Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Politik

Gedichte mit politischem Hintergrund oder entsprechender Attitüde.


  • Venezia & das eintausendfünfhundertvierzigste Gedicht

    Regenbogen und Sonnenuntergang über Venedig

    Trump

    Deine Breitbeinigkeit umrahmt eine Leere,
    Die sich nur über Stillstand bewährt,
    Umbaumelt vom Popanz gemächtiger Schwere,
    Wo wilde Verlässlichkeit gärt.
    Verjährt ist der Hoffnungsstoß für die Verprellten –
    Doch die Lautstärke bleibt unvergessen!

    So wird auch der Ton für die kommenden Welten
    An Breitbeinigkeiten gemessen.


  • Wendelstein & das eintausendfünfhundertneunundzwanzigste Gedicht

    Am Wendelstein

    Eure Rohheit

    Schon wallt die Kraft zur Stärke an,
    Es ballt sich eine Pranke,
    Ein Ärger schafft sich seinen Bann …

    Und prallt vor eine Schranke.

    Wie lang die hält?
    Nicht abzuseh’n –
    Auch nicht, was wohl danach geschieht.
    Bevor sie fällt,
    Lass uns zwei geh’n,
    Wohin das Filigrane flieht!


  • Paradeplatz & das eintausendfünfhundertachtzehnte Gedicht

    Baumplastik auf dem Zürcher Paradeplatz

    Pflanz Schmach

    Du darfst dem Verordneten niemals parieren,
    Becircen dich auch Argumente!
    Pflanz Schmach mit den Schlag auf verordnende Nieren,
    Ruf Aufmüpfigkeit aus der Rente!

    Du weißt: Ihr Ansatz ist korrekt.
    Doch das Herz schlägt fehl in den Methoden.
    Verhehl dir nie, wie schön ein Gleichschritt verreckt
    Und zertret die entsprechenden Hoden!


  • Hautfarbe & das eintausendfünfhundertdreizehnte Gedicht

    Chamäleon in der Masoala Halle im Zürcher Zoo

    Lauterer scheint doch die Ruh …

    „Haut ab!“, schreit Meute Meute zu,
    Bevor man sich verhaut.
    Zählt wer zur falschen Häute-Crew,
    Werd’n Meutenleute laut.


  • Museum Rietberg & das eintausendfünfhundertelfte Gedicht

    Fasnachtmaske im Zürcher Museum Rietberg

    Die Unangreifbaren

    Es scheint, mit diesen Frisen
    Gefrieren alle Mienen,
    Auch die gemeinhin fiesen
    Sind niemals mehr erschienen.

    Laut Expertisen ist erwiesen:
    Man entgleist von allen Schienen.

    What does it mean for Mienen?
    Man kann die Miesen ob der Frisen minimal nur warnen:
    Trotz haarig cleaner Windigkeit könn‘n Brisen sie enttarnen!


  • Ushindi & das eintausendfünfhundertzehnte Gedicht

    Das im Mai 2020 geborene Breitmaulnashorn Baby Ushindi mit Mutter in der Lewa Savanne des Zoo Zürich

    Die kindliche Kriegerin

    Geh kindlich, willst du den Bann übertreten,
    Zeig die beste Miene zum verachteten Spiel!
    Dann winde dich um das, wozu du gebeten –
    Doch sei kindlich dabei! Das verrät keinen Stil.

    Geh kindlich, wenn du ihrer Bühne entfliehst,
    Weil Arglosigkeit ihre Angriffslust hemmt!
    Sei kindlich, wenn du dein Revolverchen ziehst –
    Dann zählt mit zum Spiel, wenn der Abzug mal klemmt!

    Bleib kindlich, wenn du deine Flanken entblößt!
    Deine letzte Bastion ist die Schutzlosigkeit
    Als Irrtum, in dem deine Gegnerschaft döst.
    Du kommst, wenn du kindlich gehst, doppelt so weit!


  • Rosengarten & das eintausendvierhundertsiebenundneunzigste Gedicht

    Wegweiser am Rheinsteig

    Die eigene Meinung

    … sieht nie genug Verschulden
    Fürs Widerspruch Erdulden.


  • Zum Isarkanal & das eintausendvierhundertvierundsiebzigste Gedicht

    Brücke über den Isarkanal bei Unterföhring

    Korridore

    Steh’n wir wirklich schon wieder vorm selben Problem,
    Vorm erneuten Versuch einer Klage
    Mit den Klonzellenspielchen vom x-ten Poem –
    Und stell’n nicht den Sermon infrage?!

    Wir – die kein Zeichen der Lösung erlöst –
    Schimpfen unverwandt stur auf die Täter
    Mit dem Vorwurf, in dem die Genügsamkeit döst,
    Dass sich alles bestätigt im Später.

    Und dann steh’n wir noch immer vorm selben Problem –
    Alle Wahrheit scheint chronisch erlahmt.
    Wir umschwärmen von hinten das gleiche Extrem,
    Fern vom Spektrum, das restlos verarmt.


  • Olympiasee & das eintausendvierhundertsiebenundsechzigste Gedicht

    Fauna im Olympiasee

    Der Verweigernde

    Wenn die Krise sich brav vor der Hoffnung verneigt,
    Ist der Teilrückzug längstens beschlossen.
    Doch dein Schicksal hat wieder mal alles vergeigt,
    Frönt nostalgisch den kalkigen Possen.

    Du bist eigentlich Opfer vergangener Zeit,
    Doch dein Leid biestert schwungvoll ins Heute.

