Wo der Ruhm ab Geburt zum Verfall übergeht,
Ist die Oldtimerpflege ein Hobby aus Not.
Man umfleht manch Ruine, dass sie‘s übersteht,
Nutzt die Spielraumausdehnung zum Dino-Verbot …
Jede blendende Idee besticht
Der Stachel der Verblendung,
Und jede Sensation macht dicht
Just nach ihrer Vollendung.
Doch hernach wird im Drumherum improvisiert,
Man besänftigt das Ar vor dem Mut,
Mixt sich Hoffnung an, obzwar man offenbar irrt.
Vielleicht geht, vielleicht wird: alles gut.
Alle Rechte bei Wolfgang Ramadan, der das Gedicht im Rahmen der Kubafestival-Spendenaktion von mir gekauft hat.
Es umströmt die Karies der Weltpolitik
Die Strände der Insel, die Zuckerrohr scheißt.
Noch strauchelt die Süße des Lächelns im Sieg,
Wenn kurz vorm Gelächter die Wehmut es beißt.
Noch schmeckt man auf Kuba das Salz jeder Träne –
Doch alte Gewalt hat bald sehr schlechte Zähne.
Wer im Leiden trainiert ist, den bringt nichts mehr um –
Und der erntet aus Zuckerrohr goldenen Rum.
Alle Rechte bei Markus Berg, der das Gedicht im Rahmen der Kubafestival-Spendenaktion von mir gekauft hat.
Am Morgen, wenn die Nebel sich, scheint’s, zunehmend verdichten,
Mag ich geballte Zuversicht auf spätre Stunden richten.
Die Weser trägt die Zuversicht als Meer in ihrem Willen,
Das nebulös grad zu mir spricht – so denke ich, im Stillen.
Die Befreiungshalle hatte schon zu.
Und ich stand befangen daneben.
Stets ist’s die Zeit – sie verwehrt mir den Clou-
Wie Eingang zum hehreren Leben.
Die Befreiungshalle war geschlossen.
Begriffstutzig stand ich im Freien –
Von der Sonne beleidigt und viel zu verdrossen,
All der äußeren Welt zu verzeihen.
Ripostegedicht auf den Text „Der kleine Mann im Ohr“ von Ulrich Roski.
Von Kleinohrmännern und Großmaulaffen
Wohl würd’n die Herrn Großmäuler weniger stören,
Läg ihnen der kleine Mann stets in den Öhren,
Auf dass Präsidenten und Kriegshasardeuren
Es zwanghaft obläge, auf diesen zu hören.
Zwar wär’n seine Taten nicht durchgängig weise,
Doch schützt ihre Kleinheit vor größerer Sch …
Nicht schon in Scharnitz „war’n Witz!“ sagen!
Mal’n Wahnsinnsmarsch statt gar nichts wagen?
Wenn, ohne car zur Isarquelle –
Fahr Rad zu der Karwendel-Stelle!