch alles rüstet sich zum Kampf
    Drängt auch dich zur Position:
    Wo beziehst du die Bastion?
    Willst du Eis sein? Oder Dampf?


  • Waldhausener Straße & das eintausendachtunddreißigste Gedicht

    Ausgehviertel Waldhausener Straße

    In Mönchengladbach

    Wenn ich in Tönnchen mit dem Krad krach‘
    Bin ich wohl in Mönchengladbach
    Wo mir manche Wohlgenährte
    Sattsam schon den Weg versperrte

    Wenn Wendy nicht so wendig ist
    Bleibt zum Verschwinden wenig Zeit
    Der Tod – zeigt sich zum Ende – ist
    Ne Frage der Geschwindigkeit


  • Hinsel & das eintausendsiebenunddreißigste Gedicht

    In Überruhr Hinsel, nahe dem Geburtshaus Klötgen

    Der Ordnungshüter

    Nun ist der Entwurf mit gebrochenen Flügeln
    Weit neben das Reißbrett geworfen
    Noch halten sich Mären von blutigen Knien
    Die selbst als Geschichten verschorfen

    Um Deutungsspielräume mag ich mich nicht prügeln
    Gewinnen tun eh nur die andern
    Ich werde mich still aus dem Zimmer verzieh’n
    Und wandern und wandern und wandern


  • Hochofen 5 & das eintausendsechsunddreißigste Gedicht

    Landschaftspark Nord Hochofen 5

    Hochofen 5

    Beeindruckt
    Guckt
    Man
    An
    Und dann
    Lässt man sich erklären
    Was die Sachen wären
    Und was sie gewesen
    (Führer sehr belesen!)
    Zahlen
    Prahlen
    Unvorstellbar
    „So wird’s nie mehr sein!“, wird schnell klar
    All den von alten Fakten
    Gepackten
    „Intressant!“
    „Allerhand.“
    Man versteht

    Und geht


  • Landschaftspark & das eintausendfünfunddreißigste Gedicht

    Landschaftspark Nord

    Linie 903

    Gab’s je genügend Traurigkeit
    Sie diesem Ort zu spenden?

    Caramba, Mutter, es wird Zeit:
    Ich supp‘ schon vor Verenden!

    Was an möglicher Schönheit hier degeneriert
    Weil jegliches über- und unterdosiert
    Kappt jeder Hoffnung Strang

    Man säuselt der Besserung Segen entgegen
    Vertäut mit nur einem von täusenden Wegen

    Es däuert nur so lang


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