Verweile Moment, derweil Du nicht schön bist!
Dass Stroh prächtig brennt, denkt, wer Flammen in Höh’n misst
Doch, wenn ich von Flammen schwärme
Mein‘ ich eher deren Wärme
Und doch habe ich nie an der Schönheit gezweifelt
Ich vermisste nur etwas Verstand
Und böt‘ sich die zweite Chance, blieb es dabei, Welt:
Ich behielt‘ diesen zahnlosen Trumpf auf der Hand
Um ihn mir stündlich anzuseh’n
Und sein täglich Erwachen zu preisen
Das Wissen genießend, hier richtig zu steh’n
Und schmähendes Mitleid strikt von mir zu weisen
Denn niemals hat diese Schönheit an Wert eingebüßt
Nur sie traf nicht sehr oft auf Versteh’n
Sie hat unbeirrt weiter die Ahnung versüßt
In den totesten Winkeln vom Tagesgescheh’n
Dem trüben Blick fehlt das Detail
Doch entscheidet nicht er, ob es da ist
Sein Urteil ist auch gar nicht nötig mehr, weil
In diesem Moment Du schon ungewohnt nah bist!
Nichts weiter denn Ferne
Als nächstes Ziel
Und der Plan: Es geht ewig so weiter
Das Kippeln des Sternenzelts
Schwappt unterm Kiel
Und es glüht die Grandezza der Reiter
Der Start in in dritte Woche nach Re-Aktivierung dieses Blogs. Wie versprochen, soll es 2017 fünf Gedichte pro Woche geben. Eigentlich an jedem Werktag. Aber manchmal bin ich als mobiler Offliner etwas spät dran … Geduld – am Ende werden es spätestens zum Sonntag fünf Gedichte sein!
Bärenhunger
Ein paar Tage vor dem Fasten
Hasten all die Cineasten
Nach Berlin – zur Berlinale
Und verteilen zum Finale
Fast erlegt – das Fell der Bären
Unter den’n, die fällig wären
Den’n hingegen nichts verlieh’n
Die da hungern statt zu fasten –
Sie dreh’n sich nochmal gen Berlin
So wie fast alle Cineasten
Wem man so alles im Garten begegnet. Das tatsächlich lauteste Tier der Welt. Versammelt sich jeden Morgen um halb Acht neben meiner Hütte und grölt.
Brüllaffe (Punks not dead)
Du musst nicht gut sein, aber laut
Wer hätte dir das zugetraut
Dass all die streng gesetzten Hürden
Dich gar nicht int’ressieren würden?
(Derweil sie denken, du kannst nicht versteh’n
Hangelst du dich von der Acht auf die Zehn)
Und mosert wer: „Ganz schön bequem!“ – sagst du: „Nein
Die Lautstärke Halten kann anstrengend sein!“
Wo And’re von And’ren Gelehrtes verwalten
Musst du stetig Nichts zu was Großem gestalten