    Jeden Währungsverlust nennst du Aufrichtigkeit
    Und betonst, dass sie dir was bedeute.


  • Rotwandseitenflügel & das eintausendvierhundertzweiundsechzigste Gedicht

    Felsen neben der Rotwand

    Der erhobene Finger

    Ach, nun schnattern sie wieder ihr „Das geht zu weit!“
    In knüppelharter Einigkeit,
    Brüll’n „Henker her!“ und „Zapperlot!“
    Und tapern Richtung Denkverbot,
    Pollier’n Heiligenscheine, als hätten hienieden
    Sie selbst sich nicht längstens schon anders entschieden –
    Denn vorm großen „Boah, nee!“
    Ging’s doch sehr lang okay?!

    Wer mit Trara sein Mantra schreit,
    Der tarnt sich nur – denn wirklich weit
    Ist man gar nicht entfernt von dem hässlichen Schritt –
    Und wenn der Mainstream marschiert, geh’n’se eh alle mit!
    Doch eh sie höchstselbst jenen Wandel vollzieh’n
    Wird auf alle, die vordem so handeln, gespie’n.
    Da will man scheltend sich ereifern
    Und lauthals nach Vergeltung geifern,
    Da glänzen vom Mut durchgeknetete Waden
    Beim Tänzeln auf gut ausgetretenen Pfaden.
    Man krönt sich im Empörungskult,
    Beschönigt seine eigne Schuld:

    Will ja Kinosaalmuff, findet Live-Musik nett
    Doch hat Spotify-Abo, ’ne Streaming Dienst Flat
    Will das Krimsikramslädchen, doch hat Amazon-Prime
    Und ruft Lieferandos sich zahlreich ins Heim
    Und bigott blökt die überdosierte Moral:
    Ich hätt‘ gern ein iPhone und den Wal!

    Ja, Miss Missionierung und Herr Schaftsanspruch
    Die heucheln und meucheln und seh’n nicht den Bruch,
    Dass ihr Maßregelwerk nicht ihr Tagwerk bestimmt
    Und man eifrig negiert, welche Richtung das nimmt.
    Die frömmeln sich zur Wasserpredigt
    Und kömmt’s, dass wer Wein trinkt, dann wird der erledigt!
    Mit dem endgeilen Dolch dieser scheinheilig Frommen
    Wird eilig und lustmolchig Anstoß genommen,

    Und aus sündigem Tal erheb ich meine Stimme:
    Nicht die Tat und die Schuld sind das eigentlich Schlimme –
    Der notorische Pranger, erleb ich unterm Joch
    Ist nun ebenso schäbig, nein, schäbiger noch.

    Wer mit erhobenen Finger stets auf andere zeigt,
    Erprobt sich als Arsch, der zum Aufmarsche geigt –
    Scheint’s vorm großen „Boah, nee!“
    Es auch sehr lang okay …
    Wer A keift, hat schon B gesagt
    Auch wenn der nette Mann noch fragt:
    Eins, zwei oder drei?
    Geht’s um die Entscheidung, ist keiner mehr frei.

    Und wo wer letztlich wirklich steht,
    Seht ihr, wenn der Wind sich dreht!


Die 266 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

* Costa Rica
* Hawaii
* Indien
* Japan
* Kuba
* Madagaskar
* Malaysia (Borneo)
* Marokko
* Mauritius
* Namibia
* Seychellen
* Sri Lanka


Gedichtthemen:

* Alter, Schmerz, Tod
* Autor & Schreiben
* Berg, Fluss & Tal
* Berlin
* Fahrzeuge
* Frühling
* Gebäude & Urbanes
* Geburtstag/Hochzeit
* Geld & Karriere
* Grusel
* Haus & Heimat
* Herbst
* Internet & Technik
* Kleidung
* Kindheit & Jugend
* Körperteile
* Kunst & Inbrunst
* Länder/Kontinente
* Liebe & Beziehung
* Märchen
* Mord & Totschlag
* München
* Musik & Gesang
* Ostern & Weihnacht
* Pflanzen & Natur
* Poetry Slam
* Politik
* Promis
* Regionales
* Religion & Philo
* Reisen
* Rüpeleien & Tiraden
* Schlafen
* See
* Sex & Erotik
* Sommer
* Speis & Trank
* Sport
* Städte
* Strand/Meer
* Silvester & Wechsel
* Tabak & Alkohol
* Tanzen
* Tiere
* Unsinn
* Wind & Wetter
* Winter


Best of Poetry

Ripostegedichte

Die Oscarballaden

Poetry Slam Gedichte & Videos

Poetry Slam meets Klassik

SLAMMED! – das Buch – zum Sonderpreis!

Über den Autor


Achtzeiler Alter, Tod & Abschied Autor & Schreiben Berg, Fluss & Tal Berlin Dutzendzeiler Einakter Erde Essen Fahrzeuge Feuer Gebäude & Urbanes Geld, Arbeit, Karriere Grusel Haus & Heimat Internet & Technik Kindheit & Jugend Krummzeiler Kuba Kunst & Inbrunst Körperteile Liebe und Beziehung Luft Marokko Mord & Totschlag München Pflanzen & Natur Politik Reisen Religion & Philosophie Ripostegedichte Rüpeleien Schlaf & Langeweile Sechszeiler Sex & Erotik Speis & Trank Städte Tabak & Alkohol Tiere Unsinn Vierzeiler Wasser Wind & Wetter Zehnzeiler Zweizeiler