Schlichtes Liebesgedicht
Mein Sorgen um dich kennt kein Maß,
Rührt meines Leibs Gewebe,
Löscht alles, was ich je besaß,
Ist das, wofür ich lebe.
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Schlichtes Liebesgedicht
Mein Sorgen um dich kennt kein Maß,
Rührt meines Leibs Gewebe,
Löscht alles, was ich je besaß,
Ist das, wofür ich lebe.

Im Käfig
Es schmückt grad die Vögel mit raueren Sitten
Ein unschuldig bauschend Gefieder.
Du kennst den Verein noch von früheren Tritten!
Doch du fällst auf ihn rein, immer wieder.

Der Bürdner
Ich sollte heut Abend kein Milligramm schlafen –
Hab die Unruhe in mir so redlich verdient!
Spickt mich billige Mähre mit Abspannbedarfen,
Doch belasst mir als Status „Den Dreckkarren zieh’nd“!
Ich will diese Irde als Heiliger lassen,
Denn ich ess schon so lang aus dem sehnigen Fass!
Schier ein Jeder bekam meine Zügel zu fassen –
Dran zerrt mich nun den Galgen rauf! Wenigstens das.

Weihnacht
Als wär’n wir noch nicht eingeschult,
Dackeln wir durch der Tage Schablone –
Im schönsten Sinn von abgespult.
An jedem Klimbim prangt ein „Geht halt nicht ohne!“.
Und überall
Liegen Babys im Stall.
Als wär’n wir wissensresistent,
Umarmen wir warmherzig uralte Lieder.
Wenn erst die vierte Kerze brennt,
Kehrt auch jeder Brauch völlig unbrauchbar wieder.
Und überall
Liegen Babys im Stall.
Als wär’n wir vor Vergessen blind,
Erscheint uns der Trott in perfekt schnurr’nden Gleisen.
Und jährlich grüßt das Christuskind
Auf den unsere Wagenburg schmückenden Weisen
Und überm Stall
Beginnt fast schon das All.
– Mehr Gedichte zu Weihnachten & Ostern –

Wahres Interesse
Ich habe dich grade mal grob überflogen –
Oder wie war das Wort mit dem F?
Du meinst, mein Int’resse an dir sei gelogen
Und du maulst unter selbem Betreff.
Interesse von mir, Püppchen, forderst du ein?
Ja, lerntest du niemals Lateinisch?
Inter heißt zu deutsch zwischen und esse heißt sein,
Ist nicht das, was du wünscht, etwas schweinisch?

Grau
Und wieder einmal kommt ein Tag nicht in Schwung
Und verplempert sich weiters im Grämen.
In bin meines Elends Verunreinigung,
Ich sollte mich sowas von schämen!
Mein schwärzend Dazutun erst macht den Kohl fett.
Ohne mich wär‘ das gar nicht zu schaffen!
Die Welt schleift mich bestenfalls ins Lazarett –
Mich strecken die eigenen Waffen.

Zur Nacht
Ach, Betrübnis nistet tief in meinem Haus,
Stets umspült von der Flut neuer Sorgen.
Ich suche, doch finde den Weg nicht hinaus,
Mein Schlaflied loopt stoisch sein „Gut, vielleicht morgen!“ …

Nun sterben schon die mit den kindlichen Namen II
Nun sterben schon die mit den kindlichen Namen
Und schließen verbliebene Lücken.
Solange die Einschüsse näher nur kamen,
Rief uns keine Zwanghaft zum Särgebestücken.
Nun kann man den Abstieg mit Namen benennen
(und die waren ja längst noch nicht dran!).
Vorm Stimmbruch Verstummende lehr’n mich erkennen:
Zum Bald neigt sich mein Irgendwann.

Nun sterben schon die mit den kindlichen Namen I
Nun sterben schon die mit den kindlichen Namen.
All die Davids und Laras verwesen.
Verwaist sind die Logins der ehemals Warmen,
Manche Tweets werden nie mehr gelesen.
Zu deiner Zeit den Speicherstick den Deinigen zu geben
Versäume nicht, oh Wanderer, als Ziel von deinem Leben!

Der alte Stecher
Wie sehr ich mich verändert habe!
Stellt ihr fest, entrüstet.
Geht das so weiter bis zum Grabe?
Mädels, wenn ihr wüsstest!
In einer inn’ren Hodenfalte
Blieb ich immer ganz der Alte!
Dort dampft noch ein Safthäuflein Jugendlichkeit
Und trinkt mit Schwestern Brüderschaft
Beim Schwelgen in vergang’ner Zeit.
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