Aber sollten sich siegreiche Revolutionen
Für frühere Knechte nicht spürbarer lohnen?
Macht das Che schee, Fidel fidel?
Ich denke „nee“ in tiefrer Seel‘ –
Anstatt all das Volk vor sich selbst zu beschützen,
Wär’s Zeit, die erstrittene Freiheit zu nützen.
Der Platz schwitzt aus dem Pflaster: „Alles fertig zur siesta!“
Fast übernimmt die Nostalgie das Maß für dich, mein Bester!
Bloß billigt jeder Wohnungsschacht ein sehr bejetztes vida,
Bezirzt mit letztenbehrtem Ton durch stolzbewährte Lieder.
Die sol spielt eine Rhumba an, verschickt ihre Kassiber –
Drauf rührst du dir den Rum ins Eis und schlürfst Genuss, mein Lieber!
Hab Eck‘, gib Kant‘,
Nimm deinem Land
Seine Eigenheimzulage,
Spar den Leim der Geigenzarge!
Und wenn das kein Glück erzwang,
Schalte in den Rückwärtsgang!
Das singende Klimpern im Fahnenmastwald
Umspielt ein verdümpelndes Bootsbauchgeschwapp …
Und Einsatzbereitschaft scheint in sie gekrallt –
Die wellt auch im nachten Schwall niemals ganz ab.
Seeleingelullt, wird’s mir dann schließlich zu kalt –
So schließ ich das Fenster zum Fahnenmastwald.
Die Glocke reißt ein und verliert ihren Klang.
Die Schelle verbeult und büßt ein manchen Rang:
Vom Klingeln zum Bimmeln zum Klimpern und Scheppern –
Bis wir sie genervt letztlich gänzlich zerdeppern.
So scheint überall uns zur Auswahl zu steh‘n:
Mit Inbrunst zu kämpfen / in Würde zu geh‘n.
Du stößt dich ab, vom Adlerhorst ins Flugdebut zu fallen,
Mutierst vom Quasisäuglingsbalg zur Majestät von allen,
Wirst manch ein Kitz und Murmeltier bald umstandslos erbeuten
Und dir die Schlucht als Jagdrevier wie Hoheitsnistraum deuten.
Doch die Anmut der Schwingen wischt niemals hinfort:
Am Anfang stand der Brudermord.
Die letzte Weihnachtspost trudelt jetzt ein,
Es lässt selbst „Last Christmas“ das Dudeln sein,
Geschenke werd’n in die Regale geschoben
Und mit den Kulissen des Alltags verwoben,
Man frisst, etwas hastig, zu viel Schokolade –
Und findet, dass es nun vorbei ist, schon schade …
Zum Ausbleiben der Auffrischungsimpfung (Winterferiensonne)
Sonne, du Geizhals, ist dir nicht bekannt
Wie winters dein schöner Schein streichelt dies Land,
Das finster von Unbill und Frösten gemolken?
Klar, du insistierst: „Das liegt nur an den Wolken,
Die frech vor die Huld meines Strahlspotlights wandern!“
Ja, ja, ne, is klar: Schuld sind immer die andern …