Ach, hätt ich mein Gute-Nacht-Hupferl doch nicht
Schon als Nachmittagshupferl gegessen,
So müsst ich mich nicht nach verlängerter Schicht
Mit verspäteter Hungerei stressen!
Ja, „Wer spart in der Zeit,“ heißt’s, „der hat in der Not!“
Aber eh ich’s mir merke, bin ich wohl längst tot,
Und mitsamt mir geschlagener Räte vergessen.
Wir sehen vom Run-Punkt der hektischen Maus
Selbst voll unter Stress eher lahmarschig aus.
Und steh’n wir mal ausgebremst hupend im Stau,
Ist’s nur eine Szene der Zeitlupenshow,
In der sich das Leben und Wirken slow abspielt,
Auf die selbst ein Nagetier neidlos herabschielt:
„Wie, das soll die Krönung der Erdschöpfung sein!?“,
Piepst’s höhnend vom Mausbau. „Da schlaf ich ja ein!
Soll’n wir die hier jetzt anschieben? Wie ist der Plan?
Erlöst diese Sippschaft vom Größenwahn,
Dass man sich an der Würde der Gralstempel misst,
Ohne jedes Gespür, was Normaltempo ist!“
Ich möcht mich weiter mehrheitlich Auf dünnem Eis bewegen.
Ich habe ja bislang noch nie- mals unterm Eis gelegen.
Würd mich der Schock gebroch’nem Grunds Von Schlitterei’n entfernen?
Mag sein,
Mal bricht das Wagnis ein …
So wär’s ’ne Gelegenheit Schwimmen zu lernen!
Mir ist grad die verbliebene Weite der Enge aufgegangen.
Ich kann versteh’n: Beizeiten muss ein fixes Urteil langen.
Doch manchmal hilft ein Schnuppern an den selbst verschloss’nen Türen,
Um Sprossen zu erkennen, die vielleicht nach nirgends führen.
Doch allein ihre Gangbarkeit sich zu erahnen,
Kann dich vor zu starrer Entschlossenheit warnen.
Natürlich geht das so in Ord-
nung! Obschon ich vorhatte:
Ich lege die Latte
Nicht niedriger als auf „Optimal“.
Vermutlich brech ich grad mein Wort –
Gezwungenermaßen –
Die Umstände saßen
Nicht lang auf dem Pferd „Ideal“.
Verständlich nennst du das mein „Scheitern“ –
Längst sing ich’s „Ach, hätt’ich …!“ im Chor.
Doch an Fehltreppchen mich zu erheitern,
Ist meines Versagens Komfort!