Wenn ihr Clowns euch schlafen legt,
Muss ich aufbau’n, unentwegt,
Das Gerüst; muss prüfend schauen,
Ob der Lift zum Morgengrauen
Sicher funktioniert, dass die
Liebe Sonne irgendwie
Ihren Weg ans Firmament
Absolviert. Derweil ihr pennt.
Ich erschaff zur Schlafenszeit,
Eskortiert von Wachsamkeit,
Das Gerüst vom neuen Tag.
Einfach, weil ich euch so mag.
Würd ich nicht um euch mich sorgen,
Verseleer wär euer Morgen!
Doch dass ich dann dösend den Tag zu nichts nutze
(verrichteter Pflicht gemäß hab ich ja frei),
Es müßigt euch zu einem Runtergeputze:
Ihr bezichtigt mich schlichtweg der Tagträumerei!
Ich kann’s Fefefischgeripp‘ aus dem Effeff.
Ein Hase fläzt sich mit ’nem Äffchen im Pfeffer.
Ich hatt‘ so ’ne Phase, da äfft ich auf Chef,
Doch gab’s dies betreffend nur vier bis fünf Treffer.
I’m afraid, das ist effektiv nicht effizient,
Fänd‘ jeder Effendi voll Fehl evident.
Und da ja jetzt eh Ferien sind –
Ich mich als Feen-Fan neu erfind,
Eröffne ich mit Fest-Effet
Im Efeu ein African Veddel-Café.
Futhur heißt der Bus und Ken Kesey der Lenker,
Wir sind Merry Pranksters und buspassagiert.
Die Tour schult die Crew um in lässigste Denker,
Wir jubeln „Que pasa?“, auch wenn nichts passiert.
Delete-Tastentänzelnd sind unsre Essenzen –
Wer nicht mit im Bus sitzt, ist nicht mit im Bus –
Und maximal schnell fährt man seine Grenzen.
Ich sitze am Smartphonefeed.
Mein Radar kommt auf Fahrt.
Ich kann mir nichts leisten, wenn die Preise fallen.
Ich kann mir nichts leisten, wenn die Preise steigen.
Warum sehe ich den Zeitenwechsel
Mit Zukunftsangst?
Just unter dem Gürtel beginnen die Zonen
Der Poritzen und ihrer Präsentationen.
Ein schüchternes Speckbäckchen wölbig bekundet:
Ab hier wird noch auf- und sehr kräftig gerundet.
Und mit der Haut outet sich vornehme Blässe:
„Mich knebelt gewöhnlich textile Tristesse,
Doch jetzt ist’s nur Sitzfläche, die noch bedeckt!“
Eh unverwandt standhaft nach oben gereckt
Sich unverhofft offen zeigt – sagen wir’s barsch –
Ein prachtvoll im Sonnenlicht schillernder Arsch.
Ach, wie elend lang war ich nun hier nicht mehr da!
Ich fürchte mich vor dem Versprechen,
Ich machte mich fortan nie wieder so rar –
Solch Leichtfertigkeit wird sich rächen!
Unser Wiederseh’n ächzt unter Melancholie –
Wie viel Tonnen davon kann man tragen?
Wir befinden, spät sei ja doch besser als nie
Und man könne sich gar nicht beklagen.
Wenn ich „Stimmt so!“ sag, mein ich: „Behalte den Rest gern
Für dich!“ – hier verlangt’s niemand nach Kommentaren!
Mein Ich, das hier rumstreunt, kommt immer von Gestern
Und grüßt die Gefährten, die wir einmal waren.
Ich sehe noch so viele Tiefen der Welt,
Die wehren sich meiner Erkenntnis!
Längst habe ich weniger Zeit noch als Geld –
Egal, wie erfolglos die Band is‘.
Wenn möglich, würd ich von Natur noch begreifen:
Den Herzschlag, den Rhythmus, den Kreis.
Doch kann alle Weisheit noch bestenfalls streifen –
Ein Weder/Noch ist’s, was ich weiß!
Bevor alles beim Alten bleibt,
Wappnen wir uns fürs Rückschritte-Rennen.
Es ist ja egal, wer nun wie übertreibt,
Da wir beide Seiten schon kennen.
Doch schon wieder ertappst du dich, mehr zu erwarten –
Treu verfolgst du die Phalanx der Prognosen!
Ob der Möglichkeit anderer Kann-Kandidaten
Hortest du Hope – in nicht-impfbaren Dosen.
Litaneien von „Eigentlich kann das nicht sein!“
Setzt Realität unter Dauerbeschuss.
Sie krächzen und ächzen ihr stöhnendes „Nein …!“,
Steh’n fassungslos vor – scheint’s gewöhnbarem – Stuss.
Wir haben das nicht mehr für möglich gehalten –
Ohne Chancen, auf and’res zu hoffen.
Es gilt, die Prinzipien im Off zu verwalten,
Als stünd das Ergebnis noch offen.
Ein Flugzeug äußert still Protest,
Als sich der Zug erhebt.
Ich halte mit den Augen fest,
Was dort am Boden klebt:
Felder, Wälder, Schrebergärten,
Zum Finale: der Kanal.
Dann senkt alle Zuggefährten
Erdanziehungskräft’ger Stahl.
Die Zeit, da Überwindungssieger
Sich auf den flieg’nden Teppich wagen
Ist kurz. Und kühl moniert der Flieger
Herab: „Ich wollte grad schon sagen …!“